Prättigauer Höhenweg

Prättigauer Höhenweg – 4 Tage durch Almwiesen und schroffe Bergwelten ins Heidiland [+Packliste]

Prättigauer Höhenweg – 4 Tage durch Almwiesen und schroffe Bergwelten ins Heidiland [+Packliste]

Prättigauer Höhenweg – Eine der schönsten Fernwanderungen der Schweiz

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Graubünden Ferien. Er enthält Werbelinks mit unseren Empfehlungen. Mit der Buchung/dem Kauf über einen der Links erhalten wir eine Provision, mit der du unsere Arbeit unterstützt. Dich kostet es natürlich nichts extra! Danke für deine Unterstützung!

Unsere Liebe zum Wandern und Weitwandern haben wir auf unserer Weltreise entdeckt. Vorher hatten wir daran nur die üblichen Kindheitserinnerungen “oh nää, nicht schon wieder wandern” und “wann sind wir endlich daaaa?”.

Das du beim Wandern aber in entlegenste Ecken gelangst, dich und deinen Körper richtig kennenlernst und deine Grenzen auslotest, diese Erfahrungen haben wir erst später zu schätzen gelernt.

Und seitdem sind wir süchtig danach. Wir versuchen so oft es geht die Welt zu Fuß zu erkunden. Und so waren wir mehr als happy, als uns Graubünden Ferien zum zweiten Mal in die wunderschönen Bergwelten Graubündens einlud.

Nachdem wir letztes Jahr in der Greina Ebene unterwegs sein durften, ging es dieses mal zum Weitwandern auf den Prättigauer Höhenweg.

Der Prättigauer Höhenweg

Der Prättigauer Höhenweg führte uns in vier Etappen und auf 67 km von Klosters bis nach Malans, ins Heidiland. Der Weg und die Landschaft sind in diesen vier Tagen so vielfältig und abwechslungsreich, dass es wir aus dem Staunen gar nicht mehr raus kamen. 

Tipp: Der Weg ist andersrum zwar anstrengender, dafür hast du aber den Blick immer auf die Highlights der Bergwelt gerichtet. So wie wir ihn gewandert sind lohnt es sich in jedem Fall, immer mal wieder anzuhalten und dich umzudrehen.

Prättigauer Höhenweg Tag 1 – Von Klosters zum Bergaus Sulzfluh

Länge: 12,7 km
Dauer: ca. 5:30 Stunden
Besonderheiten: Selbstbedienungs-Kiosk, Bergpanorama, Trottinetes
Übernachtung: Berghaus Sulzfluh

Den ersten Tag starten wir recht gemütlich und gut gestärkt vom schönen Hotel Wynegg in Klosters aus. Da der Tag mit 5 1/2 Stunden geplant ist, fahren mit der Madrisa Bahn hinauf zur Madrisa Alp. Wenn du von Klosters aus laufen möchtest, muss du mindestens zwei Stunden mehr einrechnen.

Auf der Madrisa Alp angekommen, sehen wir direkt die gelben Schilder mit der grünen 72, die uns die nächsten Tage den Weg weisen werden. Beschwingt und voller Vorfreude laufen wir los.

Eine kleine Extrarunde gefällig?

Die Sonne ist zwar noch etwas zögerlich, das macht uns aber nichts aus. Und so wandern wir ca. 1 1/2 Stunden und saugen die wunderschöne Landschaft in uns auf. Bis wir plötzlich an eine Abzweigung kommen, an der uns der Wegweiser hinunter ins Tal schicken will. 

Wir sind ziemlich verwirrt, da unser Zielort, St. Antönien, weiter geradeaus beschildert ist. Ahhhh, wie kann das sein? Da die Beschilderung so eindeutig war, haben wir auch nicht auf unsere App geschaut, die uns nun anzeigt, dass wir gar nicht auf dem richtigen Weg laufen! Irgendwo müssen wir eine Abzweigung verpasst haben.

So ein Pech, jetzt heißt es, den ganzen Weg zurück laufen. Und zwar fast bis an den Ausgangspunkt. Denn wir hatten an der ersten Abzweigung in unserer Euphorie übersehen, dass dort der Prättigauer Höhenweg in zwei Richtungen aus geschildert war!

Also, an dem Bauernhaus bloß nicht rechts abbiegen sondern hinter dem Hof links laufen. Dort kannst du dich noch bei einem kleinen Selbstbedienungs-Lädchen mit Wegzehrung versorgen.

Prättigauer Höhenweg

Gut, für uns heißt es nun nach zwei Stunden wandern alles auf Null zu setzen und nochmal von vorne zu starten. Kein Problem für uns …

Berge wie in Südafrika

Nun führt uns ein gemütlicher Weg zunächst am hochalpinen Kräutergarten vorbei. Hier wird dir anschaulich die Welt der Bergkräuter näher gebracht. Ein paar Schritte weiter kannst du dann einen Abstecher zum Wasserfall Pfad machen.

Nach ca. 1 ½ Stunden durch kleine Waldstücke und steile Almwiesen steht vor uns plötzlich eine mächtige Felswand (Gross Tärzanella)! Sie sieht fast aus wie das mächtige Amphitheater in den Drakensbergen in Südafrika.

Einige große Findlinge bieten sich hier perfekt für eine Mittagspause an. Leider ist der Himmel immer noch grau, die Aussicht kann das aber nicht eintrüben.

Prättigauer Höhenweg

Nach der Mittagspause beginnt der Weg nun steiler zu werden, wir erreichen eine kleine Ansammlung von Häuschen bei der sich wieder so ein putziger Selbstbedienungskiosk befindet. Neben Getränken wie Bier, Wein und Limo kannst du hier auch Postkarten kaufen. Das Geld für die Produkte legst du einfach in die dafür vorgesehene Kasse.

Die Kühe, die überall auf den Wegen stehen lassen sich von uns nicht stören. Gelegentlich holen sie sich sogar eine Portion Streicheleinheiten bei uns ab. Aber Vorsicht – wenn noch frische Kälber dabei sind, können die Mutterkühe aggressiv reagieren.

Prättigauer Höhenweg Murmeltier

Ein unglaubliches Bergpanorama

Wir begeben uns an den letzten steilen Aufstieg für diesen Tag: über große Almwiesen geht es hinauf auf einen Bergkamm zwischen Jägglisch Horn und Saaser Calanda.

Oben angekommen erstreckt sich vor uns ein unglaubliches Bergpanorama mit Blick hinüber zum Rätschenfluh. Hier lohnt sich unbedingt eine Pause oder ein kleiner Abstecher zu einem der Aussichtspunkte. Wir sitzen einfach schweigend da und sind überwältigt von diesem Anblick.

Prättigauer Höhenweg Panorama

Nun schlängelt sich der Weg nur noch bergab bis St. Antönien. Irgendwann gelangen wir auf einen Fahrweg und in einer der Kurven stehen sauber aufgereiht einige Trottinettes (wir Deutschen sagen „Tretroller“). Was eine geniale Idee – um den doch recht langen Weg abzukürzen, kann man hier für 16 CHF Trottinette und Helme mieten und sich wagemutig ins Tal stürzen! Eine Telefonnummer zur Anmeldung hängt aus. Wir laufen allerdings weiter und werden schließlich von Ernst Flütsch, dem Betreiber des Berghaus Sulzfluh, mit dem Wagen eingesammelt.

So einen Scherenschnitt hast du noch nie gesehen!

In St. Antönien zeigt er uns noch das Scherenschnitt Atelier in der ehemaligen Poststelle. Das muss man gesehen haben! Wir hatten unsere Scherenschnitte aus der Schule vor Augen, was aber hier von Monika Flütsch in liebevoller Handarbeit hergestellt und weltweit ausgestellt wird, hat damit wenig zu tun. Das muss man mit eigenen Augen gesehen haben!

Außerdem zeigt uns Ernst noch eine ausgefallene Art zu übernachten – das sogenannte ZEITBETT. Man kann die Unterkunft auf Airbnb buchen und quasi draußen schlafen, direkt unter den Sternen. Damit man nicht nass wird sind die Betten überdacht. Wenn du das ZEITBETT über diesen Link buchst bekommst du bis zu 35 EUR Reiseguthaben geschenkt.

ZEITBETT St. Antönien Prättigauer Höhenweg St. Antönien

Im gemütlichen Berghaus Sulzfluh lassen wir den Abend mit anderen Wanderern ausklingen. Du kannst hier auch deine Muskeln im Outdoor Hot Pot entspannen. Wir waren in einem urigen Doppelzimmer im alten Gebäude, mit Kerzenlicht und Waschzuber. Vergiss aber nicht die Ohropax, denn das Haus ist sehr hellhörig und der Holzboden knarzt und knirscht.

Berghaus Sulzfluh Prättigauer Höhenweg

Prättigauer Höhenweg Tag 2 – Vom Berghaus Sulzfluh über den Partnunsee zur Carschinahütte

Länge: 4,9 km
Dauer: 2:30 Stunden
Besonderheiten: Abstecher zum Partnunsee mit Bootsfahrt, viele Murmeltiere
Übernachtung: Carschinahütte

Der direkte Weg zur Carschinahütte ist mit 2 ½ bis 3 Stunden sehr entspannt. Daher planen wir einen Abstecher zum wunderschönen Bergsee Partnun ein. An Ort und Stelle mieten wir uns für 2 CHF ein Ruderboot und genießen die Stille und die gewaltige Bergwelt um uns herum.

Partnunsee Prättigauer Höhenweg Partnunsee Prättigauer Höhenweg

Hinter dem Partnunsee wandern wir dann noch ein Stück weiter, bevor wir links einen steilen Pfad hinauf laufen. Das Panorama, das sich uns hier bietet, ist schon wieder ganz anders als Tags zuvor. Die Sonne kämpft sich auch immer mehr durch die Wolken und es wird ein richtig schöner Tag.

Partnunsee Prättigauer Höhenweg Partnunsee Prättigauer Höhenweg

Überall Murmeltiere

Schließlich treffen wir wieder auf den Prättigauer Höhenweg. Wir wandern über schöne Almwiesen mit zahlreichen Murmeltieren, die hier vor den Wanderern keinerlei Scheu zeigen. Hinter uns breitet sich ein unglaubliches Panorama aus, so dass wir immer mal wieder zurück schauen.

Murmeltiere Prättigauer Höhenweg Prättigauer Höhenweg

Frisch gebackener Schokokuchen

Und dann erblicken wir die Carschinahütte auf einem Bergkegel vor uns liegen. Hinter ihr steht der gewaltige Drusenfluh der aussieht wie ein riesiger Zahn, der in den Himmel ragt.

Carschinahütte Prättigauer Höhenweg

Wir erreichen die Hütte bereits um 14 Uhr. Auf der schönen Terrasse genießen wir bei frisch gebackenem Schokokuchen die Sonne.

Carschinahütte Prättigauer Höhenweg Carschinahütte Prättigauer Höhenweg

Prättigauer Höhenweg Tag 3 – Von der Carschinahütte zur Schesaplanahütte

Dauer: 6:30 Stunden
Länge: 15,9 km
Besonderheiten: Blick auf den Lünersee nach Österreich (Abstecher möglich), grandiose Bergblicke
Übernachtung: Schesaplana Hütte

Der heutige Tag ist mit 5 ½ bis 6 Stunden zwar länger, im Rückblick gehört der Tag aber zu unserer schönsten Etappe der Tour. Der Weg führt zunächst sanft auf gleicher Höhe an beeindruckenden Bergen wie den Drei Türmen und dem Drusenfluh vorbei. Es bieten sich wunderschöne Weitblicke über das Prättigau.

Prättigauer Höhenweg

Es geht leicht bergab am Schweizer Tor vorbei. Hier kannst du Kletterer an den Steilhängen beobachten. Die Kulisse ist einfach atemberaubend.

Prättigauer Höhenweg

Picknick mit Aussicht

Nun heißt es aber bergauf wandern, es liegt eine ordentliche Steigung vor uns. Dabei empfehlen wir dir, immer mal wieder stehen zu bleiben und zurück zu blicken. Oben angekommen, wollen wir eigentlich eine Rast einlegen.

Leider bieten sich nicht so viele Optionen zum hinsetzen, auf jeden Fall wenn die Wiese nass ist. Wir finden dann doch noch zwei Steine zum Picknick machen. Wir lassen uns von der Sonne wärmen und genießen diese fantastische Aussicht.

Nach der Stärkung geht es auf gleicher Höhe weiter, teilweise durch lockere Geröllfelder, die nach links ziemlich abschüssig sind. Also Vorsicht! Als wir aus dem Schutz der Berge heraustreten, fegt uns ein kräftiger Wind fast um. Er pfeift durch das Gafalljoch aus dem Tal herauf.

Ausblick auf den Lünersee in Österreich

Rechts von uns sehen wir plötzlich den türkis blau glitzernden Lünersee. Er befindet sich auf österreichischer Seite. Schließlich erreichen wir auch das Grenzschild zwischen Österreich und der Schweiz. Linkerhand erstrecken sich saftige Almwiesen bis ins Tal und hinter uns türmt sich eine schroffe Bergwelt auf. Wir lieben diese Landschaften!

Prättigauer Höhenweg Lünersee Prättigauer Höhenweg Prättigauer Höhenweg

Das Wetter ist so herrlich, dass wir beschließen erneut Rast zu machen. Bei dieser Landschaft können wir gar nicht anders. Allerdings müssen wir aufpassen, die Kühe auf der Wiese sind ziemlich an unseren Rucksäcken interessiert. 

Einige der freundlichen Gesellen lassen sich gerne von uns streicheln. Als wir schließlich weiter wandern schauen sie uns ganz sehnsüchtig hinterher.

Prättigauer Höhenweg

Die letzten Sonnenstrahlen genießen

Nun führt der Prättigauer Höhenweg wieder gemütlich über weite Wiesen mit Bächlein und dem Geläut der Kuhglocken. Wir erreichen gegen 15 Uhr die Schesaplana Hütte, wo wir ein total süßes Doppelzimmer mit Blick ins Tal bekommen.

Das Wetter ist herrlich – wir können gar nicht glauben, dass es zu einem Kälteeinbruch und Wetterumschwung kommen soll. So genießen wir zunächst unbeschwert die Nachmittagssonne bevor es mit dem schönen Wetter vorbei ist. Die selbstgemachten Kuchen und der Holundersirup sind hier übrigens ein Traum!

Über uns kreist aber schließlich ganze Zeit ein Hubschrauber und fliegt extrem nah an die schroffen Berghänge hinter der Hütte. Didier, der Betreiber der Hütte ist ganz nervös. Er erklärt uns, dass ein Hirt einen leblosen Körper gesehen haben will und die Bergrettung nun das Gelände absucht.

Nach einer Weile dreht der Hubschrauber ab, worüber Didier überhaupt nicht glücklich ist. Er sagt uns, dass wenn die Bergrettung mit der Suche keinen Erfolg hat, sie in die Berge gehen müssen um zu schauen, ob sie den Verunglückten finden.

Schließlich kam ein weiterer Hubschrauber, der nach langem Kreisen dann schließlich zur Landung ansetzte. Lange blieb er am Boden, erst als wir beim Abendessen saßen, flog er davon. Wie wir später erfuhren konnte er den verunglückten Wanderer allerdings nur tot bergen. Er scheint ausgerutscht und abgestürzt zu sein.

Schesaplana Hütte Prättigauer Höhenweg

Die Schesaplanahütte liegt auf 1908 Meter und beherbergt 66 Wanderer. Doppelzimmer gibt es 6 Stück.

Schesaplana Hütte Prättigauer Höhenweg Schesaplana Hütte Prättigauer Höhenweg

Prättigauer Höhenweg Tag 4 – Von der Schesaplanahütte nach Malans

Dauer: 6:00 Stunden
Länge: 14,9 km
Besonderheiten: Fahrt mit der Älplibahn
Übernachtung: Hotel Weißkreuz

Als wir aufwachen sehen wir von unseren Fenstern aus nur eine graue Wand. Die komplette Landschaft liegt im Nebel. Die Schweizer Fahne vor unserem Fenster hängt einfach nur nass herunter.

Martin geht es gar nicht gut. Gestern war er schon schlapp und eine Erkältung kündigte sich an. Aber es nutzt ja nichts, wir müssen weiter.

Ein ungemütlicher Start

Hoffentlich steigt der Nebel nach dem Frühstück etwas auf, ansonsten können wir ohne Sicht nicht los. Als wir schließlich fertig zum Abmarsch sind, hat er sich tatsächlich etwas gelichtet und so laufen wir in Regenmontur los. Und ich hatte noch überlegt, die Regenhose zu Hause zu lassen …

Prättigauer Höhenweg

Leider sehen wir von der Landschaft an diesem Tag kaum etwas. Nach kurzer Zeit auf einem Fahrweg schlängelt sich der Weg über pitschnasse Almwiesen und durch kleine Wäldchen.

Hin und wieder bilden sich einzelne Wolkenfetzen und verleihen der Landschaft eine mystische Stimmung. Der Moment hält meist nur Sekunden an und schon schließt sich um uns herum wieder eine feuchte, graue Wand.

Pechschwarze Weg-Gefährten auf dem Prättigauer Höhenweg

Der Blick ist also heute fest auf den Weg gerichtet und so sehen wir zum Glück immer rechtzeitig die großen, schwarzen Bergsalamander. Sie sitzen einfach mitten auf den Wegen und lassen sich von uns Wanderern überhaupt nicht stören.

Prättigauer Höhenweg

An diesem trüben Tag müssen wir vier mühsame Anstiege erklimmen. Und das wo Martin sich so schlapp fühlt! Wir sind echt froh über die Regenhosen, da das nasse Gras immer über unsere Schuhe und Beine streift, wäre sonst alles pitschnass.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts

Da wir heute keine tollen Aussichten bewundern können, zieht sich der Weg extrem. Er führt oft sehr schmal an steilen Abhängen vorbei und wir müssen gut auf jeden Schritt achten, um nicht abzurutschen. Prättigauer Höhenweg Prättigauer Höhenweg Prättigauer Höhenweg

Zum Glück lichtet sich der Nebel am Mittag etwas, die Wolken steigen höher. So sehen wir  immer mal wieder das Tal oder ein paar Berggipfel. Wir verabschieden uns nun vom Prättigauer Höhenweg und folgen der Beschilderung Richtung „Älplibahn“.

Ein ganz besonderes Erlebnis auf diesem Weg: Wir müssen durch einen pechschwarzen Tunnel laufen. Es ist echt ein komisches Gefühl, als wir auf das gähnend schwarze Loch zulaufen, das sich wie ein Schlund vor uns öffnet.

Höhle Prättigauer Höhenweg

Eigentlich ist der Tag mit 6 Stunden ja so lang, wie der Tag zuvor. Aber er zieht sich einfach wie Kaugummi. So sind wir ziemlich froh als wir endlich die putzige Älplibahn erreichen. Wir kommen dann in jedem Fall nochmal wieder, um die Etappe bei gutem Wetter zu gehen.

Prättigauer Höhenweg Älplibahn Prättigauer Höhenweg Älplibahn Prättigauer Höhenweg Älplibahn

Die Wirtsleute beim Restaurant an der Älplibahn freuen sich auch, uns zu sehen. Bei dem Wetter hat sich sonst niemand nach hier oben verirrt. Die Aussicht ins Heidiland können wir dennoch genießen.

Bei Cappuccino und einem selbst gemachten Nusshörnchen gehen wir noch einmal die letzten Tage durch. Was eine wundervolle Wanderung! Mit super Wetter, wahnsinnigen Aussichten und schönen Hütten. 

Ein weiteres Highlight der Wanderung auf dem Prättigauer Höhenweg: Die Fahrt mit der historischen Älplibahn ins Tal nach Malans. Sie wurde eigentlich für den zweiten Weltkrieg für die Versorgung der Grenztruppen errichtet. Heute transportiert sie in einem Affenzahn nur noch Touristen über eine Strecke von unglaublichen 3485 Metern! Echt ein Erlebnis.

Malans Älplibahn Prättigauer Höhenweg Malans

Nach dem Prättigauer Höhenweg: Entspannung pur in der Tamina Therme

Das schöne an so einer Weitwanderung ist, sich danach so richtig zu verwöhnen. Gutes Essen, heiß Duschen oder ein Besuch in einer Therme.

Gut Essen kannst du hervorragend im Restaurant Weiss Kreuz in Malans. Da wir auch im Hotel Weiss Kreuz übernachten, konnten wir uns den Bauch vollschlagen und danach einfach in die Koje fallen. Grade für Martin war das mit seiner Erkältung prima. 

Am nächsten Tag besuchen wir noch die architektonisch toll gestaltete Tamina Therme in Bad Ragaz. Hier können sich unsere Beine, Schultern und Füße von den letzten Tagen wunderbar erholen.

Tamina Therme Bad Ragaz Schweiz Tamina Therme Bad Ragaz Schweiz

Neben einem Wellness- und Massage-Bereich gibt es eine große Thermalbad- und Saunalandschaft. Wir waren einen halben Tag dort, du kannst aber sicher auch einen ganzen Tag verbringen.

Unser Fazit zum Prättigauer Höhenweg

Der Prättigauer Höhenweg ist einfachh unglaublich abwechslungsreich – von lieblichen Almwiesen über steile Anstiege in schroffer Bergkulisse bis hin zu glitzernden Bergseen hat er einiges zu bieten.

Die teilweise steilen Anstiege haben uns manchmal aus der Puste gebracht. Dafür wurden wir mit atemberaubenden Bergkulissen und schönen Berghütten belohnt. Wir können nur empfehlen, den Prättigauer Höhenweg einmal zu wandern. Es lohnt sich sowohl am Stück oder auch als einzelne Etappen.

Hier kannst du den Prättigauer Höhenweg übrigens auch als komplettes Paket buchen.

Alle Prättigauer Höhenweg Unterkünfte auf einen Blick

Unsere Prättigauer Höhenweg Packliste für vier Tage

Damit du nicht lange überlegen musst, was du für unterwegs brauchst, haben wir dir hier unsere Packliste zusammen gestellt.

Rucksack und Wanderausrüstung

  • Rucksack Caro: Deuter Act Trail Damen → Passt alles rein, was du für die Zeit brauchst. Hat ein integriertes Raincover und Schlaufen für die Wanderstöcke.
    Rucksack Martin: Deuter Act Trail Herren
  • Wanderstöcke Caro: Leki Damen Trekkingstöcke Cressida → leichter als die Herrenstöcke; perfekter Grip und schnell verstellbar, kein nerviges Drehen
    Wanderstöcke Martin: Leki Khumbu Trekkingstöcke → perfekter Grip und schnell verstellbar, kein nerviges Drehen
  • Wanderschuhe Martin: Salewa MID GTX → wasserdicht und federnd, perfekt für das Geröll auf dem Trek
    Wanderschuhe Caro: Salewa MID GTX → wasserdicht und federnd, perfekt für das Geröll auf dem Trek

Bekleidung

Hygiene-Artikel und erste Hilfe

Um Platz zu sparen packen wir unsere Hygiene-Artikel einfach in einen 1 Liter Zip-Beutel. Das ist echt praktisch.

Apotheke

Sonnenschutz

  • Sonnencreme → 50er. Ist wasserfest und schmiert nicht. Damit beim Wandern der Schweiß die Creme nicht abwäscht.
  • Outdoor Hut → damit fühlst du dich wie Indiana Jones und der Hut ist wirklich perfekt gegen starke Sonne bei Wanderungen
  • oder Basecap → bei Wanderungen extrem wichtig dabei zu haben, gut sind auch Basecaps mit langem Nackenschutz sieht dämlich aus – wirkt aber Wunder
  • Sonnenbrille

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Carolin Steig

Carolin Steig

Projektmanagerin, Bloggerin & Weltreisende bei WE TRAVEL THE WORLD
Am liebsten draußen in der Natur unterwegs. Entweder zu Fuß oder mit ihrem Islandpferd.
Carolin Steig

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