Hue – An den Ufern des Parfümflusses


 

Trübes Wetter in Hue

Am 07.02.14 verließen wir schließlich Hanoi in Richtung Hue. Aufgrund der Tet Ferien waren die Preise für die Transportmittel alle recht hoch, die 15-16 stündige Fahrt mit dem Nachtzug sollte 85,-$ kosten (sonst 30-40$)! Wir entschlossen uns daher für die komfortablere Variante des Fliegens, die uns genauso viel kostete aber nur 1 Stunde dauerte.
Es erwies sich auch so als gute Entscheidung, denn Martin ging es mit einer beginnenden Erkältung gar nicht gut.
In Hue angekommen ließen wir uns zunächst zum vom Lonely Planet empfohlenen Google Hotel fahren. Aber wie so oft bei den Lonely Planet Empfehlungen war es mit 25,-$ überteuert und das Geld nicht wert. Die Zimmer rochen schimmelig und sahen ungepflegt aus.
Wir ließen uns von einem Rikschafahrer bequatschen, von dem wir uns zu einer weiteren Lonely Planet Empfehlung fuhren ließen. Wir handelten vorher mit ihm den Fahrpreis aus. Als er uns absetzte, wollte er plötzlich das Doppelte haben, der Preis sei ja für eine Person gewesen (und eh schon überteuert). Da lachten Martin und ich aber kräftig und machten ihm klar, dass wir uns nicht verarschen lassen. Da setzt der Kerl doch glatt auf die nächste Masche und fängt an zu heulen! Ich dachte ich werd nicht mehr. Wir bestanden natürlich auf unser Wechselgeld, also teilweise nimmt das mit der Touristen-Abzocke echt unschöne Ausmaße an.

Das Hostel Huenino gefiel uns sehr gut, allerdings ebenfalls mit 25,-$ sehr teuer. Es hat auch Zimmer für 18,-$ direkt an der Lobby/dem Frühstücksraum. Wir buchten also nur für eine Nacht. Wir haben nun schon oft festgestellt, dass die Empfehlungen des Lonely Planets überteuert sind und haben auch oft das Gefühl, dass die Hotels sich darauf ausruhen und dadurch in der Qualität nachlassen. Meist nehmen wir daher nur bei Ankunft eins aus dem Reiseführer und schauen dann vor Ort. So auch diesmal, es gibt viele sehr günstige und saubere Unterkünfte in Hue (und auch in anderen Städten in Vietnam). Am besten gefiel uns das Four Seasons Hotel, in der gleichen Gasse wie das Huenino.  Hier kamen wir für 17,-$ Mit Frühstück unter. Michael und seine Frau Laura kümmern sich rührend um ihre Gäste, an einem Abend luden sie uns sogar mit anderen Gästen zum Abendessen ein. Michael fragte jeden Tag nach Martins Befinden und brachte im Ingwertee ans Bett.
Michael hat in Japan studiert und geht immer wieder für zwei Monate dort arbeiten. Er verdient dort soviel, dass seine Familie davon 5 Monate leben kann und sie sich so den Traum vom eigenen Hotel erfüllen konnten.
Martin war die Tage in Hue von der Erkältung so schlapp, dass wir nicht viel unternahmen. Am 11.02.14 ging es ihm besser so dass wir uns noch die Zitadelle am Nordufer des Parfümflusses anschauten. Leider regnete es den ganzen Tag.

 
 


 

Danang und die Marble Mountains

Am 12.02.14 ging es dann per Privattour nach Hoi An. Auf dem Weg stoppten wir auf dem Hai Van Pass, von wo aus man bei klarer Sicht einen tollen Blick auf Danang und und das Meer hat. Bei uns war es recht neblig. An dem Pass halten viele der Touren und so gibt es dort auch wieder die üblichen Touri-Fallen. Die Klodame, die uns versicherte, die Toilette sei umsonst, drängte anschließend doch sehr darauf, dass wir etwas kaufen sollten. Als ich ihr 5000 Dong (ca. 0,20€) in die Hand drückte, für die Klobenutzung ist das ja auch ok, sagte sie doch glatt wie aus der Pistole geschossen “Ten!”. Wir ignorierten das und gingen. Leider ist das hier teilweise echt anstrengend, man hat immer das Gefühl über den Tisch gezogen zu werden. Wir glauben bei den Preisen keinem Vietnamesen mehr und darunter leidet dann der ein oder andere Ehrliche.

Unser nächster Stop waren die „Marble Mountains“ (Marmor Berge) in Danang, das sind fünf Marmor- und Kalksteinfelsen, die hier aus der Landschaft und der Stadt ragen. Auf einem der Berge, dem Thuy Son Berg, sind buddhistische Heiligtümer errichtet, die wir besuchten. Hier befinden sich einige Höhlen, die als Schreine genutzt werden sowie Pagoden und Tempel. Das hat uns sehr gut gefallen.
Gegen 17 Uhr erreichten wir dann unser Hotel in Hoi An, das Hai Au. Das Hotel gefiel uns sehr gut und so blieben wir die ganze Zeit. Da wir uns hier unsere Hochzeitsbekleidung schneidern ließen, dehnte sich der Aufenthalt in dieser gemütlichen Kleinstadt auf 7 Tage aus.
 
 


 
 
 

Carolin Steig

Carolin Steig

Projektmanagerin, Bloggerin & Weltreisende bei WE TRAVEL THE WORLD
Am liebsten draußen in der Natur unterwegs. Entweder zu Fuß oder mit ihrem Islandpferd.
Carolin Steig

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4 Kommentare auf "Hue – An den Ufern des Parfümflusses"

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R J
Gast

Habt ihr schon einen Termin um die Kleidung zu tragen? Gibt es schon Fotos? Viele Grüße von uns 4

Carolin Steig
Gast
Carolin Steig

Nee noch nicht, erstmal müssen wir kräftig sparen für die Sause 😀 Fotos gibt es aber die bleiben natürlich geheim bis zum Tage des Ereignisses 😉
Viele liebe Grüße!

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[…] der Reihe “Schätze der Welt”. Einen weiteren Reisebericht haben Caro und Martin von We travel the World […]

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