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Hotspot Angkor Wat in Kambodscha – Der ultimative Guide für 3 Tage

Hotspot Angkor Wat – Der ultimative Guide für 3 Tage

Die besten Angkor Wat Sehenswürdigkeiten und Highlights

Wir haben den Artikel für dich im Mai 2017 mit aktuellen Informationen zu Preisen und Touren überarbeitet.

In diesem Artikel findest du eine praktische Anleitung für eine 3-Tagestour durch Angkor Wat mit genauen Uhrzeiten und nützlichen Tipps, wie du die Touristenmassen umgehen kannst. Weitere Touren rund um Siem Reap und die Region findest du am Ende des Artikels.

Highlife in Siem Reap

Wir erreichten Siem Reap von Kampong Cham aus nach einer sechs stündigen Horrorfahrt mit dem Reisebus. Die Klimaanlage funktionierte ungefähr eine halbe Stunde und dann war Ende. Und das bei 36 Grad und keinen Fenstern, die man öffnen könnte. Der Busfahrer ließ zwar die Tür auf, das brachte allerdings nur bedingt Kühlung, eher wurden wir von oben bis unten eingestaubt.

Wir hatten das Downtown Siem Reap Manor Hotel vorgebucht. Check-in ist eigentlich um 14:00 Uhr, unser Raum war aber noch nicht fertig. Es dauerte dann tatsächlich noch über eine Stunde bis wir reinkonnten. Immerhin konnten wir in der Zwischenzeit in den Pool springen, eigentlich wollten wir aber dringend etwas essen gehen. Das Hotel ist wunderbar gelegen und hat einen schönen Innenhof mit Pool. Allerdings konnten wir diesen am Ende unseres Aufenthaltes nicht mehr nutzen, weil er total veralgt war, echt eklig. Der Service war auch nicht wirklich dolle. Wir schauten uns zwar noch eine ganze Menge anderer Hostels an, aber da der Preis für das Hotel mit Pool echt gut war sind wir, zugegebener Maßen auch aus Bequemlichkeit, nicht umgezogen.

Siem Reap – hier findest du alles was dein Herz begehrt

Siem Reap ist auf Grund der Nähe zu Angkor Wat eine Touristen Hochburg. Auf der sogenannten „Pub Street“ und in den netten Nebengassen ist immer Highlife, es gibt unendlich viele Bars und Restaurants aus denen man wählen kann. Wir können euch das Il Forno wärmstens ans Herz legen. Super Pizza und hausgemachte Pasta. Allerdings auch etwas teurer. Wenn man Schnitzel haben möchte sollte man zur Schnitzelwirtin fahren.

1 Tages- oder 3 Tagespass für Angkor Wat?

Für uns hieß es nun erstmal zu überlegen, ob wir nur einen Tag Angkor Wat besichtigen wollen oder aber direkt den drei Tagespass kaufen. Da die Tempelanlagen so riesig sind und wir uns alles in Ruhe anschauen wollten, entschieden wir uns für die dreitägige Variante. Viele machen eine Tour mit Fahrrädern zu den Tempeln, wir entschieden uns aber für eine Tour mit dem Tuk Tuk. Wir verabredeten mit einem der Tuk Tuk Fahrer, dass er uns am nächsten Morgen am Hotel einsammelt.

Tag 1: Small Circuit

05:00 Uhr

Am nächsten morgen ging’s zum Sonnenaufgang nach Angkor Wat. Es war noch dunkel und die Fahrt auf dem Tuk Tuk recht frisch. Denke also daran, dir ein Tuch oder eine Strickjacke einzupacken. Am Ticketschalter, der praktischerweise auf dem Weg liegt, holten wir uns den 3 Tagespass. Der Pass kostet übrigens 62$, Stand Februar 2017.

05:45 Uhr

Am begehrten Fotoplatz zu Füßen der berühmten Türme von Angkor Wat angekommen, suchten wir uns einen Platz für ein perfektes Sonnenaufgangs Foto. Die ganz hart gesottenen machen sich wahrscheinlich schon um 3 Uhr die besten Fotoplätze klar. Man bekommt aber ohne Probleme auch um die Uhrzeit am Rand noch einen guten Platz.

06:45 Uhr

Die Sonne kroch als roter Feuerball hinter den Türmen hervor. Der Anblick war toll. Durch den Dunst ist die Sonne in Kambodscha sowohl bei Aufgang als auch Untergang immer ein perfekter Feuerball. Ohne uns beim Haupttempel etwas anzuschauen kehrten wir direkt nach diesem Spektakel dem Angkor Wat Tempel den Rücken und begaben uns schnell mit dem Tuk Tuk auf den „Small Circuit“, und zwar entgegen dem Uhrzeigersinn. Dadurch kannst du den Massen erstmal aus dem Weg gehen.

Tomb Raider – Auf den Spuren von Lara Croft

07:15 Uhr

Erster Stop: der berühmte Ta Prohm Tempel, bekannt aus dem Film Tomb Raider. Hier ist es gut, früh zu sein, denn es wird voll, eng und laut, wenn die (chinesischen & russischen) Gruppen und ihre rücksichtslosen Guides einfallen. Dann wird alles angetatscht und hinter Absperrungen geklettert, der Guide geht dabei als schlechtes Beispiel voran.
Außerdem bieten sich kurz nach Sonnenaufgang spektakuläre Lichtverhälnisse. Wir mussten unbedingt noch ein Foto vom berühmten Stegosaurus Dekor machen. Ja, dort ist ein Dinosaurier Dekor versteckt, um das sich viele Mythen ranken.
TIP: Der Pfeil im Bild markiert die Stelle, wo sich das Stegosaurus Dekor befindet.

09:00 Uhr

Weiter ging’s nach Banteay Koei. Er ist, ähnlich wie Ta Prohm, vom alles überwuchernden Dschungel geprägt, ist aber nicht so überrannt wie der Ta Prohm.

09:45 Uhr

Weiter ging’s nun zum Ta Keo Tempel – hier hieß es steile Treppen erklimmen. Kaum war die Sonne hervor gekrochen, spürten wir schon ihre sengende Kraft. Und so kamen wir nun richtig ins Schwitzen.

11:00 Uhr

Mittlerweile meldete sich unser Magen. Bevor wir uns nun zum größten Batzen, Angkor Thom, fahren ließen, machten wir einen Stop zum Essen fassen. Überall gibt es einige Restaurants und Fressstände. Der Tuktuk-Fahrer ließ uns an einem der Restaurants raus, nachdem wir einen Blick auf die Preise geworfen hatten, entschieden wir uns aber für einen der Suppenstände nebenan. Hier genossen wir für auch nicht ganz billige 2,-$ eine sehr leckere Hühnersuppe mit Zitronengras.

11:45 Uhr

Die Hitze wurde nun schon unerträglich und wir stürzten uns ausgerechnet zur Mittagszeit in die Besichtigung von Angkor Thom. Man könnte auch den ganzen Mittag irgendwo auf einer Wiese verbringen und sich Nachmittags die Tempel anschauen.
Wir starteten im Norden der Anlage und arbeiteten uns Richtung Süden vor. Von der sogenannten Elefantenterasse bogen wir auf den unter Bäumen herführenden Seitenweg Richtung Baphuon Tempel. Dieser beeindruckende Bau war im Laufe der Jahrhunderte komplett zusammen gestürzt. In den 1960 Jahren begann man ihn wie ein großes Puzzle Stück für Stück zu rekonstruieren. Während der Herrschaft der Roten Khmer konnte diese Arbeit nicht fortgesetzt werden und so wurde die Rekonstruktion erst 2011 vollendet.
TIP: Hier versteckt sich ein liegender Buddha in der gesamten Frontfassade des Tempels. Viel Glück beim Suchen!

13:30 Uhr

Der Baphuon hat auch ein Wasserbecken, an dem wir uns die Füße erfrischten und drei kambodschanischen Jungs bei ihren halsbrecherischen Sprüngen ins kühle Nass zuschauten. Die Jungs durften wohl Pause vom Postkartenverkauf machen, überall stehen hier die Kinder mit ihren Körben voll Postkarten und versuchen, sie unter die Touristen zu bringen. Immer wieder sieht man auch Leute, die tatsächlich welche kaufen.

14:00 Uhr

Nach dieser äußerst kurzweiligen Erfrischung ging es nun zum berühmten Bayon Tempel mit ca. 200 bis zu 7 Meter hohen, in Stein gemeißelten Gesichtern. Da der verwendete Stein durch Verwitterung, Flechtenbewuchs und Patina sehr fleckig ist und dadurch alles ineinander verschwimmt, lässt sich seine Struktur mit den Gesichtern im Gesamtbild nicht so gut erfassen. Erst bei näherer Betrachtung erkennt man die fantastische Struktur und die majestätischen Gesichter.

15:00 Uhr

Wir waren inzwischen ganz schön kaputt und konnten nichts mehr aufnehmen. Eigentlich stand heute noch die Besichtigung von Angkor Wat an, aber das haben wir dann doch auf den nächsten Tag verschoben, wir waren von der Hitze völlig erschlagen.

Martin war die nächsten zwei Tage erstmal krank. So setzten wir unsere Angkor Besichtigung erst zwei Tage später weiter fort. Das ist mit dem Ticket kein Problem, da es für jeden Tag gelocht wird. Du kannst also getrost eine Pause einlegen.

Tag 2: Grand Circuit

07:00 Uhr

Als erstes ging es zum Pre Rup Tempel. Die Sonne warf um diese Uhrzeit ein wunderschön goldenes Licht auf den Sandstein. Dieser recht hoch gebaute Tempel bietet einen schönen Blick über den Dschungel. Von hier lassen sich auch einige der umliegenden Tempel erahnen.

07:30 Uhr

Nach kurzem Frühstück ging es weiter zum East Mebon, der recht ähnlich ist. Hier finden sich acht beeindruckende Elefantenskulpturen in den Ecken der Tempel-Terassen.

08:00 Uhr

Unser Weg führte uns dann weiter zu Neak Pean, einer künstlichen Insel, die im mittlerweile ausgetrockneten Nord Baray liegt. Das ist einer von drei künstlich angelegten, streng rechteckigen, Wasserbecken. Die Insel fanden wir allerdings nicht besonders beeindruckend.

08:30 Uhr

Bevor wir uns Angkor Wat zu wandten, besichtigten wir noch Preah Kanh, ein sehr schöner, auch teilweise bewachsener Tempel. Heute waren wir mit den Tempeln recht fix, einerseits weil wir uns ja am ersten Tag schon intensiv mit der Architektur befasst hatten und andererseits, da die Tempel auf dieser Runde doch recht überschaubar sind.

10:00 Uhr

Nun ging es nach Angkor Wat. Hier braucht man eine Menge Zeit, um sich die beeindruckenden Basreliefs in der äußeren Galerie anzuschauen. So waren wir insgesamt 3 Stunden beschäftigt.

Nach diesem Besichtigungsmarathon machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Siem Reap und gönnten uns ein deftiges Mittagessen bei der Schnitzelwirtin. Der Besitzer ist ein Österreicher, die Erwartungen waren entsprechend hoch. Das Restaurant ist etwas schwierig zu finden, die Tuktuk Fahrer kannten es nicht. Es liegt schräg gegenüber einer Krokodilfarm an dem schmuddeligen Kanal, der durch die Stadt fließt. Das Schnitzel, beziehungsweise die Schnitzel (3 Stück), sind der Wahnsinn!

Tag 3: Banteay Srey

07:00 Uhr

Für den letzten der drei Tage stand die Fahrt zum ca. 37 km weit entfernten Banteay Srey Tempel an. Wir starteten wieder früh. Im nach hinein empfehle ich aber, noch früher loszufahren, denn es wird ganz schön voll an diesem kleinen Tempel, der für seine feinen Steindekors bekannt ist. Die Fahrt mit dem Tuktuk dauerte eine Stunde, sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt wurden wir ständig von Reisebussen überholt. Als wir am Ziel eintrafen, war schon entsprechend viel los. Wie gesagt, ist der Tempel recht klein und jeder will die tollen und detailreichen Reliefdekors bewundern. So knubbelt es sich ganz schön am Eingang und am Ausgang, wo reichlich Verzierungen zu finden sind.

09:00 Uhr

Absolute Stoßzeit für die Reisegruppen. Nach der Tempelbesichtigung kann man über einen „Nature Walk“, der an einem Feuchtbiotop vorbei führt, wieder zurück zum Parkplatz. Das ist wirklich schön.

Hier schauten wir uns noch ein wenig die Ausstellung über die Geschichte des Tempels, sowie seine Entdeckung und die anschließenden Ausgrabungen und Restaurationen an.

Nun hatten wir aber auch genug Tempel gesehen und machten uns auf den Rückweg. Wer Lust hat kann auf der Rückfahrt noch beim Landminenmuseum halt machen.

Weitere Infos

– Eine große Auswahl an Hotels und Hostels findest du bei booking.com
– Weitere Touren rund um Siem Reap findest du hier
– Ticketpreise sind 37,-$ für 1 Tag, 62,-$ für 2 und 3 Tage, 72,-$ für 7 Tage.
– Das 3 Tagesticket muss nicht zwingend an aufeinanderfolgenden Tagen genutzt werden, es ist sieben Tage gültig.
– Um geschichtliche Hintergrundinformationen zu bekommen, besuche vorher das Angkor National Museum oder kauft die Broschüren, die an den Tempelanlagen verkauft werden. Für diese Kopien aber höchstens fünf Dollar bezahlen.
– Die Bezeichnung „Small-“ und „Grand-“ Circuit bezieht sich nur auf die Länge der zu fahrenden Strecke und hat nichts mit der Anzahl oder Größe der zu besichtigenden Tempel zu tun. Der Small Circuit war nämlich aufgrund der Größe der besichtigten Tempel deutlich anstrengender und zeitaufwändiger als der Grand Circuit.
– Der Tuk Tuk Fahrer fährt einen den ganzen Tag, man kann sich an jeder Station soviel Zeit nehmen, wie man möchte. Für den ersten und zweiten Tag bezahlten wir jeweils 15,-$, für den dritten Tag 20,-$.
– Guides kann man vor Ort anheuern.
– Am besten packt man sich ein Picknick ein und auf jeden Fall viel zu Trinken. Wie beschrieben, gibt es überall Restaurants, die sind aber verhältnismäßig teuer. Die Suppenstände sind gut.
– Toiletten gibt es überall.
– Die meiste Zeit konnten wir den Massen mit dieser Anleitung aus dem Weg gehen. Die Anleitung ist als Vorschlag anzusehen. Selbstverständlich kannst du sie nach deiner Erfahrung und deinem Geschmack anpassen. Viel Spaß damit! Schicke uns auch gerne deine Routenvorschläge für Angkor Wat.

 

 

Carolin Steig

Carolin Steig

Projektmanagerin, Bloggerin & Weltreisende bei WE TRAVEL THE WORLD
Am liebsten draußen in der Natur unterwegs. Entweder zu Fuß oder mit ihrem Islandpferd.
Carolin Steig

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11 Kommentare auf "Hotspot Angkor Wat in Kambodscha – Der ultimative Guide für 3 Tage"

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Florian
Gast

Wart ihr also noch Schnitzel essen? Wie immer Flosuper Bericht, hätte ich den nur vor meiner Angkor Tour gelesen, dann hätte ich das rund um sorglos Paket gehabt. Hat mich gefreut euch dort zu treffen und über das Reisen zu Plaudern. Viele Grüße Florian

Sandra Kollerer
Mitglied

Jaaa, wir mussten unbedingt noch dorthin zum essen 🙂 Die Freude war ganz unserseits! Vielleicht trifft man sich mal wieder!
Liebe Grüße aus Koh Phangan

Julia
Gast

Einfach beeindruckend! Danach kann man sich Ayutthaya und Sukothai auch sparen 😉 Habt ihr eine Übersichtskarte?

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[…] Pass auf 5416m im Himalaya überquert, sind zu längst verlassenen Städten wie Machu Picchu oder Angkor Wat gewandert und waren bei dem wahrscheinlich höchsten Wasserfall der […]

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[…] voll von Drohnen ist. Ich sehe nämlich den Himmel schon verdunkeln, weil über Machu Picchu und Angkor Wat hunderte Drohnen schweben, um die beste Perspektive zu […]

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[…] auch dafür, dass du mehrere Tage bleiben musst, um alles gesehen zu haben. Wir haben dazu eine 3-Tages Anleitung […]

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[…] Rundtour zu machen, sondern zusätzlich auch die große abzufahren. Normalerweise sind für diese Touren insgesamt zwei bis drei Tage einzuplanen, aber da mir nur dieser eine Tag zur Verfügung stand, wollte ich zumindest versuchen, […]

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[…] nach Battambang (1/2 Tag von Siem Reap entfernt, Fahrt mit Bamboo Train) – Angkor Wat (3 Tage-Empfehlung von „We travel the world“) => Ausflug zum Tonlé Sap-See – Kardamomgebirge – […]

zwei auf achse
Gast
zwei auf achse

Hallo ihr Zwei, erst mal Danke für den tollen Reiseführer (Angkor Wat) 🙂 es war uns eine große Hilfe! Kambodscha ist laut Informationen aus dem Netz ein riesiges Malaria- Gebiet. Wir wollen gerne ans Meer doch haben bedenken. Wir sind zwar mit einer Malaria Standby- Therapie ausgerüstet, doch haben gelesen das zu einer Malariaprophylaxe geraten wird. Wie habt ihr das gehandhabt? Liebe Grüße zwei-auf-achse

Martin Merten
Webmaster

Danke für euren netten Kommentar. Das freut uns zu hören 🙂
Ans Meer sind wir nicht gereist. Da können wir leider nichts zu sagen. Aber in Südafrika zB haben wir Malarone im Hochrisikogebiet genommen. Wir sind da lieber auf der sicheren Seite. Und Nebenwirkungen hatten wir nicht.

LG
Martin

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[…] (3 Tage-Empfehlung von „We travel the world“) […]

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