Die Antarktis – 66 atemberaubende Fotos, die für Fernweh sorgen

Die Antarktis – 66 atemberaubende Fotos, die für Fernweh sorgen

Die Älteren werden sich erinnern: Damals gab es noch diese Bücher, in die man Bilder klebte. Man nannte es Foto-Album. Die Bilder waren beschriftet mit Daten, Kommentaren und anderem Schabernack – so mancher Großvater hat es in der Disziplin des Foto-Beschriftens zu wahrer Meisterschaft gebracht. In Gedenken an all diese Großväter (und in Erinnerung an die schöne Antarktisreise mit Hurtigruten) präsentiere ich dir: Das Antarktisalbum.

Foto #1: Der Reise erster Eisberg, einer Welle trotzend.

Einige Pinguine, einige Pausen machend, auf eben diesem Eisberg.

Pinguine bei Brown Bluff, palavernd über die Konsistenz des Schnees.

Zufriedener Eselspinguin, frisch nach dem Akt des Lippenstift-Auftragens.

Ich habe ungefähr 600 Fotos, auf denen Pinguine gerade im Wasser verschwunden sind, noch nicht aufgetaucht, oder auf denen sie kurz zuvor die Richtung geändert haben und daher ganz woanders sind. Es ist praktisch unmöglich, mit einem 200-mm-Objektiv einen Pinguin im Flug zu erwischen, weil man nie weiß, wo er als nächstes auftaucht. Das hier ist ein Glückstreffer!

Brown Bluff. Mit den Fahnen wurde immer der Weg abgesteckt, auf dem man sich bewegen darf. Vorne sieht man das vulkanisch-braune Geröll, im Hintergrund das Eisberge-Labyrinth, durch das wir mit den Schlauchbooten mussten. Von oben sieht das natürlich total einfach aus.

Der erste Wal, der so freundlich war, seine Fluke aus dem Wasser zu bemühen.

Seekajakfahrer, letzte Instruktionen erhaltend.

Der Außenborder an diesen Zodiacs beinhaltet den gleichen Motor wie irgendein aktuelles Opel-Modell, das ich vergessen habe. Zieht ganz gut!

Jetzt die Lektion zu weißem und blauem Eis: Je weniger Luftbläschen im Eis eingeschlossen sind, desto blauer erscheint es. Warum? Weil das Sonnenlicht relativ ungehindert durchgeht, dabei aber nur die blauen Frequenzen übrig bleiben. Je älter zum Beispiel Gletschereis ist, desto stärker wurde es zusammengestaucht – dementsprechend wenig Luft ist drin. Was lernen wir daraus? Hier haben wir relativ altes Eis vor uns. Je oller je doller, sozusagen.

Eisberge, um Cuverville Island treibend.

An dem Tag war es windstill und sonnig – für den Antarktischen Sommer praktisch heiß. Da schmilzt dann auch mal was. Und bildet Eiszapfen, von Eisbergen hängend.

Diese Berge im Hintergrund … es ist einfach soooo beeindruckend.

Löchriger Eisberg, tiefblau leuchtend.

Ohne Worte … ich will zurück!

Wie gesagt, es war windstill …

Berge, deren Schneedecke bis zur Meeresoberfläche reicht. Sieht man auch nicht so oft!

Sieht ein bisschen nach Schwimmbad aus. Wenn’s nicht so kalt wäre.

Die Paläontologen wird das interessieren: Ein Dinosaurier in der Antarktis – schockgefrostet im Moment des Aussterbens. Hat eigentlich schon irgendjemand unter dem Eis nach Dinosauriern gegraben? Der Kontinent war doch nicht schon immer eine Eiswüste. Da müsste doch einiges zu finden sein!

Dieser Pinguin war gut. Ich habe ihn vom „Strand“ aus fotografiert. Da ging es direkt runter, ziemlich steil, insbesondere, wenn man Pinguinfüße und keine Arme hat. Der ist bestimmt eine Viertelstunde auf und ab gelaufen, um eine möglichst wenig halsbrecherische Stelle zu finden. Und dann ist er doch ausgerutscht und runtergefallen.

Was man nicht in den Beinen hat, hat man in den Schwimmflügeln. Im Wasser können Pinguine einiges.

Und hoffnungslose Romantiker sind sie auch.

Mit sehr gemütlichen Nestern …

… die aus gesammelten und geklauten Liebesbeweisen bestehen.

Blick von einem Berg auf Deception Island, einer vulkanischen Caldera mit 7 km Durchmesser. Das vorne ist allerdings ein Süßwassersee. Scheint also noch nicht ganz abgekühlt zu sein, der Schicksalsberg.

Totes vulkanisches Geröll, so weit die Füße einen tragen.

Kurze Nase, Katzengesicht: Wedellrobbe. Lange Nase, Hundegesicht: Krabbenfresserrobbe. Hat der jetzt eine kurze oder lange Nase? Ich weiß es nicht.

Die Seekajaker. Immernoch in Deception Island.

Schon wieder so ein Interstellar-Moment (Filmempfehlung): Weißes Eis und schwarzer Fels und Wasser. Wie von einem anderen Stern:

Noch mal freundliche Buckelwale beim Sonnenuntergang.

Blick von Deck 6 runter aufs Tenderpit.

Seekajaken um Halfmoon Island. Mütze nicht vergessen!

Oh sieh nur, ein Chinstrap! Ein was? Na, ein Zügelpinguin! Ungefähr kniehoch, die Kleinen. Hier ein frisch gewaschenes Exemplar in seltener Umgebung mit weißem Schnee.

Gletscher, gletschernd in Orne Harbour.

Berge, bergend, ebenfalls in Orne Harbour.

Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist eine Replik des historischen Amundsen-Zeltes, das auch auf dem bekannten „Ich habe als Erster den Südpol Erreicht“-Foto zu sehen ist. Das andere ist Arved Fuchs. Wie? Du weißt nicht, wer Arved Fuchs ist? Vielleicht erfährst Du es in meinem Interview mit Arved Fuchs.

Was ist es? Ein blauer Spalt in einem 40 Meter hohen Tafeleisberg. Was macht es? Es leuchtet blau!

Noch mal ein Tafeleisberg, diesmal von der Brücke der MS Midnatsol aus. Apropos Brücke. Für alle, die schon immer mal wissen wollten, ob der Kapitän eines Schiffs Menschen verheiraten darf: Nein.

Noch mehr Tafeleisberge. So um die 7/8 dieser Klötze befinden sich unter Wasser. Das macht dann … mindestens 200 Meter. Wenn so ein Teil umkippt, möchte man lieber nicht in der Nähe sein.

Cruising mit einem der Expeditionsteams-Mitglieder am Steuer. Die haben immer was interessantes zu erklären.

Hach.

Noch mal die Midnatsol in der Caldera von Deception Island.

Und hier stilecht mit Schnee auf der Linse.

Winkende Kapuze in Eiswasser.

Neugierige Kapuze über Fahrwasser.

Pinker Himmel um Mitternacht. Das war im Neumayer Channel in der Nähe des 65. Breitengrads. Also zur Frage mit der Mitternachtssonne: jein. Es gibt sie, aber man müsste noch weiter in den Süden. Aber hell ist es schon noch!

Berge, spiegelnd in Brückenfenstern.

So sieht übrigens Krill aus, wenn man ihn durchs Mikroskop betrachtet. Krill, das sind die Zeitgenossen, von denen sich Wale und einige Pinguinarten ernähren. In Wolken natürlich. Die Bestände gehen vermutlich zurück (danke, Klimawandel), was am Schrumpfen verschiedener Pinguinkolonien abzulesen ist. Nichts genaues weiß man nicht, weil man Krill so schlecht zählen kann. Allerdings ist das ganze schon in der Theorie beunruhigend, weil da ein dermaßene Nahrungskette dranhängt, dass die Auswirkungen kein Mensch absehen kann.

Und zwischen all den Bergen war da ja noch die Frage: Warum gibt es eigentlich keine Eisbären in der Antarktis? Die Antwort ist erdgeschichtlich. Vor ein paar Milliarden Jahren hingen die Kontinente ja noch zusammen. Bloß gab’s da noch keine Bären. Wahrscheinlich nicht mal Säugetiere (oder?). Jedenfalls sind Bären eine relativ junge Spezies, und Eisbären sind noch jünger.

Als sie entstanden, war die Antarktis schon längst nicht mehr fußläufig erreichbar. Und man kann sich ziemlich sicher sein, gäbe es Eisbären in der Antarktis, wären sie ziemlich wohlgenährt. Warum? Weil Pinguine echt schlecht wegrennen können.

Hatte ich gesagt, dass Pinguine irrsinnige Strecken zurücklegen, um möglichst viel Zeit zum Brüten zu haben? Hier klettert einer auf einen Berg. Da oben schmilzt nämlich der Schnee als Erstes.

So. Genug für heute. Dabei gibt es noch so viele Fotos! Danke Pinguinland. Möge der Antarktisvertrag bald erneuert werden.

Hast du noch Fragen zur Antarktis?

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Disclaimer: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Hurtigruten.
Piet Fischer

Piet Fischer

Freier Texter bei meiner armen Seele
Kommunikationsdesigner aus Krefeld am Niederrhein. Passionierter Fahrradnomade und Rucksacktourist. Freut sich über Feedback!
Piet Fischer