Quito – Von Mitad del Mundo bis Rucu Pichincha

In und um Quito herum.

 

Quito – Eine 2,2 Millionen Hauptstadt auf 2.850 Metern

Seit Freitag, dem 26.07.13, sind wir in Quito. Die Landung auf dem erst 3 Monate alten Flughafen war sehr turbulent und die Leute um uns herum haben sich dermaßen übergeben, dass es bei uns nicht mehr lange gedauert hätte und wir mitgegöbelt hätten. Der neue Flughafen liegt fast 1 Stunde ausserhalb von Quito und wir haben uns von Gerardo und Irene (Privatunterkunft – „Gerardo e Irene Homestay“) abholen lassen. Der alte Flughafen liegt mitten in der Stadt und man hat wohl eingesehen, dass wenn mal ein Flugzeug abstürzen sollte, die ganze Stadt davon betroffen wäre. Der neue scheint aber genauso eine Fehlkonstruktion zu sein. Denn er ist nicht windgeschützt gebaut und so kommt es zu sehr starken Turbulenzen.

Nachdem wir uns in Costa Rica immer in kleineren Orten aufgehalten haben, war die 2,2 Millionen Hauptstadt erstmal ein Schock für uns. Nicht nur wegen der Höhe. Überall hupende Autos (jeder hupt jeden an), Hochhäuser, so viele Menschen, Lärm und überhaupt. Gerardo hat uns bei der Ankunft direkt erklärt, dass der Dunst über der Stadt nicht von den Autos kommt, sondern mächtig viel Staub von den umliegenden Bergen und Vulkanen aufgewirbelt wird. Täglich kann man sich hier einen halben Strand aus der Nase holen. Wir mussten uns auch erstmal mit Sonnencreme Lichtschutzfaktor 80 eindecken. Denn die Sonne sticht hier oben ganz schön. Auch Sonnenbrille, Kappe, Nasenspray und Augentropfen sind sehr hilfreich. Der Wind pfeift hier wie im Skiurlaub. Und durch den Temperaturunterschied von mindestens 1o Grad zu Costa Rica war uns die ersten Tage ganz schön kalt.

Es ist eine Stadt voller Kontraste. Auf der einen Seite die Partymeile Mariscal Foch. Mittwochs bis Samstags ist hier Party ohne Ende angesagt. Auf der anderen Seite eine wunderschöne Altstadt. Im nördlichen Teil stehen viele Hochhäuser und es wird gebaut was das Zeug hält. Im südlichen und umliegenden Teil wohnen die ärmeren Menschen und die Hänge sind so bebaut, dass es manchmal aussieht wie in Jerusalem. Quito ist interessant, vor allem auch weil man so viel machen kann. Man kommt sehr schnell zu den umliegenden Städten, kann von hier aus schnell in den Dschungel, nach Otavalo, verschiedenste Vulkane besteigen und auch zu den Galapagos Inseln fliegen. Letzteres ist jedoch sehr teuer. Man muss für eine 4 Tagestour schon mit 1200,- $ rechnen. Alleine die Flüge kosten schon einiges. Wir haben aber gehört, dass die Isla de la Plata ähnlich sein soll, nur für den kleineren Geldbeutel. Es ist aber halt nicht Galapagos. Wir werden mal schauen.

 

Rucu Pichincha – Auf den Hausvulkan von Quito

An die Höhe in Quito haben wir uns schnell gewöhnt und so sind wir schon am zweiten Tag (27.07.13) mit der Teleferico (Seilbahn) auf 4000 Meter gefahren. Von dort sind wir dann bis auf 4600 Meter gewandert. So eine Wanderung hat’s bei der Höhe ganz schön in sich. Bergauf ging es gefühlt nur in Zeitlupe. Dauernd musste man stehen bleiben, um durchzuschnaufen und den Herzschlag zu beruhigen. Es ist eine schöne Wanderung und man hat einen tollen Überblick über Quito. Bei gutem Wetter kann man ausserdem den Cotopaxi sehen.

 

Mitad del Mundo – Zur Mitte der Welt

Am 28.07.13 haben wir uns zum Mittelpunkt der Welt aufgemacht. Wenn man schon in der Nähe ist, gehört dies zum touristischen Pflichtprogramm. Und das, obwohl es noch nicht einmal der wahre Mittelpunkt der Welt ist. Den haben wir später auf unserer 4-tägigen Tour nördlich von Quito auf dem Weg nach Otavalo gesehen. Man macht das obligatorische Foto, kann sich noch ein paar Museen anschauen und fährt dann eigentlich auch schon wieder. Es hat uns wegen der ganzen Souvenirläden und Fressbuden stark ans Phantasialand in Brühl erinnert.

 
 


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Martin Merten
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Martin Merten

Freelance Art Director, Screendesigner & Blogger bei Martin Merten Kommunikationsdesign
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7 Kommentare auf "Quito – Von Mitad del Mundo bis Rucu Pichincha"

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Daniel
Gast

Hallo Ihr beiden,
bei so einer Wanderung geht man ganz schön an seine grenzen. Wir haben mal auf 3400 Metern, auf dem Top of Europe, eine 1 stündige Tour unternommen und das war schon hart. Aber nach euren Bildern zu urteilen haben sich die Strapazen gelohnt.

Habt Ihr die Meerschweinchen schon probiert?

PS: Danke für den Hinweis mit dem Flughafen in Quito, den werde ich glaube ich niemals anfliegen. 🙂
Liebe Grüße

Sandra Kollerer
Mitglied

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Vorallem als Vorbereitung auf den 5000 m Cotopaxi.

An Cuy haben wir uns noch nicht ran getraut 🙂

Daniel
Gast

Na dann wird es aber langsam Zeit, zumindest die Caro muss einmal probieren. 🙂

Stefanie Schwarz
Gast
Stefanie Schwarz

Hehe, ich hab letztes Jahr gleich neben dem alten Flughafen gewohnt und das war schon sehr scary wenn man an der Ampel steht und man denkt so ein Flugzeug fällt gleich auf einen drauf 😉 Die Isla de la Plata ist wirklich ganz nett, und jetzt gerade ist auch Paarungszeit der Buckelwale und man kann sie springen sehen, sooo schön! Und an der Küste gibt’s auch viiiel besseres Essen als in der Serra, unbedingt Encocado de pescado probieren 🙂 Viel Spaß und Glück Euch noch!

Sandra Kollerer
Mitglied

Danke für die Empfehlungen! Wir haben uns aber entschieden nicht an die Küste zu fahren und sind mittlerweile schon in Cuenca, wollen noch nach Vilcabamba und dann weiter nach Peru. Die Küste kommt dann nächstes ma dran 🙂

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[…] gerade in Ecuador unterwegs gewesen, haben dort den Cotopaxi bis zur Gletschergrenze bezwungen und Quito erkundet. Vor Ecuador war die erste Station der Weltreise Costa Rica und als nächste steht Peru auf dem […]

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[…] aber super und jeder Flug davon hat mir Spaß gemacht. Naja, zumindest bis auf die äußerst turbulente Landung in Quito (Ecuador). Die Airlines von Qatar und Fiji empfand ich als besonders angenehm. Selbst in der Economy Class […]

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