Hausboot Irland Shannon Le Boat – Von Portmuna nach Carrick-on-Shannon

Hausboot Irland Tipps: In 7 Tagen mit dem Hausboot von Portumna nach Carrick-on-Shannon

Hausboot Irland Tipps: In 7 Tagen mit dem Hausboot von Portumna nach Carrick-on-Shannon

Hausboot Irland Sehenswürdigkeiten und Reisetipps

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Le Boat und Irland Tourismus. Er enthält Werbelinks mit unseren Empfehlungen. Mit der Buchung/dem Kauf über einen der Links erhalten wir eine Provision, mit der du unsere Arbeit unterstützt. Dich kostet es natürlich nichts extra! Danke für deine Unterstützung!

Auf dem Deck sitzen, dem Gluckern des Wassers am Bootsrumpf lauschen und die herrliche irische Landschaft an dir vorbei ziehen sehen. So habe ich mir immer eine Tour mit einem Hausboot in Irland vorgestellt.

Totale Entschleunigung und Entspannung, nichts als die weite des Landes und dieses unbeschreibliche Licht, dass dich hier umgibt. Und dieses Jahr war es dann soweit, ich konnte meine Vorstellung einem Realitätscheck unterziehen.

Während unserer Hochzeitsreise haben wir den Norden Irlands unsicher gemacht und den Wild Atlantic Way erkundet. Und haben uns in Irland verliebt! Diesmal stand nun eine Woche Hausboot auf dem Shannon mit Le Boat an. Und danach noch eine Woche mit dem Auto durch den Südosten cruisen.

In diesem Artikel erfährst du alles, was du für eine Hausboot Tour in Irland wissen und beachten musst. Außerdem zeigen wir dir unsere Route und was du entlang des Weges alles unternehmen und entdecken kannst.

Welches Hausboot in Irland nehmen?

Das ist vermutlich die alles entscheidende Frage und auch mit die erste, die dir vermutlich in den Sinn kommt, bei einer Hausboot Irland Tour. Da das Vergnügen nicht ganz günstig ist natürlich auch eine Frage des Budgets.

Zunächst einmal empfehle ich dir, so eine Tour mit mehreren Leuten zu unternehmen. Das ist einfach witziger und hat den praktischen Vorteil, dass du beim Rangieren durch Schleusen und beim Anlegen mehr helfende Hände hast. Und der Einkauf aber insbesondere die Kosten für das Boot können geteilt werden.

Hausboot Irland – Horizon 3 von Le Boat

Shannonbridge – Hausboot Irland Shannon Le Boat Hausboot Irland Shannon Le Boat

Wir waren mit dem Hausboot Horizon 3 von Le Boat unterwegs. Es gehört zu einer neuen Bootsflotte des Anbieters. Für eine Woche kostet das Modell ca. 3.300,00€ und bietet Platz für 6-7 Personen. Wir würden allerdings maximal zu sechst auf das Boot gehen. Es gibt natürlich auch günstigere Varianten.

Wir waren zu viert auf dem Boot und hatten somit reichlich Platz. Es gibt eine große Kabine im Bug und zwei kleine Kabinen links und rechts. Insgesamt also 3 Kabinen und 3 Badezimmer mit WC und Dusche. Sehr komfortabel.

Das Boot hat eine Länge von 13,50 m und ist 4, 35 m breit. Also ein richtig schöner Cruiser mit viel Platz.

Hausboot Irland – Welche Route?

Es gibt zahlreiche Routen. Unsere Route führte uns in 7 Tagen von Portumna nach Carrick-on-Shannon, mit einem Abstecher nach Lough Key (nordwestlich von Carrick-on-Shannon).

Dabei durchquerten wir zahlreiche Schleusen (ich habe sie nicht gezählt aber es dürften neun oder mehr gewesen sein). Und es geht über den großen Lough Ree, ein See mit zahlreichen Inseln.

Bei schlechtem Wetter solltest du diesen besser nicht befahren. Daher ist es gut einen Puffertag einzuplanen. Wenn du aber 1 Woche unterwegs bist, sollte das kein Problem sein.

Du kannst auch südlicher von Portumna starten und noch weiter nördlich nach Carrick-on-Shannon fahren. Hier heißt kreuzen sich dann der Fluss Shannon und Erne. Auf dem Erne heißt es allerdings noch mehr Schleusen zu überwinden. Viele davon auch ohne Hilfe von Schleusenwärtern.

Du kannst den Weg auch komplett anders herum fahren als wir, also von Carrick-on-Shannon nach Portmuna, oder den gleichen Weg auch wieder zurück. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Hausboot Irland – Was mitnehmen?

Ja was nimmt man denn so mit, auf ein Hausboot in Irland? Eigentlich ist es ja so wie eine Campertour. Nur cooler! Pack dir auf jeden Fall gemütliche Klamotten ein. Wir hatten Joggingbuxe, Hausschlappen und Kuschelsocken dabei.

Ansonsten am besten nach dem Zwiebelprinzip. In Irland kann es auch im Sommer ganz schön usselig sein. Manche Boote haben zwar auf Deck einen Windschutz vor dem Steuer, unseres hatte das aber nicht.

Und von oben hatten wir zum Rangieren einfach einen besseren Überblick. So sind wir echt nur bei ganz fiesem Wetter zum Steuern rein gegangen.

Für den ersten Abend kannst du dir über deinen Bootsvermieter eine erste Lebensmittelausstattung buchen. Wir haben das allerdings nicht genutzt.

Was nämlich richtig cool ist: In den meisten Orten mit Hafen gibt es einen Supermarkt. Dort machst du einfach deinen Großeinkauf und dann fahren die lieben Menschen vom Supermarkt dir den ganzen Kram zu deinem Boot. Kostenlos! Das würd’s bei uns nie geben.

Am besten aber vorher nochmal die Mitarbeiter im Supermarkt fragen. In Portumna und Carrick-on-Shannon ist das definitiv kein Problem. Und Kleinigkeiten kannst du überall besorgen.

Von zu Hause brauchst du eigentlich nichts mit bringen – höchstens vielleicht Salz und Pfeffer. Für Kaffee hatten wir einen französischen Kaffeebereiter, so dass wir nur den Kaffee kaufen mussten. Übrigens hat für 2 Kaffeetrinker eine kleine Packung Kaffee (267g) für 1 Woche gereicht.

In den Supermärkten vor Ort gibt es auch eine gute Auswahl an fertig gewürzten Grillsachen, als Fisch, Fleisch, etc. Das Boot Horizon hat schließlich einen Grill, den wir auch oft nutzten. Günstiger und besser sind sogar noch die Farmer Markets in den Orten.

Hausboot Irland – Wie komme ich zum Hafen?

Bevor das Vergnügen los gehen kann, musst du natürlich erstmal zum Ausgangspunkt kommen. Vom Flughafen Dublin bist du mit dem Auto ca. zweieinhalb Stunden nach Portmuna unterwegs. Wir haben uns für 35€ pro Person über Le Boat den Transfer dazu gebucht.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln musst du sicher 4-5 Stunden rechnen, hier haben wir allerdings keine Erfahrungswerte. Beachte, dass du am Starthafen noch eine umfangreiche Einweisung in das Boot erhältst. Diese dauert gute anderthalb Stunden. Und danach wird dir der Kopf rauchen, das verspreche ich dir!

Hausboot Irland – Brauche ich einen Bootsführerschein?

Nee, den brauchst du tatsächlich nicht. Obwohl wir uns zwischendurch darüber echt gewundert haben. Und wir einige Erlebnisse mit anderen Bootsfahrern hatten, bei denen wir nur mit dem Kopf schütteln konnten. Für einige Personen wäre ein Führerschein durchaus sinnvoll …

Bei der Einweisung fährst du auch eine Testrunde mit einem Mitarbeiter. Und du wirst in jedem Fall total überfordert sein und dich fragen, wie um Himmels Willen du dieses Ungetüm alleine steuern sollst!

Das Ungewohnteste ist, das die Lenkung erst mit einer Verzögerung anspricht. Das heißt du lenkst und nichts passiert. Dann lenkst du panisch noch stärker und plötzlich macht dein Boot eine 90 Grad Kurve.

Dann lenkst du hektisch in die andere Richtung und so fährst du garantiert am Anfang erstmal Zick Zack. Aber keine Panik – da gewöhnst du dich sehr schnell dran. Und das Wichtigste: Möglichst ruhig zu bleiben und dich nicht von deinen Mitreisenden verrückt machen zu lassen!

Ein bisschen Erfahrung mit Booten ist nützlich, aber nicht notwendig.

Hausboot Irland – Welche Extras machen Sinn?

Wir haben uns Fahrräder dazu gemietet. Du benötigst eigentlich nicht wirklich Räder, da du alles fußläufig erreichen kannst. Aber manchmal war es ganz gut, um ein wenig weiter raus zu kommen.

Besonders in Lough Key und Tarmonbarry. Auch am Start in Portmuna, um zum Abendessen zu kommen. Ansonsten kannst du dir auch ein Taxi nehmen.

Du kannst dir ein kleines Beiboot dazu buchen. Wir sind keine Angler und haben es nicht gemacht. Es hätte für uns das Anlegen aber auch immer nur erschwert.

Ein Grill ist an Bord der Horizon 3 vorhanden. Wenn du ein Boot ohne Grill nimmst, buche dir auf jeden Fall einen dazu. Wir haben oft gegrillt und es macht viel Spaß auf dem Wasser, bzw. am Hafen.

Hausboot Irland – Was ist, wenn wir mal Hilfe brauchen?

Wir hatten zweimal Probleme mit der Technik. Die Boote sind halt noch ganz neu und können Kinderkrankheiten haben. Man kann aber auch viel selbst falsch machen, bei so vielen Knöpfen. Einmal gingen die Kühlschränke nicht und einmal fiel die Pumpe der Dusche aus.

Das war aber überhaupt kein Problem. Wir haben den Service angerufen und innerhalb von einer halben Stunde oder oder am verabredeten Hafen standen sofort die freundlichen Mitarbeiter von Le Boat bereit und haben die Dinge mit wenigen Handgriffen repariert. Dieser gute Service hat uns sehr positiv überrascht!

Von Portumna nach Carrick-on-Shannon – alle Hausboot Irland Sehenswürdigkeiten, Highlights & Aktivitäten

Tag 1 – Von Portumna nach Shannonbridge

So startet unsere Hausboot Irland Tour. Ursprünglich war unser Plan, noch am Ankunftstag bis nach Banagher (ausgesprochen: Bänehör) zu fahren. Aber ganz ehrlich, das war völlig unrealistisch.

Wir waren so durch von der Anreise und insbesondere der Bootseinweisung, dass wir nur noch Einkaufen waren, Essen gegangen sind und ins Bett gefallen sind.

Wir empfehlen dir auch, dir für den Ankunftstag nicht zu viel vorzunehmen. Lieber erstmal das Boot einrichten und ankommen.

Auf geht’s nach Shannonbridge

Für uns ging es dann am nächsten Morgen frisch ausgeruht bei strahlendem Sonnenschein raus auf den Shannon. Die erste schwierige Aufgabe war direkt, das Boot von dem engen Anleger auf den Fluss hinaus zu bekommen. Aber Martin hat das souverän gemeistert.

So schipperten wir völlig euphorisch in Richtung Shannonbridge. Mit uns auf dem Boot waren Martins Neffe Flo und seine Freundin Michelle. Die beiden waren sowieso völlig aus dem Häuschen.

Hausboot Irland Shannon Le Boat Hausboot Irland Shannon Le Boat

Und an diesem ersten Tag stimmte die Realität ziemlich genau mit meiner Vorstellung so einer Hausboot Tour in Irland überein. An uns vorbei zog die wunderschöne irische Landschaft, das Wasser lag spiegelglatt da und am Ufer grasten Kühe. Hin und wieder fuhren wir an Anglern vorbei, die freundlich grüßten. Hach, das Leben ist schön!

Mittagspause in Banagher

Banagher Kirche – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Zum Mittag legten wir in Banagher an. Flo, der schon öfter Motorboot gefahren ist und so ein ganz gutes Gefühl für das Boot hatte, übernahm ab sofort die Anlege-und Schleusen-Manöver.

Wir hatten uns Räder zum Boot dazu gemietet und erkundeten das Städtchen auf dem Rad. Zum Mittagessen ging es ins Flynns, da gab es ein sehr gutes Mittagsbuffet.

Dann ging es weiter bis nach Shannonbridge. Wir fuhren zunächst unter der schönen Brücke hindurch, die dem Ort seinen Namen gab, in der Hoffnung dort am Anleger einen Platz zu bekommen. Leider war hier schon alles belegt. So fuhren wir wieder zurück und legten seitlich an der Hafenmauer an.

Grill-Time und irische Musik

Shannonbridge – Hausboot Irland Shannon Le Boat Shannonbridge – Hausboot Irland Shannon Le Boat Shannonbridge – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Shannonbridge besteht eigentlich nur aus der Hauptstraße mit der Brücke aus dem 18. Jahrhundert und drei Pubs. Nach einem herrlichen Abendessen, mit Grillen auf dem “Upper-Deck” unserer Yacht, machten wir uns noch auf ins Luker’s.

Der Pub ist aus dem 17. Jahrhundert und liegt direkt am Hafen. Hier gab es super leckeres, lokales Bier und später noch irische Musik und Whiskey im alten Teil vom Pub.

Wenn du hier in Irland einen Whiskey bestellst, kostet der meist nicht mehr als ein Pint Bier. So zwischen 4,50€ und 5,00€.

Tag 2 – Von Shannonbridge nach Athlone

Hausboot Irland Shannon Le Boat

Die Nacht war kalt, wir hatten keine Heizung an und so wurde ich nachts wach und musste das Fenster schließen. Martin und ich wachten früh auf, der Himmel war strahlend blau und Dunst lag über dem Shannon. Was ein wunderschöner Moment!

Nach einem gemütlichen Frühstück schipperten wir los. Unterwegs machte Martin diese irren Drohnenaufnahmen.

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Kloster Clonmacnoise

Clonmacnoise – Hausboot Irland Shannon Le Boat Clonmacnoise – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Unser erster Stopp waren die Klosterruinen von Clonmacnoise. Sie stammen aus dem 6. Jahrhundert und entwickelten sich zum geistigen, geistlichen und handwerklichen Mittelpunkt Irlands. Heute gehört die Anlage zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Irlands.

Von Clonmacnoise ging es weiter nach Athlone zu einem unserer persönlichen Höhepunkte der Irlandreise: Golfunterricht im Athlone Golf Club! Denn was bei uns aufgrund der unerhörten Preise den feinen Pinkeln vorbehalten ist und ein völlig versnobtes Image hat, ist hier Volkssport. Und wie wir finden zu Recht!

Hausboot Irland Top Tipp: Putten, pitchen und Buggy fahren

Athlone Golf Club – Hausboot Irland Shannon Le Boat Athlone Golf Club – Hausboot Irland Shannon Le Boat Athlone Golf Club – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Der Golfclub liegt nicht direkt in Athlone sondern in Hodson Bay, etwa eine halbe Stunde Fahrt von der Stadt entfernt.

Wir erhielten von Kevin unserem Lehrer einen dreistündigen X-treme Crashkurs mit Putten, Abschlag üben und einer Runde auf dem 18 Loch Kurs und vor allem Buggy fahren! Und wir hatten soooo einen riesigen Spaß!

Kevin war ein super genialer Lehrer und wir haben uns, glaub ich, ganz gut gehalten. Wir haben in zweieinhalb Stunden das gemacht, was er sonst über 3 Wochen mit seinen Schülern macht. Wenn du dort vorbei kommst und auch einen Kurs machen möchtest, schreib ihm einfach über seine Facebook Seite. Und bestell schöne Grüße von uns!

Bestes Seafood Chowder!

Athlone – Hausboot Irland Shannon Le Boat Athlone – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Nach dem Golfkurs waren wir ganz schön geschafft. Weil wir keine Lust hatten mit dem Boot zurück nach Athlone zu fahren, nahmen wir uns ein Taxi in die Stadt. Hier können wir dir das Pub Gertie Browne sehr empfehlen. Unbedingt hier die sehr gute Seafood Chowder und Fish & Chips essen, ein irischer Klassiker!

Danach ging es noch auf einen Whiskey in Seans Bar, dem (angeblich) ältesten Pub nicht nur Irlands sondern der ganzen Welt aus dem Jahre 600. Eigentlich auch egal, der Whiskey war lecker und die Stimmung gut.

Tag 3 – Von Athlone nach Tarmonbarry

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Nach einem wieder mal atemberaubenden Sonnenaufgang und strahlend blauem Himmel beim Frühstück verschwand die Sonne sehr schnell hinter einer grauen Wolkendecke. Diese sollte uns dann für den Rest des Tages begleiten. Das ist Irland!

Hausboot Irland: Querung des Lough Ree

Hausboot Irland Shannon Le Boat Hausboot Irland Shannon Le Boat

Heute hieß es den Lough Ree zu überqueren. Wir waren früh dran und so lag der See noch völlig ruhig und unbefahren vor uns. Außer der Überquerung des Sees und einer Mittagspause in Lanesborough wo das Wetter kurzfristig etwas besser wurde, machten wir heute nichts besonderes. Aber dafür kochten wir leckere Pasta!

Hausboot Irland Shannon Le Boat Hausboot Irland Shannon Le Boat

Ich nutzte das Nichtstun und las stundenlang in meinem Buch. Wann habe ich das das letzte Mal getan?! Schließlich war wieder Schleusen-Time in Tarmonbarry.

Als wir ankommen liegen bereits zwei Boote auf der linken Seite, wir dürfen aber noch einfahren. Flo manövriert uns exzellent ein, auch wenn das andere Boot links die Leinen viel zu locker lässt und somit weit in die Schleuse rein steht.

Drama an der Schleuse

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Der Schleusenwart gibt es uns zu verstehen, dass wir als zweites rausfahren sollen. Martin verständigt sich darüber mit dem Boot links neben uns, auch Deutsche.

Als Flo losfahren will, geben die Deutschen neben uns jedoch voll Gas! Der Mann, der auf dem Boot vorne steht fällt dabei hin, zum Glück aber nicht ins Wasser. Der Schleusenwart und wir rufen ihnen zu was das soll, aber der Fahrer gibt weiter Vollgas. Er hat das Boot null unter Kontrolle und schlingert von links nach rechts. Dabei ratscht er mit der ganzen Seite an der Schleusenwand entlang. Zum Glück hat er uns nicht gerammt.

Sorry, wenn ich das jetzt sage aber das war so typisch deutsch. Schon als wir in die Schleuse gefahren sind haben die nur geglotzt, nicht gegrüßt und sich auch nicht darum gekümmert, dass ihr Boot eng an der Mauer steht damit wir leichter rein können. Und dann Hauptsache als erstes raus, damit sie ja noch einen Liegeplatz bekommen. Absolut unverständlich.

Wir sind dann ganz gemütlich raus gefahren und haben einen wunderbaren Anlegeplatz hinter der Schleuse bekommen. Dort war dann wiederum ein sehr netter deutscher Herr, der unsere Leinen entgegennahm und uns half in die kleine Lücke zu kommen. So gehört sich das unter Bootsfahrern.

Radtour entlang des Royal Channel auf den alten Treidelpfaden

Hausboot Irland Shannon Le Boat

Von Tarmonbarry machen wir dann am Abend noch eine kleine Radtour entlang des Royal Channels. Wir fahren durch das nette Örtchen Cloondara und genießen die Aktivität auf dem Rad.

Abendessen mit Kater

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Anschließend lassen wir den Abend ganz gemütlich auf Deck beim Grillen ausklingen. Und bekommen noch Besuch von einem süßen Kater, der sich bei Michelle und Flo in die Decke einrollt.

Tag 4 – Von Tarmonbarry nach Carrick-on-Shannon

Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen von dem putzigen Kater. Die Nacht schien er vor unserer Tür auf dem Handtuch verbracht zu haben, das wir ihm dort hingelegt hatten. Uns hat es fast das Herz gebrochen!

Ich dachte ja, er würde einfach gehen als wir ihn auf die Quaimauer setzten. Aber er versuchte direkt wieder auf’s Boot zu springen! Und als wir ablegten dachte ich kurzzeitig “jetzt springt er!”. Aber er blieb dann doch da hocken und schaute uns hinterher. Voll traurig!

Der Tag heute ist grau und es regnet immer mal wieder. Wir erreichen Carrick-on-Shannon am Nachmittag und erkunden das nette Städtchen ein wenig.

Die kleinste Kapelle Europas

Carrick-on-Shannon – Hausboot Irland Shannon Le Boat Carrick-on-Shannon – Hausboot Irland Shannon Le Boat Carrick-on-Shannon – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Du findest hier zum Beispiel die kleinste Kapelle Europas oder kannst dir das Armenhaus aus der Zeit der großen Hungersnot bei der “Workhouse Attic” Führung anschauen. Wir sind einfach nur ein wenig durch die Gassen geschlendert, haben uns die Kirche angeschaut und nach einem Platz zum Essen gesucht.

Abends ließen wir uns im The Oarsman kulinarisch ganz schön verwöhnen. Hier musst du unbedingt die Muscheln im Cidersud essen, super lecker! Anschließend gingen wir noch für den obligatorischen Whiskey in Flynn’s Pub, wo Live Musik gespielt wurde. Der Pub scheint kürzlich modernisiert worden zu sein, ist aber trotzdem sehr gemütlich

Donnerstags ist auf dem Market Yard, einem hübschen Innenhof, von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr Bauernmarkt. Hier kauften wir uns am nächsten Morgen frischen Lachs, Käse und Oliven. Übrigens gibt es in Carrick-on-Shannon auch einen Lidl. Nur so zur Info.

Tag 5 – Von Carrick-on-Shannon nach Lough Key Forest Park

Hausboot Irland Shannon Le Boat

Heute hieß es den letzten Stopp unserer Hausboot Tour ansteuern – den Lough Key Forest Park. Die Fahrt dorthin dauert ca. 3 Stunden. Hier wird der Shannon sehr schmal und manchmal muss man warten, bis entgegenkommende Boote vorbei gefahren sind.

Auf dem Weg liegt auch noch eine letzte Schleuse. Als wir in die Schleuse fahren sehen wir gerade noch ein Motorrad davon Fahren. Weit und breit ist kein Schleusenwart zu sehen, die sonst immer bereit stehen und die Seile entgegen nehmen. Egal, wir machen uns also selber fest.

Wir merken dann recht schnell, dass der Motorradfahrer wohl der Schleusenwart war, der sich vermutlich in die Mittagspause verdrückt hat. Wir warten zunächst noch etwas ab und beschließen dann, uns auch Mittagessen zu kochen. Hoffentlich kommt er jetzt nicht zurück!

Langsam füllt sich die Schleuse und wirklich fünf Minuten, nachdem wir mit unserem Essen fertig sind, kommt der Schleusenwart zurück. Perfektes Timing würde ich sagen.

Wir sind mittlerweile eine ziemlich eingespielte Crew und Flo kann das Boot auch durch Engstellen perfekt manövrieren. Bei manchen Schleusen öffnet sich nämlich nur ein Tor. Ich glaub ja die machen das mit Absicht, damit es mal ein bisschen was zu sehen gibt.

Hausboot Irland Top Tipp: Castle Island

Lough Key Castle Island – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Wir erreichen ohne weiteren Zwischenfall Lough Key. Der See ist wirklich toll gelegen und besonders spektakulär ist hier Castle Island. Eine winzige Insel mit einer beeindruckenden Schlossruine. Und die Geschichte dazu ist noch spektakulärer! Ich will nicht zu viel verraten aber ein Blitzschlag spielt hier eine große Rolle.

Du kannst die Insel selbst nicht besuchen, da sie in Privatbesitz ist. Und für die Boote ist das Wasser dort auch zu seicht. Es gibt wohl eine geführte Tour, bei der man mit einem kleinen Boot um die Insel fährt. Ob man die Insel dabei betreten kann wissen wir nicht.

Besuch der Boyle Abbey

Boyle Abbey – Hausboot Irland Shannon Le Boat Boyle Abbey – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Wir haben Glück und erwischen gerade noch den kleinen Shuttle Bus, der vom Besucher Parkplatz des State Forest Parks nach Boyle fährt. Dort wollen wir Boyle Abbey besuchen, eine Ruine einer Zisterzienserabtei aus dem 13. Jahrhundert. Die ca. 10 minütige Fahrt kostet 1 Euro.

Die Ruine erinnert uns total an Kloster Eberbach im Rheingau, wo wir 2015 geheiratet haben. Ist ja auch ungefähr die gleiche Zeit. Du kannst hier entweder eine Self-guided Tour machen oder bei einer Führung teilnehmen. Die dauert ca. eine dreiviertel Stunde.

Kings House

Boyle Kings House – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Danach kannst du noch das Kings House besichtigen. Der Kings Familie wurde die Boyle Abbey im 16. Jahrhundert als Belohnung für ihre treuen Dienste gegenüber dem englischen Königshaus übertragen. Die Ausstellung über die Kings Familie und auch die verschiedenen Epochen in Boyle ist ganz nett gemacht aber auch ein bisschen angestaubt.

Um die Zeit bis zur Rückfahrt des Shuttles (18:30 Uhr) zu überbrücken gingen wir noch ins James Clarke Bar & Restaurant. Das Interieur ist nicht so ansprechend, die süßen Leckereien dafür umso mehr.

Den Abend verbrachten wir dann gemütlich mit Kniffel und Cider auf dem Boot.

Tag 6 – Von Lough Key Forest Park zurück nach Carrick-on-Shannon

Bevor wir wieder zurück nach Carrick-on-Shannon fuhren, hatten wir noch Zeit den Forest Park zu erkunden. Der Park ist sehr beliebt bei Familien und insbesondere am Wochenende kann es voll werden. Wir machten als erstes den kleinen Baumwipfelpfad, das dauert ca. eine dreiviertel Stunde.

Lough Key – Hausboot Irland Shannon Le Boat Lough Key – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Es gibt hier außerdem einen Abenteuerspielplatz und “Boda Borg”, so etwas ähnliches wie Escape Room. Für Kinder ein wahres Paradies.

Radtour durch den Lough Key Forest Park

Lough Key – Hausboot Irland Shannon Le Boat Lough Key – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Wir erkundeten den Park noch mit dem Rad und entdeckten auch die Ruinen des Kingston Hall Mansion. Ein toller Fotospot – unvorstellbar wie wunderschön das Haus früher gewesen sein muss. Der Wald Lough Key Forest beherbergt übrigens wunderschöne Alleen mit großen Mammutbäumen gespickt.

Zum Mittagessen grillten wir dann ein letztes Mal auf dem Boot. Den leckeren Fisch den wir tags zuvor auf dem Markt gekauft hatten.

Und dann hieß es Leinen los und zurück nach Carrick-on-Shannon, wo wir unsere letzten Abend im Barrelstone Pub mit leckerem Craft Beer verbrachten.

Tag 7 – Reinigung und Abgabe Hausboot Irland

Abgabe des Hausbootes ist laut Vertrag bereits um 09:00 Uhr. Auftanken und Schmutzwasser Entsorgung hatten wir bereits tags zuvor erledigt. Übrigens reicht der Grau- und Schwarzwasser Tank bei vier Personen dicke für eine Woche.

So fegten wir am Morgen nur noch einmal durch und gaben unsere Schlüssel und die Karte an der Rezeption ab. Für uns fing nun die zweite Woche unserer Irlandreise an, der Roadtrip durch den Südosten. Dafür stand unser Mietwagen bereits an der Rezeption von Le Boat bereit.

Besuch bei der Tullamore Distillerie

Tullamore Whiskey – Hausboot Irland Shannon Le Boat Tullamore Whiskey – Hausboot Irland Shannon Le Boat

Für Flo und Michelle hieß es nun, die Heimreise antreten. Wir brachten sie noch zum Flughafen. Vorher machten wir aber noch einen Abstecher zur Tullamore D. E. W. Whiskey Distillerie, bei der wir an einer Führung teilnahmen. Die Fahrt dorthin dauerte anderthalb Stunden.

Achtung: Du musst darauf achten, dass du in dein Navi das Visitor Center eingibst, ansonsten landest du bei den Produktionshallen. Dort kannst du auch eine Führung machen, die kostet aber 150,00€.

Wir machten die Curious Taster’s Journey für 14,00€ pro Person. Die Tour war kurzweilig gemacht und zum Schluss durften wir 3 verschiedene Sorten probieren. Da Martin und ich ja noch fahren mussten, konnten wir nur ein bisschen nippen. Dafür bekamen wir aber zwei kleine Fläschchen für zu Hause geschenkt!

Von dort ging es dann in ca. einer Stunde Fahrt zum Flughafen, wo wir uns von Flo und Michelle verabschiedeten.

Hausboot Irland Tour Fazit

Wir hätten es nicht gedacht, aber wir würden es wieder tun! Die Hausboot Irland Tour war großartig und mal etwas ganz anderes als mit einem Campervan oder Auto das Land zu erkunden. Du siehst das Land aus einer anderen Perspektive und vor allem die Entschleunigung tut richtig gut. Wir können die Tour wirklich nur weiterempfehlen.

Hausboot Irland – Reisetipps zur Hochsaison und zum Umgang untereinander

Wir waren im Übergang zur Nebensaison unterwegs und selbst da war es teilweise an den Häfen und Schleusen relativ voll. Keine Panik, wenn du keinen Anlegeplatz findest! In Irland ist es normal sich auch mal in zweiter Reihe an einem anderen Boot festzumachen. Dann muss man halt über das andere Boot klettern, wenn man raus möchte.

Auch wenn du jemanden siehst der am Hafen anlegen möchte. Reiche eine helfende Hand, um mit dem Seil das Boot festzumachen. Denn das Anlegen ist für fast alle schwierig und stressig.

Sauge die irische Mentalität auf – miteinander sprechen und sich gegenseitig helfen ist hier die Devise!

Irland Reiseführer und Karten

Du suchst noch weitere Irland Reisetipps und Inspirationen? Hier findest du alles zu Irland. Schau auch mal in unseren Artikel zum Wild Atlantic Way, was du im Boyne Valley nicht verpassen darfst und was du in Nordirland auf der Causeway Coastal Route sehen solltest.

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Carolin Steig

Carolin Steig

Projektmanagerin, Bloggerin & Weltreisende bei WE TRAVEL THE WORLD
Am liebsten draußen in der Natur unterwegs. Entweder zu Fuß oder mit ihrem Islandpferd.
Carolin Steig

1 Kommentar

  1. Klingt nach einer abenteuerlichen Reise. Ich habe einige deiner Posts gelesen und wollte fragen, welche Erfahrungen du mit Mietwagen Roadtrips gemacht hast.
    Und hast du bestimmte Apps, die dir das Reisen erleichtern (das Planen davor, die Organisation währenddessen) bzw. hast du überhaupt einen solchen Bedarf?
    Liebe Grüße,
    Yaren

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