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8 Gründe für einen Nordirland Road Trip entlang der Causeway Coastal Route

8 Gründe für einen Nordirland Road Trip entlang der Causeway Coastal Route –
von Belfast zum Giant’s Causeway.

Unsere Flitterwochen in Irland starteten für uns quasi erst richtig, als wir unseren Campervan von Bunk Campers in Belfast abholten. Auf dem Weg von Dublin nach Belfast hatten wir einen kleinen Mietwagen. Aber ein richtiger Road Trip kann ja eigentlich auch nur mit einem Camper stattfinden.

Und was wir diesmal für einen tollen Campervan (Modell Aero) hatten! Mit Dusche, Toilette, voll ausgestatteter Küche und einem richtig gemütlichen Bett. Ein Weinkeller und eine Dachterrasse mit Grill fehlte nur noch. Nächstes mal dann.

Generell würde ich in Irland zu einem Mietauto raten. Dadurch ist man flexibel und man kann hinfahren wo man möchte. Ohne den kleinen Mietwagen hätten wir die Highlights zwischen Dublin und Belfast wohl verpasst.Von Belfast aus starteten wir unseren Nordirland Road Trip über die Causeway Coastal Route Richtung Nordwesten, um später zum Wild Atlantic Way an die Westküste zu gelangen.

Bevor wir von Belfast aus den Road Trip starteten, sind wir in die Mourne Mountains gefahren, um den Slieve Donard zu besteigen und danach zum Castel Ward, um einen Tag in der “Game of Thrones” Filmlocation Winterfell zu verbringen.

Castle Ward liegt direkt bei Strangford. In Strangford haben wir es uns im Restaurant „The Cuan“ gutgehen lassen und sind danach mit der Fähre nach Portaferry übergesetzt. Von dort aus haben wir quasi schon den Nordirland Road Trip gestartet. Denn man kann wunderbar an der Ostküste entlang nach Cloughey über Ballywater und Bangor nach Belfast fahren.

Die gesamte Küstenstraße der Causeway Coastal Route ist einfach traumhaft und man muss aufpassen, dass man sich nicht verzettelt. Denn es gibt überall etwas zu entdecken. Vorausgesetzt das irische Wetter spielt mit. Wir benötigten insgesamt 4 Tage für die Causeway Coastal Route von Belfast zum Giant’s Causeway und Bushmills bis nach Londonderry.

1. Belfast

Die Nacht bevor wir von Belfast aus nach Castle Ward gefahren sind übernachteten wir in der Nähe von Belfast auf dem Campsite in Dundonald. Dort gibt es alles! Eine Eisbahn, Bowling, einen Kletterpark und und und. Auf dem Weg von Portaferry wieder Richtung Belfast übernachteten wir auf einem tollen Parkplatz direkt am Wasser in Donaghadee.

Wir brachen früh morgens auf, um uns in Belfast das Titanic Belfast anzuschauen. Man könnte es als Besucher-Erlebniscenter beschreiben. Denn ein normales Museum ist es nicht. Es ist eine interaktive Ausstellung, auf dem neuesten Stand der Technik, und bringt dem Besucher die ganze Geschichte rund um die Titanic näher. Absolut empfehlenswert! 3 Stunden sollte man dafür einplanen.

Danach schauten wir uns ein wenig die Stadt an und gingen zu den Peace Walls. Am besten solltest du eine Black Taxi Tour machen, um die Geschichte dahinter zu verstehen, die sich rund um den Nordirlandkonflikt dreht.

Sehenswert ist außerdem das Belfast Castle, ein wenig außerhalb. Von dort aus kann man noch den etwa 370 m hohen Cave Hill besteigen und hat eine tolle Aussicht auf die Stadt. Die Wanderung dauert mindestens 1-2 Stunden.

2. Fair Head

Von Belfast aus, haben wir einen Sprung nach Ballycastle gemacht und auf dem Watertop Farm Campsite übernachtet. Ein sehr netter Spot auf einer Schaffarm. Am nächsten morgen haben wir uns auf den Weg nach Fair Head gemacht. Entlang der Klippen machten wir eine 1 1/2-stündige Wanderung, die man auf mehrere Stunden ausweiten kann und beispielsweise bis Murlough Bay wandern kann.
Wer gerne klettert, für den sind die Klippen bei Fair Head sicherlich spannend. Wir haben dort viele Leute klettern sehen.
Von Fair Head aus kommt man gut nach Ballycastle und kann in einem der Restaurants an der Hafenstraße zu mittag essen.

3. The Dark Hedges [Game of Thrones Filmlocation]

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Die Allee namens The Dark Hedges ist durch die Serie Game of Thrones mittlerweile weltbekannt. Sie war Kulisse für die sogenannte Kings Road. Eigentlich ist es nur eine Straße mit Bäumen. Aber sie hat schon etwas besonderes. Die Buchenbäume wurden im 18. Jahrhundert angepflanzt und erzeugen bei dem richtigen Licht eine mystische Stimmung.
Man muss aber schnell sein und den richtigen Moment abwarten, um ein Foto zu ergattern, bei dem keine Autos oder Menschen drauf sind. Denn mittlerweile stellen sich riesige Reisebusse einfach mitten ins Bild.
Die Allee liegt in der Nähe von Amroy an der A44 bei der Ballykenver und Bregagh Road.

4. Ballintoy Harbour [Game of Thrones Filmlocation]

Von The Dark Hedges kann man weiter nach Ballintoy Harbour. Eine kurvige Straße windet sich hinab zu einem malerischen kleinen Hafen, der ebenfalls als Game of Thrones Kulisse diente. Für Fans: Theon Greyjoys Ankunft bei den Eiseninseln.
Die Landschaft in der Bucht ist fantastisch und es gibt sogar ein nettes Café direkt am Hafen.

5. Carrick-a-Rede

Carrick-a-Rede ist eine kleine Insel und nur 2 Minuten entfernt von Ballintoy Harbour. Die Insel ist durch eine Hängebrücke mit dem Festland verbunden. Die Landschaft ist auch hier absolut traumhaft und man sollte sich ruhig über die Brücke trauen und den Ausblick genießen. Es gibt dort außerdem viele Vögel, wie Papageientaucher oder Lummen zu entdecken, die an den Steilklippen nisten.
Die Hängebrücke ist nicht nur Touristenattraktion, sondern diente den Lachsfischern schon vor 350 Jahren wirklich als wichtige Verbindung. Die Brücke von damals war allerdings nicht so sicher wie heute. Einen Fußmarsch von 15 Minuten sollte man vom Auto bis zur Hängebrücke mit einrechnen.

6. Giant’s Causeway

Weiter entlang der Causeway Coastal Route Richtung Westen findet sich ein Naturspektakel am Giant’s Causeway. Hier türmen sich sechseckige Basaltsäulen auf einzigartige Weise. Man kann eine geführte Tour dorthin machen, oder sich einfach selbst auf den Weg machen. Vom Parkplatz aus braucht man 20 Minuten zu den Basaltsäulen.
In der Nähe befindet sich ein kleiner und ruhiger Campingplatz: Feigh Farm Caravan Site. Absolut zu empfehlen!

7. Old Bushmills Distillery

Die Old Bushmills Brennerei ist eine der ältesten Whiskeybrennereien der Welt, mit einer über 400-jährigen Tradition. Auch wenn man eigentlich kein Whiskeytrinker ist, sollte man unbedingt eine Tour durch die Brennerei machen.
Nur mit einer geführten Tour bekommt man Einsicht in die Herstellung und Veredlung des Whiskeys. Zum Abschluß kann man noch einen Whiskey seiner Wahl probieren.

8. Derry-Londonderry, Derry oder Londonderry

Bei Derry-Londonderry übernachteten wir auf dem netten Elaghvale Camping Park, mit einer super Aussicht auf’s Umland. Er liegt quasi fast auf der Grenze zu Irland.
Derry-Londonderry, Derry oder Londonderry? Wie heißt denn jetzt der Ort? Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Offiziell heißt sie wohl seit der Eroberung durch die Engländer im Jahr 1608 Londonderry. Der Zusatz „London“ wird aber von vielen Iren nicht anerkannt und seit mehreren Jahrhunderten gibt es deswegen schon Streit. Auf einigen Verkehrsschildern wurde der Zusatz sogar weggestrichen, so dass nur noch Derry zu lesen ist. Weitere Hintergrundinformationen über die verschiedenen Namen findest Du hier.
Die Stadt hat auf jeden Fall eine interessante Geschichte, die man bei einer Walking Tour über die berühmte Stadtmauer erfahren kann.
Es gibt außerdem eine kleine Gasse, die uns an die Hakeschen Höfe in Berlin erinnert hat. Sie ist nicht so groß, aber auch so verwinkelt und man findet viele kleine Kunstläden und Cafés.

 

 

Mit dem Campervan durch Nordirland:

➜ Die Städte in Irland und Nordirland sind nicht wirklich Campervan-freundlich. Meist haben Parkplätze eine Höhenbeschränkung und so mussten wir teilweise ziemlich lang einen passenden Parkplatz suchen.
➜ Campingplätze und Übernachtungsmöglichkeiten (z. B. auf Parkplätzen am Strand) gibt es überall. Die Campingplätze muss man manchmal aber mühsam suchen, da sie leider nicht gesammelt in einem Campingbuch erfasst sind.
➜ Nordirland gehört zu Großbritannien und somit ist das Zahlungsmittel Pfund
➜ Bei der Geschwindigkeit gelten Meilen und nicht Kilometer

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Disclaimer: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Tourism Ireland und Bunk Campers.
Martin Merten
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Martin Merten

Freelance Art Director, Screendesigner & Blogger bei Martin Merten Kommunikationsdesign
Kreativer // Ideenfinder // Impulsgeber // Perfektionist // Genießer // Ironiker
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