Llachon – Schwimmende Inseln auf dem Titicacasee


 

Nachdem wir uns am 15.09.13, an Martins Geburtstag, und auch am 16.09.13 von der Wanderung und dem erlebten erholt hatten, ging es am 16.09.13 abends mit dem Bus nach Puno. Bis zu unserem Abflug aus Lima am 22. blieben uns also noch 5 Tage, in denen wir allerdings auch noch nach Lima reisen mussten. Nachdem wir am 17. früh morgens in Puno angekommen waren, merkten wir recht schnell, dass uns die Stadt nicht so recht gefallen wollte. So entschlossen wir uns nach einem gemütlichen Frühstück, gleich weiter auf die Halbinsel Capachica zu reisen und dort zwei Tage in Abgeschiedenheit zu verbringen. Also machten wir uns in einem, mit Einheimischen vollgepackten Kleinbus auf Richtung Llachon. Nach 1 1/2 Stunden erreichten wir Capachica, wo wir in einen anderen Kleinbus umstiegen und eine weitere Stunde über holprige Straßen mit vereinzelten Häuschen fuhren. Die Fahrt kostete insgesamt 7 PEN/Person, also 1,89€. In Llachon angekommen machten wir uns auf die Suche nach Valentin. In Llachon gibt es einige Familien, die einfache Unterkunftsmöglichkeiten anbieten. Valentin ist seit 1988 Bürgermeister und hat den (spärlichen) Tourismus für sein Dorf erschlossen und bietet selber Unterkünfte an. Später erfuhren wir auch, dass er den Bau des Dorfplatzes, den Anschluss an die Elektrizität und an die Kanalisation voran getrieben hat.
Die Unterkunft bei Valentin war sehr einfach aber gemütlich. Die Dusche funktionierte nicht, was uns aber für die zwei Tage nicht stören sollte. Im Preis von 90 PEN/Nacht waren Frühstück und Abendbrot mit eingeschlossen. Am ersten Tag bekamen wir aber auch ein Mittagessen. Bei Valentin kommen immer wieder Touristengruppen vorbei, die eine Tour über eine Agentur gebucht haben. Wie wir erfuhren, sind die meisten Besucher Deutsche, dicht gefolgt von Franzosen.
Am Ankunftstag unternahmen wir nicht viel, wir spazierten ein wenig am Strand entlang und genossen die absolute Stille. Kein Hundegebell oder Gehupe!
Am nächsten Tag besuchten wir dann, trotz vieler negativer Stimmen, die Schilfinseln der Urus. Wir wussten, dass die Inseln nur Show für die Touristen sind, daher waren wir auch nicht enttäuscht, dass das Ganze nicht wirklich authentisch ist. Für uns hatte es die Anmutung eines Freilichtmuseums. Und da wir nicht mit den Touri-Booten von Puno aus, sondern von Llachon mit einem Privatboot dorthin fuhren, kam das Geld auch direkt bei den Einheimischen an und wir bekamen eine private Einführung in die Historie. Der „Präsident“ der Insel erklärte uns, wohlgemerkt auf spanisch, wie die Urus diese Inseln konstruieren, wie und wovon sie leben usw. Zum Schluss wollte er uns noch eine Fahrt mit einem Schilfboot andrehen, da hatten wir aber keine Lust drauf. Der Besuch dauerte ungefähr eine dreiviertel Stunde und war ganz ok. Unser Bootsfahrer fragte dann, ob wir nicht noch zur Insel der strickenden Männer fahren wollten, aber da wir wussten, dass das genauso ein Touri Zirkus sein würde, lehnten wir ab. Wir verbrachten dann noch einen faulen Vormittag am See, nachmittags machten wir uns dann auf zum Aussichtspunkt. Oben angelangt stießen wir auf eine verlassene und verfallene Militärstation und konnten einen tollen Ausblick über den Titicacasee bis hin zur bolivianischen Cordillera Blanca genießen.
Abends ließen wir den Tag bei einem Glas Wein und Kartenspiel ausklingen. Am folgenden morgen machten wir uns dann, erneut in vollgepackten Kleinbussen, zurück nach Puno. Dort verbrachten wir eine Nacht, um am nächsten Tag, den 20.09.13, um 14 Uhr unsere 24-stündige Reise nach Lima anzutreten. Dort ging dann am 22.09.13 unser Flieger nach Los Angeles.

Die folgenden Bilder entstanden bei der Rückkehr vom Aussichtspunkt ins Dorf. Plötzlich war das ganze Dorf am tanzen, war schick rausgeputzt und das Fernsehen war anwesend.

 


 


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Carolin Steig

Carolin Steig

Projektmanagerin, Bloggerin & Weltreisende bei WE TRAVEL THE WORLD
Am liebsten draußen in der Natur unterwegs. Entweder zu Fuß oder mit ihrem Islandpferd.
Carolin Steig

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4 Kommentare auf "Llachon – Schwimmende Inseln auf dem Titicacasee"

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Joachim Steig
Gast
Joachim Steig

Endlich geht es weiter!!! Schön!

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[…] den Terrassen von Pisac fahren. Ein wenig in Cusco bleiben und mein Spanisch aufbessern. Dann zum Titicacasee. Kräuter sammeln in Llachon, am Leben einer Familie am Andenmeer […]

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[…] über ihren Ausflug zum Titicacasee gibts auf Caros und Martins Blog und weitere Erlebnisse der beiden kriegst du auf Facebook, Twitter […]

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