Peru – Unsere Tops & Flops

Peru lässt die Herzen aller Wanderbegeisterten höher schlagen: die Anden mit ihren sanften Hügeln bis schroffen, Schnee- und Eis bedeckten Bergen und diesem mythischen Licht haben für jeden etwas zu bieten.

Auch kulturell gibt es viel zu sehen. Neben dem weltweit berühmten Machu Picchu gibt es noch viele weitere, teilweise noch nicht erforschte Inka- und Präinkastätten zu entdecken. Zum Teil befinden sie sich von Dschungel überwuchert in unzugänglichen Gebieten und eine Wanderung dort hin kommt einer Expedition gleich.

Generell können wir aus unserer Erfahrung sagen, dass der Norden Perus mit Chachapoyas touristisch noch deutlich unberührter ist als der Süden und somit auch noch günstiger. Wer die Zeit hat, sollte sich diesen Teil des Landes nicht entgehen lassen.
Kulinarisch dagegen war der Norden nicht sehr vielfältig, hier stießen wir meist auf Pollo con Arroz (Hühnchen mit Reis) und gelegentlich auf Trucha (Forelle). Huanchaco, an der Westküste nördlich von Lima gelegen, bot uns da mit ausgezeichneter Ceviche (roher, eingelegter Fisch in diversen Varianten) und Causas (Terrine aus Kartoffelpüree mit Garnelen, Krebsfleisch oder Thunfisch und Avocado) sowie diverser Fischgerichte deutlich mehr Abwechslung. Im Süden kann man dann die Vielfalt an Kartoffeln und natürlich auch Cuy, Meerschweinchen, genießen. Wobei wir der Meinung sind, dass man nichts verpasst, wenn man es nicht probiert. Aber das müsst ihr selbst heraus finden.
 
 

Unsere Top 3

1. Salkantay Trek nach Machu Picchu

Diese Wanderung durch verschiedenste Landschaften mit dem krönenden Abschluss, dem Besuch der Inkastadt Machu Picchu am fünften Tag, war das absolute Highlight unserer Perureise. Wir sind überzeugt, dass der Besuch Machu Picchus nicht so überwältigend gewesen wäre, wenn wir einfach nur hin- und wieder zurück gefahren wären. So aber war es das Ziel unserer Wanderung und auf dem Weg erhielten wir bereits Einblicke in die faszinierende Kultur der Inka. Die Agentur Inti Sun Trek, über die wir die Tour gebucht haben, können wir nur wärmstens weiter empfehlen. Mehr erfahrt ihr in unserem Bericht.
Top Unterkunft in Cusco: Don Bosco war mit 45,- $ für ein Doppelzimmer mit Bad zwar nicht das günstigste, aber es hat sich gelohnt. Der Preis beträgt normalerweise 90,- $. Hier ließ sich aber problemlos handeln. Die Zimmer haben alle verschiedene Größen. Einfach alle anschauen und dann entscheiden.
Zu Teil 1
Zu Teil 2
Zu Teil 3

2. Chachapoyas

Dieses kleine Örtchen im Norden Perus hat einiges zu bieten. Ringsum sind sowohl kulturelle als auch natürliche Highlights wie Kuelap und der Gocta Wasserfall zu finden. Untergekommen sind wir im Hostel Revash, eine Empfehlung vom Izhcayluma in Ecuador. Das Hostel können wir allerdings wegen der Krabbelviecher, Schimmel und nicht gerade sauberen sanitären Anlagen nicht weiter empfehlen. Die Tour mit dem Hostel hat uns jedoch sehr gut gefallen.
Zu Teil 1
Zu Teil 2
Zu Gocta Wasserfall

3. Huaraz – Laguna Shallap

Der Weg zur Lagune ist lang und anstrengend und man muss sich ein Taxi organisieren. Aber die Landschaft entschädigt für alles. Ausserdem wird man bis auf ein paar Kühe sonst niemanden antreffen. Die Laguna Vilcacocha kann man sich hingegen sparen.
Top Unterkunft: Hostal Churup Preise sind auf der Seite zu finden.
Zum Artikel

 

Unsere Flops

1. Jaén & Hotel El Bosque

Die Stadt ist laut, staubig, dreckig und voll von Mototaxis. Wären wir länger als eine Nacht geblieben hätten wir wohl keine Luft mehr bekommen. Das Hotel ist absolut überteuert und seinen Preis nicht Wert. Die Brötchen beim Frühstück waren vom Vortag und der Kaffee sauer. Wir schlossen abends das Zimmer von innen ab und fanden kamen am nächsten morgen nicht mehr raus. Nach mehreren Rufen wurden wir ohne Entschuldigung befreit. Anhand der Reaktion vom Rezeptionisten konnten wir sehen, dass wir wohl nicht die ersten Gäste waren, denen das passierte.

2. Puno

Die Stadt ist nicht besonders sehenswert. Um den Titicacasee gibt es deutlich schönere Orte, wie z. B. Llachon
 
 

Transport

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Was den Transport angeht ist Peru, man mag es kaum glauben, äußerst komfortabel. Da die Entfernungen von A nach B unglaublich groß sind, werden hier, neben den gewöhnlichen Nahverkehrsbussen, für Langstrecken riesige Doppeldeckerbusse mit verschiedenen Sitzkategorien eingesetzt. Semi Cama, Cama und Super Cama. Alle Kategorien haben angenehm breite Sessel, die sich bei Super Cama zu 180° in die Horizontale bringen lassen, bei Cama und Semi Cama bis zu 160°. Jedes Busunternehmen hat da aber auch seine ganz eigenen Definitionen. Teilweise gibt es eigene LCD und teilweise nur für den ganzen Bus einen Bildschirm. Da lange Fahrten meist über Nacht gehen, kann man in diesen Bussen in der Regel wunderbar schlafen. Empfehlenswert ist bei kurvigen Strecken das Untergeschoss zu wählen, da man oben deutlich stärker hin und her gerüttelt wird. Aber man sollte nicht in der Nähe der Tür sitzen, da diese gerne aufgehauen wird. Auch das Essen unterscheidet sich von der Qualität. Je nach Fahrtdauer und Unternehmen werden 1-3 Mahlzeiten serviert. Und das Ticket kostet dann, je nach Fahrtdauer und Busgesellschaft, zwischen 20 und 60€/Person. Man könnte sagen, je günstiger die Fahrt bzw. das Unternehmen, desto weniger Komfort, Schnick Schnack und schlechteres Essen. Eventuell sogar auch weniger Kontrolle bei Reifen, Bremsen und Fahrerwechsel. Die besten Erfahrungen haben wir mit Movil Tours gemacht. Hier stimmte einfach alles. Cruz del Sur ist absolut überteuert und Civa oder Excluciva spart an allen Ecken und Enden und war das schlechteste Unternehmen.
 

Wissenswertes

➜ Peru ist im Vergleich zu Ecuador etwas teurer. Man kann aber Pollo con arroz wie immer sehr günstig bekommen. Wir sind mit 40€/Person/Tag dicke hingekommen.
➜ Ohropax während der Fahrt von Huaraz nach Lima sind wegen des Druckausgleichs nicht empfehlenswert.
➜ Hygiene Artikel (Rasierer, Shampoo, Sonnencreme, etc.) sind sehr teuer.
➜ Auch in Peru gilt: Eigenes Klopapier nicht vergessen. Auf den öffentlichen Toiletten gibt es meist kein Papier, oder man muss es dazu kaufen. Auch Feuchttücher und Desinfektionscreme in der Tasche haben.
➜ In Peru gibt es kein Taxameter. Immer den Preis vorher aushandeln!
➜ Busse sind sehr komfortabel.
➜ Incakola – In Peru eine Institution.
➜ Rauchende Leute haben wir nur in Lima gesehen – Hut ab!
➜ Immer die Zimmer genau unter die Lupe nehmen. Wegen der Bauweisen haben sie oft Schimmel!
➜ Die Peruaner haben trotz der so sehr naturverbundenen Religionen wenig übrig für ihre Umwelt. In den Dörfern wir jeglicher Müll in die Flüsse gekippt und kommt an den Stränden Perus wieder an. Deswegen: Wenn man mal eine Plastikflasche in den Bergen findet, einfach mal mitnehmen und im nächsten Mülleimer entsorgen. Irgendwann werden auch sie es verstehen.

 

Das nervt

➜ Die Taxifahrer hupen auch hier alles und jeden an. Es könnte ja sein, dass man mitgenommen werden möchte, oder es könnte ja sein, dass man einfach auf die Straße rennt ohne zu schauen. Oder oder oder.
➜ Die Taxifahrer in Lima sprechen einen gerne mal auf Hitler an und was er angeblich alles so tolles geleistet hätte. Und auch wie wir denn die Teilung von Deutschland aushalten würden. Höchst interessant …
➜ Vorsicht vor den Hunden. Sie sind nicht unbedingt Zärtlichkeiten gewöhnt und man sollte immer Ausschau nach Steinen oder Stöcken zur Verteidigung halten, wenn man nicht gerade in der Stadt unterwegs ist.
➜ Laute Latinomusik auf jedem Handy.
➜ Die Gänge des Mittagsmenüs werden im Norden Perus fast immer gleichzeitig serviert. Warum auch immer. Also Suppe schnell auslöffeln oder stehen lassen.

 
 
 

Carolin Steig

Carolin Steig

Projektmanagerin, Bloggerin & Weltreisende bei WE TRAVEL THE WORLD
Am liebsten draußen in der Natur unterwegs. Entweder zu Fuß oder mit ihrem Islandpferd.
Carolin Steig

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3 Kommentare auf "Peru – Unsere Tops & Flops"

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Joachim Steig
Gast
Joachim Steig

Sehr lesenswert!

Sandra Kollerer
Mitglied

Danke!

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[…] gutes über ihren Besuch zu erzählen. Ihre Tour haben sie über eine Agentur gebucht, was sie auch weiterempfehlen […]

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