Von Gollum, Elben und der Armee der Toten

 

Die Lord of the Rings Location-Tour geht weiter

Der Tag nach dem Tongariro Crossing startete genau so regnerisch wie der Tag vor dem Crossing. Unser Plan, noch eine kleine Wanderung hier zu machen, fällt also ins Wasser und so machen wir uns am 27.10.13 auf Richtung Wellington. Wir wollten allerdings nicht direkt dorthin, sondern erst noch in den weiter südlich gelegenen Zipfel der Nordinsel. Dort gibt es in der Nähe von Cape Palliser die Putangirua Pinnacles, die auch bei „Herr der Ringe“ als Drehort dienten und sehr beeindruckend sein sollen. So machten wir uns also auf die ca. 410km lange Strecke, übrigens die längste, die wir in Neuseeland am Stück gefahren sind.

 
 


 

Ohakune – Gollum fängt einen Fisch

Zunächst aber führte uns der Weg noch zu zwei anderen Herr der Ringe Orte. Bei Ohakune fuhren wir Richtung Skifield, um dort den Teich zu suchen, in dem Gollum einen Fisch fängt (eingefleischte LotR Fans wissen was ich meine). Das Herr der Ringe Location Buch ist dabei keine gute Hilfe, anstatt einfach eine richtige Karte abzudrucken, in der die Location eingezeichnet ist, dienen selbst gemalte ”Karten“ als Orientierung und diese sind völlig unklar. Nach einigem Suchen fanden wir dann doch die entsprechende Stelle aus dem Film in der Nähe der Mangawhero Falls. Das Wetter hatte sich etwas gebessert und so beschlossen wir, noch eine kleine Wanderung zu den Waitonga Falls zu machen. Allerdings zog es sich bald schon wieder zu und es fing an zu schütten.
Durchnässt fuhren wir anschließend nach Ohakune, um uns dort beim Mittagessen zu stärken und aufzuwärmen.

 
 


 

Rangitikei River Gorge – River Anduin

Nun setzte sich doch langsam trockeneres Wetter durch und wir machten uns wieder auf den Weg. Nächster Zwischenstop: der Canyon vom Rangitikei River, der den Fluss Anduin im Film darstellt. Und der Canyon ist mit seinen 80 Metern Tiefe und dem tollen Gestein wirklich sehr beeindruckend. Die Mokai Bridge spannt sich über den Fluss, von hier kann man Bungee springen oder mit dem Flying Fox über die Schlucht gleiten. Uns hat allerdings die Aussicht gereicht. Vorbei an dem atemberaubenden Stormy Point Lookout fuhren wir also weiter Richtung Pinnacles.

 
 


 

Putangirua Pinnacles – Die Straße zum Dimholt

Mittlerweile war es schon 17:30 Uhr und wir überlegten doch noch einen Zwischenstop zu machen und am nächsten Tag zu den Pinnacles zu fahren. Allerdings erreichten wir keinen der in Frage kommenden Campingplätze und so entschlossen wir uns, so weit wie möglich zu fahren und dann irgendwo wild zu campen. Wir erreichten dann um 22 Uhr doch unser Ziel und fanden auch ein ausgezeichnetes Plätzchen zum übernachten. Am nächsten Tag sahen wir dann, dass 50m weiter der offizielle Campingplatz vom Departement of Conservation lag, den wir im Dunkeln aber nicht gesehen hatten. Naja, so haben wir Geld gespart.
Am nächsten morgen stehen wir um 6:00 Uhr auf und machen nach einem schönen Frühstück direkt am Meer die 3 stündige Wanderung zu den steil aufragenden Pinnacles. Diese schroffen Klippen aus Kieselsteinen und fest gebackenem Sand wurden durch Wind und Wasser geformt. Wenn man zwischen ihnen wandert wirken sie ganz schön bedrohlich. Man hört und fühlt ständig den Sand herunter rieseln und es geht in richtig enge Gänge und Spalten hinein. Man fühlt sich ganz wie Aragorn, Legolas und Gimli auf dem Weg zur „Armee der Toten“.

 
 


 

Cape Palliser – Zu den Seehunden

Nach der Wanderung fahren wir noch weiter bis kurz vor Cape Palliser und beobachten dort die Seebären, wie sie im Wasser spielen. Dann heißt es aber: Auf nach Wellington!

 
 


 

Kaitoke Regional Park – Rivendell oder Bruchtal

Na gut, immer noch nicht, wir fahren auf dem Weg natürlich noch in Rivendell, dem Sitz der Elben, vorbei. Es liegt nördlich von Upper Hut im Kaitoke Regional Park. Wieder war die Beschreibung im Locationguide so schlecht, dass wir zunächst falsch fuhren. Aber Martin ist da ja hartnäckig, manchmal zu meinem Leidwesen, und so fanden wir es nach gefühlter Ewigkeit doch. Allerdings ist hier nicht viel zu erkennen. Immerhin gibt es vor Ort einige Displays, die einem etwas zu dem Set und den einzelnen Drehorten erklären.

So, jetzt ging es aber echt weiter, langsam ging mir dieses Herr der Ringe Ding doch etwas auf die Nerven.

Wir entschieden uns für einen Campingplatz in Petone, ca. 20 Minuten ausserhalb von Wellington. Das Wetter war ganz gut und so machten wir uns noch ein paar Würstchen und ließen den Tag ausklingen.

 
 

Lord of the Rings Locations:

Ithilien – Gollum fängt einen Fisch:
Einfach in Ohakune Richtung Skifield (Turoa Ski Field) fahren. In der steilen Kurve nach den Mangawhero Falls führen kurze Trampelpfade zur Location.

Genaue Koordinaten gibt’s hier: DOC

River Anduin:
Mehrere Flüsse wurden für die Dreharbeiten genutzt. Wenn man aber zu dem Canyon möchte, muss man zum Rangitikei River. Der einfachste Weg ist den Schildern von „Gravity Canyon“ zu folgen. Man gelangt direkt zur Brücke, an der man auch einen Bungee Sprung wagen kann.

Putangirua Pinnacles – Die Straße zum Dimholt:
Die Location liegt an der Südspitze der Nordinsel an der Palliser Bay. Man kann auf einem DOC Campsite campen und einige Wanderwege erkunden. Am besten geht man durch das Flussbett zu den Pinnacles. Auf dem Rückweg kommt man an dem Weg zum Lookout vorbei. Dann kann man den Weg oben rum zurück zum Camp gehen.

Genaue Koordinaten gibt’s hier: DOC

Kaitoke Regional Park – Rivendell:
Rivendell ist die einzige Location mit Erklärtafeln vor Ort und auch Schildern zum Car Park. Der Weg nach Rivendell kann für das Navi jedoch eine Herausforderung sein. Man muss ganz genau bei der Abbiegung auf der SH2 aufpassen, sonst fährt man auf dem Highway hin und her. Man muss die Waterworks Road Richtung Hutt Forks Car Park fahren und kann direkt am Fuße von Rivendell parken. Der Park eignet sich auch perfekt für ein Picknick. Verwirrend: Man muss zum Kaitoke Park fahren und nicht wie im Buch falsch zu verstehen zum Pakuratahi Park. Die Location ist hauptsächlich animiert worden und man benötigt Vorstellungskraft, um sich hinein zu versetzen.

 
 

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Pinnacles auf einer größeren Karte anzeigen

 
 
 

Carolin Steig

Carolin Steig

Projektmanagerin, Bloggerin & Weltreisende bei WE TRAVEL THE WORLD
Am liebsten draußen in der Natur unterwegs. Entweder zu Fuß oder mit ihrem Islandpferd.
Carolin Steig

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3 Kommentare auf "Von Gollum, Elben und der Armee der Toten"

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Pa
Gast

schön das Frühstücksfoto! Vertragt Ihr Euch eigentlich noch, wo Ihr monatelang so zusammengluckt?

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[…] Halbinsel, Matamata (Hobbiton), Rotorua (geothermale Naturwunder), Tongariro Crossing (Mordor), The Pinnacles, Wellington. Auf der Südinsel: Abel Tasman Nationalpark, Heaphy Track, Hokitika Gorge, Wanaka, […]

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[…] Sei es die Wanderung durch Mordor zum Mount Doom (Tongariro Crossing) oder die Wanderung durch die Straße zum Dimholt (The Pinnacles). Es hat sich bis auf ein paar Ausnahmen immer gelohnt. Besonders beeindruckend war […]

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