4-Tagestour – Teil 2: Auf den Cotopaxi und um den Quilotoa Loop


 

Tag 3 – Harlem Shake auf 5000m Höhe

Nach einer gewohnt gemütlichen Nacht im Kingdom Kichwa ging es dann am 02.08.13 um 7 Uhr auf zum Vulkan Cotopaxi (5897m). Unser Ziel: Bis zur Gletscherspitze und einmal am Gletschereis lecken. Am Parkplatz unterhalb des Cotopaxi angekommen, riss uns der Wind ersteinmal die Türen aus der Hand. Chasky, der Bruder von Luis, empfahl uns mehrere Schichten anzuziehen. Ganz nach dem Zwiebelprinzip. Kurzes Funktionsshirt, dann langes Funktionsshirt, darüber wieder ein T-Shirt, einen Pullover und die Pro Shell Jacke gegen Wind und Regen. Lange Unterhose, Regenhose, Handschuhe und Mütze sind ebenso empfehlenswert. Nun machten wir uns an den Aufstieg zum Refugio José Rivas auf 4800m Höhe. Der Weg führte über einen steilen Hang aus Lavasand und -geröll. Nicht nur die dünne Luft machte uns zu schaffen, auch der Wind, der unsere Schritte immer wieder aus dem Takt brachte, machte den Aufstieg noch beschwerlicher.

Oben am Refugio angekommen, beschlossen wir, gleich weiter zum Gletscher auf 5000m aufzusteigen. Hier wurde der Weg etwas „leichter“, da er nicht mehr so steil war. Immer wieder riss die Wolkendecke für Sekundenbruchteile auf und es bot sich uns ein, im wahrsten Sinne des Wortes, atemberaubender Anblick ins Tal. An der Gletscherzunge angelangt, mussten wir unserer Freude erst einmal in einem Harlem Shake Ausdruck verleihen. Von der Gletscherzunge kann man auch noch ca. 6 Std. bis zur Spitze klettern. Dafür benötigt man aber entweder Bergsteigererfahrung oder einen Guide.
 

 
Martin leckte einmal am Gletschereis und dann ging es wieder runter zum Refugio. Nach einem leckeren Picknick mit einer ausgezeichneten Guacamole, die Luis vor Ort zauberte, stiegen wir wieder zum Parkplatz ab. Wir machten dann noch einen Spaziergang um die Limpiopungo Lagune, die Wolken hatten sich mittlerweile verzogen und so bot sich uns ein majestätischer Blick auf den Cotopaxi.

Dann hieß es noch drei Stunden mit dem Auto zur Comunidad Indígena de Quilotoa zu fahren. Der Weg durch die Anden nach Quilotoa ist traumhaft. Ein tolles Wechselspiel von Licht und Schatten auf den grünen Hügeln und Bergen. Dort hatten wir eine tolle Unterkunft bei einer der indigenen Familien (Hosteria Alpaka Quilotoa). Der Ort Quilotoa selbst ist rein touristisch und nur wegen des Loops entstanden. Man muss sich auf jeden Fall warme Klamotten mitnehmen, denn Nachts wird es dort sehr sehr kalt.
 
 


 

Tag 4 – Wanderung um den Quilotoa Kratersee

Am nächsten Morgen (03.08.13) ging es, wieder schön warm eingepackt, zum Quilotoa Vulkan. Der Vulkan ist nicht mehr aktiv und in seinem Krater hat sich ein wunderschöner See gebildet, der bei Sonnenschein in einem kräftigen Türkis erstrahlt. Ein halsbrecherischer Trail führt auf einer Höhe von 3.800 – 4.200m rund 4 bis 5 Stunden um den Krater und bietet eine grandiose Aussicht. Es war ein ganz schön anstrengender Marsch, mit sehr steilen Passagen bergauf und bergab, oft nur auf einem schmalen Grad. Aber wir waren absolut begeistert, die Anstrengungen haben sich gelohnt.

Unser Fazit nach vier Tagen Action mit Luis von Kingdom Kichwa:

Wir sind eigentlich keine Fans von geführten Touren, aber das hat sich echt gelohnt! Mit Luis hatten wir viel Spaß und die Tour war wirklich wie für uns gemacht. Daumen hoch, würden wir nochmal machen.
 
 


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