Malta Abseiling Blaue Grotte

60 Meter in die Tiefe – Spektakuläres Abseiling an der Blauen Grotte auf Malta

60 Meter in die Tiefe –
Spektakuläres Abseiling an der Blauen Grotte auf Malta

abseiling malta

Abseilen aus 60 Meter Höhe – nichts für schwache Nerven

Die winzige Republik Malta, die mit ihren 316 qkm etwas kleiner als Bremen ist, hat einiges zu bieten. Sie ist reich an geschichtsträchtigen Orten und architektonischen Juwelen. Nicht umsonst wird die Hauptstadt Valetta Unesco Weltkulturhauptstadt 2018.

Es ist daher überhaupt nicht verwunderlich, dass man in Valetta, Mdina und den hübschen kleinen Fischerdörfern an der Küste immer wieder auf Reisegruppen, meist älteren Semesters trifft, die sich diese Schönheiten anschauen.

Malta – Ein traumhaftes Outdoor Paradies

Dass Malta aber auch ein absolutes Outdoor Paradies ist, wissen die wenigsten. Ich kannte Malta auch nur als Sprachreise Ziel aus meiner Schulzeit und seit neuestem als Drehort für Game of Thrones.

Insbesondere auf Gozo aber auch auf Malta gibt es die tollsten Kletterspots. Wandern, Mountainbiking und Tauchen sind auf Malta fantastisch. Die Insel kommt, wenn es um die Sichtbarkeit unter Wasser geht, direkt an dritter oder vierter Stelle hinter den Malediven! Nur schade, dass wir bisher keinen Tauchschein haben, so konnten wir uns davon leider (noch) nicht selbst überzeugen.

Dafür konnten wir uns von einigen anderen Aktivitäten ein Bild machen. Mit unserem Guide Bernard von Malta Outdoors ging es beispielsweise auf Abseiling Tour.

Spektakuläre Kulisse – Der Atem stockt

Malta Abseiling Blaue Grotte

Bernard holte uns ab und es ging Richtung Blaue Grotte. Die eigentliche Attraktion hier ist eine Höhle, die vom Wasser aus angefahren werden kann. Diese wird aber auch noch von einem gigantischen Felsbogen überspannt, eine absolut spektakuläre Kulisse.

Am Parkplatz angekommen erhaschten wir schon einen Blick in die Tiefe und mir stockte doch etwas der Atem. Aber wir würden uns ja sicherlich nicht von ganz oben abseilen.

Wir folgten Bernard ein Stück an der Straße entlang, plötzlich kletterte er über die Begrenzungsmauer und deutete uns an zu folgen. Okay, es ging doch genau zum Scheitelpunkt des Felsenbogens. Martin und ich guckten uns etwas verunsichert an, aber jetzt wollten wir es genauer wissen. So folgten wir Bernard und sahen auch schon vier andere Personen mit Helmen und Klettermontur.

Kurz vor’m Nervenzusammenbruch – Was macht das Kamerateam da?

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An Ort und Stelle angekommen stellte Bernard uns kurz seinem Kollegen Andrew vor, der uns die Einweisung geben würde. Oh Gott war ich nervös! Jetzt kam Bernard auch noch und fragte, ob es uns was ausmachen würde, dem maltesischen Fernsehen ein Interview zu geben und uns beim Abseiling filmen zu lassen. (Das Interview gibt’s hier.)

Ähhh, ok, ich bin hier ja nicht grade kurz vor einem Nervenzusammenbruch!?! Aber ja klar, machen wir gerne! Das Ganze war dann auch recht kurz und schmerzlos – jetzt ging es aber wirklich an die Einweisung.

Jetzt wird’s ernst! – Abseilen an der Blauen Grotte

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Andrew erklärte uns alles total super und ruhig und nahm uns somit etwas von der Anspannung. Nun wurde es ernst – ich Depp meinte auch noch, als erstes gehen zu müssen. Jetzt gab es kein zurück mehr. Ich wurde gesichert, checkte alle Karabiner nochmal und tastete mich vorsichtig an den Rand der Klippe.

Nur jetzt das Atmen nicht vergessen!

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Ich ließ mich langsam rückwärts in mein Geschirr sinken, achtete darauf, die Beine gestreckt zu halten und tastete mich Stück für Stück bis zum unteren Rand des Felsbogens. Nun traute ich mich das erste Mal, nach unten zuschauen – Wahnsinn! Unten sah ich winzig das Bötchen, in das ich mich abseilen sollte.

60 Meter in die Tiefe – Zwischendurch aber auch mal genießen

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Ganz vorsichtig löste ich meine Beine von der Felswand … und schwebte frei in ca. 60m Höhe über dem kristallklaren Meer. Was für ein Gefühl!

Malta Abseiling Blaue Grotte

Unter mir fuhr ein Touristenboot nach dem anderen in die blaue Grotte. Vorsichtig fing ich an, mich Stück für Stück abzuseilen. Obwohl der besondere Knoten dafür sorgt, dass man nicht einfach runterrutschen kann, krampfte meine Hand um das Seil, mit dem ich mich abließ.

Bernard sicherte mich zusätzlich aus dem Boot heraus, er hielt dort das Ende des Seils (hoffentlich) gut fest.

Puh, Geschafft! – Was ein Erlebnis

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Ich ließ mich langsam immer tiefer sinken, mit jedem Meter, den ich nach unten sank, konnte ich den Moment mehr genießen. Absolut irre!

Unten am Boot angekommen, angelte Bernard nach meinen Füßen und brachte mich gekonnt in dem kleinen Boot zum Sitzen. Kaum war ich einigermaßen angekommen musste ich schon das nächste Interview geben. In der Zwischenzeit machte Martin sich von oben auf den Weg.

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Während ich mit dem schwankenden Boot kämpfte konnte er nun von dort oben die Aussicht genießen. Was ein irres Erlebnis! Nächstes Mal gehen wir an den Schildern, auf denen Abseiling steht, wohl nicht mehr einfach so vorbei.

Weitere Infos zur Blauen Grotte:

Abseiling Tour mit Malta Outdoors
➜ Tour zur Blauen Grotte

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Disclaimer: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Visit Malta.
  • Sabi

    Sehr cool! Toller Tipp, das wär echt was für mich 🙂 Und superschöne Fotos!!
    lg Sabi
    http://www.smilesfromabroad.at

    • Danke! Das freut uns zu hören.
      Die Erfahrung können wir auch nur weiterempfehlen.

      LG
      Martin