Usbekistan Rundreise Highlights – die 12 besten Usbekistan Sehenswürdigkeiten in 2 Wochen

Usbekistan Rundreise Highlights – die 12 besten Usbekistan Sehenswürdigkeiten in 2 Wochen

Usbekistan Rundreise – die besten Usbekistan Sehenswürdigkeiten + alles was du über Usbekistan wissen musst

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Bisher war Usbekistan für uns ein weit entferntes, absolut unbekanntes Land über das wir nur sehr wenig wussten. Das betraf bis 2017 ganz Zentralasien mit seinen vielen Stans. Mit unserer Reise nach Kirgistan im August 2017 rückte die Region plötzlich in unseren Fokus. Kirgistan hat uns so gut gefallen, dass wir unbedingt mehr von der Region erkunden wollten.

Und wie es der Zufall so will, sprach uns Evaneos, ein Reiseanbieter für Individualreisen, Anfang 2019 an, ob wir Lust hätten, eine Usbekistan Rundreise zu machen. Sie wollen das Land im deutschsprachigen Raum bekannter machen.

Da mussten wir gar nicht lange überlegen – wir waren direkt Feuer und Flamme für die Idee.

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Usbekistan Rundreise – Unsere Usbekistan Reiseroute

Für uns ging es ganze 16 Tage in dieses geschichtsträchtige Land, mit seinen Knotenpunkten entlang der Seidenstraße. Startpunkt war die Hauptstadt Taschkent. Und so sah unsere Usbekistan Rundreise aus:

Taschkent → Chiwa → Buchara → Aydar Kul See → Sentob im Nurata Gebirge → Samarkand → Taschkent → Fergana → Taschkent

Auf unserer Reiseroute haben wir eine unglaubliche Vielfalt kennen gelernt. Du kannst hier in moderne Großstädte eintauchen, unzählige historische Stätten besichtigen oder aber auch die unberührte Natur genießen.

Für deine eigene Usbekistan Rundreise haben wir dir in diesem Artikel unsere top Usbekistan Sehenswürdigkeiten zusammengestellt. Wenn du Fragen hast oder Ergänzungen freuen wir uns auf deinen Kommentar am Ende des Artikels!

1. Usbekistan Rundreise – Die Hauptstadt Taschkent

Taschkent – Usbekistan Rundreise – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Die Metropole Taschkent, deren Name so etwas wie „Steinstadt“ bedeutet, liegt am westlichen Rand des Tianshan Gebirges. Sie besitzt etwa 2 Millionen Einwohner, die auf einer Fläche leben, die ein Drittel der Stadt Berlin beträgt.

In dieser lebendigen Großstadt Usbekistans Sehenswürdigkeiten aufzuzählen ist sehr schwierig, denn hier gibt es doch einiges zu entdecken. Wir veröffentlichen auch noch einen separaten Artikel zu Taschkent.

Trotzdem wollen wir dir hier schonmal einen kleinen Einblick über die Aktivitäten und Highlights geben. Wir hatten insgesamt zwei Tage, die Stadt zu erkunden.

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Allgemeine Informationen zu Taschkent

Taschkent – Usbekistan Rundreise – Usbekistan Sehenswürdigkeiten Taschkent Hotel Usbekistan – Usbekistan Rundreise – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Taschkent ist eine sehr grüne Stadt mit vielen Parks, die der Stadt eine hohe Lebensqualität geben. Der Verkehr geht hier sehr gesittet zu und wir fühlten uns überall sehr sicher.

Die Stadt wurde bereits im 3. Jahrhundert vor Christus erwähnt. Trotz eines großen Erdbebens im Jahr 1966, wo es zum Glück “nur” acht Todesopfer zu beklagen gab, gibt es auch heute noch historische Bauten, die du vor allem in der Altstadt besichtigen kannst.

In diesem nordwestlich gelegenen Stadtteil findest du auch viele traditionelle Händler und Restaurants, die typische Speisen anbieten. Dafür musst du unbedingt den Chorsu-Basar besuchen.

Über die usbekische Geschichte lernst du viel im Amir Timur Museum, das 1996 eröffnet wurde. Amir Timur war ein mongolischer Anführer, der Kultur, Wissenschaft und Künste in Usbekistan förderte und dem Land damals zu neuer Blüte verhalf.

Einen Einblick in die jüngere Geschichte gibt das Hotel Uzbekistan, ein eindrucksvolles Beispiel für sowjetische Architektur – dem sogenannten Brutalismus.

Die Metro in Taschkent – Eine Top Usbekistan Sehenswürdigkeit!

Taschkent Metro – Usbekistan Rundreise – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Für deinen Besuch in Taschkent solltest du unbedingt eine Metro Fahrt einplanen. Die Stationen der 1977 eröffneten Metro sind wirklich eine beeindruckende Sehenswürdigkeit und lassen Fotografen-Herzen höher schlagen.

Nach Moskauer Vorbild ist jede Station anders gestaltet und übertreffen sich gegenseitig in ihrer Schönheit. Es ist übrigens erst seit 2018 erlaubt, hier zu fotografieren.

Die Fahrt mit der Metro kostete bei unserem Besuch gerade mal 1400 Sum, also 0,14 €. Und du kannst so lange fahren wie du möchtest. Erst wenn du die U-Bahn komplett verlässt, musst du wieder neu lösen.

Der Unabhängigkeitsplatz Mustaqillik Maydoni ist auch ganz nett zu sehen. Er wurde 1991 eingeweiht und zwischen 2003 und 2006 umgestaltet. Die wichtigsten Regierungsgebäude sind hier versammelt.

2. Die Museumsstadt Chiwa – Khiva – Xiva

Xiva – Chiwa – Khiva – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Auf unserer Usbekistan Rundreise ging es von Taschkent zunächst mit Usbekistan Air in anderthalb Stunden nach Urgench. Von dort fuhren wir mit dem Auto etwa eine halbe Stunde vorbei an Baumwollplantagen nach Chiwa.

Usbekistan gehörte übrigens einmal zu den größten Baumwollproduzenten der Welt, die früher unter Zwangs- und Kinderarbeit geerntet wurde. Auch heute ist die Baumwolle noch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Sie wird nicht nur zum Export sondern auch zur Herstellung von Baumwollsamenöl verwendet, das in der Küche verwendet wird.

Für viele usbekische Städte gibt es unterschiedliche Schreibweisen, so zum Beispiel Chiwa, Khiva oder Xiva. Ich bleibe jetzt mal bei Chiwa.

Besuch der Oasenstadt 

Chiwa ist eine historisch bedeutende Oasenstadt. Sie ist heute über 2500 Jahre alt und der historische Stadtkern wurde von der UNESCO zur Museumsstadt ernannt. Im Prinzip ist der Bereich wie ein wunderschönes Freilichtmuseum, für das du am Stadttor auch Eintritt bezahlst.

Das historische Chiwa lag an der Handelsroute, der Seidenstraße, zwischen Indien und Europa. So war sie für vergangene Dynastien immer ein wichtiger Ort, von dem über die Jahrhunderte aber auch viele Teile zerstört wurden.

Das heutige Bild des historischen Kerns entstand so erst im 19. Jahrhundert, ist aber nicht minder beeindruckend als ältere Bauten in Usbekistan.

Chiwa Sehenswürdigkeiten

Xiva – Chiwa – Khiva – Usbekistan Sehenswürdigkeiten Xiva – Chiwa – Khiva – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Das UNESCO Weltkulturerbe Tasch Hauli zum Beispiel, ist ein Palast in dem du zahlreiche Dekors bewundern kannst, die als Malereien, Schnitzerein und Vertäfelungen angebracht sind.

Besonders sehenswert fanden wir auch die Dschuma-Moschee mit ihren 212 geschnitzten Holzpfeilern aus verschiedensten Epochen. Die ältesten Pfeiler gehen auf das 1. Jahrtausend zurück. Hier siehst du, wie Moscheen im 7. und 8. Jahrhundert gebaut wurden.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das farbenfrohe, als Wahrzeichen bekannte und unvollendet gebliebene Minarett “Kalta Minor” an der Medrese Muhammad Amin Khan. Es sollte damals das höchste Minarett der islamischen Welt werden. Es kursieren verschiedene Geschichten, warum es unvollendet blieb.

Unser Guide sagte, dass der Khan beim Bau des Minaretts feststellte, dass man von oben in seinen Harem blicken konnte und so den Bau einstellen ließ. Andere sagen es waren statische Gründe, wieder andere, der Bau sei nach dem Tod des Khans unvollendet geblieben.

Die Stadt Chiwa wurde 712 islamisch und so gibt es neben dem Palast mehrere Moscheen und wunderschöne Medresen, die Schulen islamischer Wissenschaften, zu besichtigen.

3. Festungsruine Toprak Kala

Toprak Kala – Usbekistan Rundreise – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Die Fahrt zu den Festungsruinen von Toprak Kala und Ayaz Kale führt dich durch die Wüstenlandschaft der autonomen Region Karakalpakistan im Westen des Landes. Die Festungen entstanden beide in der choresmischen Antike. Choresmien war ein antikes Königreich und lag in Gebieten des heutigen Turkmenistans und Usbekistans.

Das Königreich in der fruchtbaren Oase brachte zahlreiche Kunstdenkmäler hervor. Die Ausgrabung des antiken Toprak Kala zeugt vom Reichtum von Choresmien: Der Palastkomplex bedeckte eine Fläche von ungefähr 14 Hektar, in dem mehr als 150 Räume waren.

Dazu zählte ein riesiger Saal, der mit reichen Wandmalereien und Reliefs ausgestattet war. Die meisten der dort bei Ausgrabungen gefundenen Schätze befinden sich heute in der Eremitage in St. Petersburg.

Heute ist von der Toprak Kala leider nicht mehr viel zu sehen. Einige Bereiche der Festung wurden rekonstruiert, so dass du einen ungefähren Eindruck der ehemaligen Größe erhältst. Allerdings hast du von hier oben einen tollen rundum Blick auf die Wüstenlandschaft und die “Schwarzen Berge”.

Wir dachten erst, die Berge würden im Schatten liegen, aber sie sind tatsächlich schwarz.

4. Ayaz Kale

Ayaz Kale – Usbekistan Wüste Ayaz Kale – Usbekistan Wüste

Von Toprak Kala aus ging die Fart noch weiter in die Wüste und noch tiefer in die Welt des Königreichs Choresmien. Drei Lehmfestungen, die bis zu 2000 Jahre alt sind, schützten die sesshafte Bevölkerung hier vor nomadischen Gruppen, deren Überfälle sie fürchteten.

Am Rand der Wüste Kysylkum werden dich nicht nur die Reste der Festungen, sondern auch die Landschaft beeindrucken. Verlassen seit 1300 Jahren sind sie erst in den 1940ern durch den Archäologen Tolstov wieder entdeckt worden.

Von allen drei Festungen ist leider nicht viel erhalten. Wir stiegen hinauf zur größten der drei Anlagen – hier kannst du tolle Fotos machen. Auf dem Weg zur Festung triffst du bestimmt auf zahlreiche Agamen, die hier durch den Sand flitzen.

Unser Mittagessen fand in einem Jurtencamp mit Blick auf die Festungen statt.

5. Buchara – Buxoro

Buxoro – Buchara

Die Stadt Buxoro, zu deutsch Buchara, ist die Hauptstadt der Provinz Buxoro. Neben Taschkent ist sie eine der wichtigsten Städte des Landes und lebt von Industrie und Handel.

Die Stadt ist ein UNESCO Weltkulturerbe und zählt etwa 272.000 Einwohner. Eine der größten ethnischen Gruppen hier sind die Tadschiken, weswegen in Buchara auch häufig tadschikisch gesprochen wird.

Der Zeitpunkt, zu dem Buchara entstand, ist nicht bekannt. Sicher ist aber, dass die erste Siedlung an diesem Ort zum hellenistisch-baktrischen Königreich gehörte. Archäologische Grabungen zeugen von älteren Siedlungen, die vor der Antike hier bestanden.

Arabische Eroberer erreichten die Stadt erstmals 673, die Islamisierung dauerte aber einige Jahrzehnte. Unter verschiedenen Herrschern, wie den Samaniden und den Karachniden, entstand eine architektonisch einzigartige Stadt.

Das Besondere an Buchara ist, dass Bauwerke von über 1000 Jahren hier versammelt sind. Selbst vor-mongolische Architektur ist in Buchara noch vertreten.

Für uns war Buchara die gemütlichste Stadt in Usbekistan. In ihrem historischen Zentrum befindet sich ein Platz mit einem künstlich angelegten Teich, wo sowohl Einheimische als auch Touristen zum Flanieren und Verweilen hinkommen.

Es gibt zahlreiche gute Restaurants und Cafés und viele verschiedene Shops, die zum Bummeln einladen. Aber genauso viele beeindruckende Usbekistan Sehenswürdigkeiten.

Poi Kalon Ensemble Buchara

Buxoro – Buchara – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Zentral in Buchara gelegen ist das Poi Kalon Ensemble, eine der schönste Usbekistan Sehenswürdigkeiten. Das Ensemble besteht aus 4 Bauwerken: Dem Kalon-Minarett und der Kalon- Moschee, sowie der Emir-Alim-Khan-Madrasa und der Mir-Arab-Madrasa.

Oftmals wird das 50 m hohe Minarett als Wahrzeichen für die gesamte Stadt abgebildet. Sein Bau begann bereits 1127, womit es eines der ältesten Bauwerke dieser Art überhaupt ist. Früher durfte man das Minarett wohl mal besteigen, da die Stufen aber ziemlich baufällig sind, ist es heute für die Öffentlichkeit gesperrt.

Es steht an einer Ecke der heutigen Moschee, mit deren Bau erst im 15. Jahrhundert begonnen wurde. Sie wird allerdings erst seit 1991 wieder als Moschee genutzt.

Tipp: Gegenüber des Ensembles befindet sich ein Restaurant mit Dachterasse. Von hier oben hast du einen unbezahlbaren Ausblick auf den Platz. Dort ist auch unser Foto entstanden.

Zitadelle Ark Buchara

Buxoro – Buchara – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Das erwähnte Ensemble ist um einen Platz versammelt, der an die Zitadelle Ark (Ark Fortress) grenzt. Von dieser Zitadelle aus regierten Emire und Khane Buchara. Da die Zitadelle oft zerstört und wiederaufgebaut wurde, ist nicht bekannt, wann die erste Festung an dieser Stelle errichtet wurde.

Die Zitadelle, die du heute besichtigen kannst, wurde von den Scheibaniden im 16. Jahrhundert errichtet. Für die Besichtigung der Zitadelle solltest du genügend Zeit einplanen, denn neben verschiedenen Bauten und Galerien kannst du hier einige Museen zur Landeskunde besuchen.

Chor Minor

Buxoro – Buchara

Etwas weiter vom historischen Zentrum aber dennoch fußläufig erreichbar liegt Chor Minor. Es ist ein Gebäude, das in Zentralasien in dieser Form nirgends zu finden ist. Das Chor Minor ist das Torgebäude einer ehemaligen Madrasa, die 1807 erbaut wurde.

Von diesem ursprünglichen Komplex ist heute leider fast nichts mehr erhalten. Trotzdem sollte Chor Minor Teil deines Besuchs von Buchara sein, denn die 4 Türme (Chor = Vier) sind wirklich wunderschön! Sie besitzen schon fast eine indische Anmutung.

Obwohl die Türme dem Gebäude seinen Namen verleihen, dienen sie nicht als Minarette. Du wirst schnell die individuelle Gestaltung der 4 Ziegeldächer bemerken, die alle mit unterschiedlichen Mustern gestaltet sind.

Im Gebäude der vier Türme befindet sich ein Souvenir Shop, du kannst aber von dort gegen ein kleines Entgelt auch hinauf auf das Dach, zwischen die vier Türme.

Übrigens kommt es in Usbekistan ziemlich häufig vor, dass Sehenswürdigkeiten zu Souvenirshops umfunktioniert werden. So beherbergen eigentlich alle Medresen – egal wie alt – in ihren Räumen und Innenhöfen Souvenirshops mit Tüchern, Kleidung, Keramiken und Malereien.

Was in Deutschland undenkbar wäre, ist hier ganz normal und irgendwie finde ich es schön, dass die alten Gemäuer so mit Leben und mit einem Sinn gefüllt werden.

Die Nekropole Chor Bakr

Etwas außerhalb des historischen Zentrums von Buchara liegt Chor Bakr in Sumitan. Die Nekropole (auch Totenstadt) Chor Bakr befindet sich an dem Ort, an dem Abu Bakr Said, ein Nachkomme des Propheten Mohammed, bestattet wurde.

Auch in den späteren Jahrhunderten wurde der Ort als Begräbnisstätte für herausragende Persönlichkeiten genutzt. Der Hauptteil der heutigen Anlage entstand unter der Scheibaniden-Dynastie, deren Angehörige hier prächtig bestattet wurden.

Die Gräber befinden sich in Höfen, die von Mauern umgeben und mit reich verzierten Türen und Toren versehen sind. Außerdem umfasst das 3 Hektar große Gelände eine Moschee, eine Chanaka (oder auch Tekke) für  und ein Minarett.

Ebenfalls einen Abstecher wert ist der Garten der Nekropole, der bereits im 16. Jahrhundert angelegt wurde. Leider wurde die Moschee bei unserem Besuch gerade restauriert und wir konnten sie nicht besichtigen.

6. Malik Sardoba (bei Navoiy)

Auf dem Weg von Buchara nach Samarkand fährst du an Malik Sardoba bei Navoiy vorbei. Es handelt sich dabei um eine Zisterne, die die Karawanserei Raboti Malik mit frischem Wasser versorgte.

Auch der Palast Rabat Malik wurde durch diesen Brunnen gespeist. Wie etwa 400 andere Sardobas soll dieser von Abdullah Khan II. Scheibani renoviert oder neu errichtet worden sein.

Malik Sardoba liegt an einer der Seidenstraßen und diente zur Versorgung der Reisenden und ihrer Tiere, die in der gegenüber liegenden Karawanserei unterkamen.

Das Bauwerk ist mit einer Kuppel versehen und reicht bis weit in die Erde. Über eine Treppe gelangst du bis zum Wasserpegel.

Sowohl von innen, als auch von außen, ist die Kuppel ein beeindruckendes Bauwerk, das dir verdeutlicht, wie wichtig Brunnen für Reisende waren.

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7. Nurota mit Festung Alexander des Großen

Nurota – Usbekistan

Ebenfalls in der Provinz Navoiy gelegen, empfehlen wir dir unbedingt einen Abstecher nach Nurota. Die wachsende Stadt wurde von Alexander dem Großen im Jahr 327 vor Christus gegründet! Heute ist die Stadt, die damals „Nur“ hieß, ein Pilgerzentrum.

Frage deinen Guide auf dem Weg dorthin unbedingt nach den Petroglyphen. Sie liegen direkt an der Straße und es gibt wunderschöne Abbildungen von Steinböcken und anderen Tieren aus der Bronzezeit.

Bedeutend in Nurota ist die Festung aus der Zeit Alexanders des Großen, deren Überreste du heute noch sehen und auch besteigen kannst. Für viele Reisende und vor allem Pilger ist Nurota vor allem aber eine Wallfahrtsstadt.

Hier hat Ali ibn Abi Talib, der Schwiegersohn und Vetter des Propheten Mohammed, der Legende nach durch seinen Stab eine Quelle, chashma, erschaffen. Für die Pilger gelten das Wasser der Quelle und die darin lebenden Fische als heilig, denn das Wasser soll heilende Kräfte besitzen.

Das Wasser ist kristallklar und hat eine tolle türkise Farbe, viele Einheimische füllen sich hier ihre Kanister mit Trinkwasser ab.

Die Namazgokh und Juma Moschee

Seit dem 10. Jahrhundert wurden um die Quelle Bauwerke errichtet, die du besichtigen kannst. Der Gebäudekomplex umfasst mehrere Moscheen, darunter die Namazgokh Moschee und die Juma Moschee Chilsutun.

Bei deinem Besuch in der Moschee Namazgokh solltest du auch den zahlreichen Kuppeln des Bauwerks Beachtung schenken, die diese Moschee zu einem Prachtbau machen.

Neben historischen Bauwerken ist Nurota auch ein guter Startpunkt für einen Besuch des Naruta-Gebirges. Auch den Aydarsee kannst du von Naruda aus gut erreichen.

Kontaktfreudige Usbeken

Als wir den Ort besuchten, kam plötzlich von hinten ein junger Mann angelaufen und fragte uns auf englisch, wo wir her kommen. Als wir ihm sagten, dass wir aus Deutschland sind, strahlte er über sein ganzes Gesicht und sprach auf deutsch weiter!

Er erzählte uns, dass er ein großer Deutschland-Fan sei, und er nächstes Jahr zum Studieren nach München gehen würde. Er war so aufgeregt und machte dann noch ein Selfie mit uns.

Das war übrigens nicht das einzige Mal, viele der Jugendlichen hier scheinen von einem Ingenieurs-Studium in Deutschland zu träumen. Die Usbeken sind grundsätzlich auf uns Deutsche sehr gut zu sprechen, was uns sehr gefreut hat.

8. Aydarsee & Aydar Yurt Camp – Usbekistan Rundreise

Usbekistan WüsteAydarsee – Usbekistan Wüste Aydarsee – Usbekistan Wüste

Usbekistan hat durch seine Geschichte eine Vielzahl an historischen Bauwerken zu bieten. Genauso schön ist aber die Landschaft, die du hier entdecken kannst. Darunter auch die Flora und Fauna, die sich in den letzten Jahrzehnten rund um den künstlich entstandenen Aydarsee gebildet hat.

Der Aydarsee ist aus dem Syrdarja entstanden, als 1969 ein Damm geöffnet werden musste, da es zu Überflutungen kam. Auf diese Weise bildete sich ein See, der heute etwa 180 km lang und bis zu 32 km breit ist.

Da im Aydarsee viele Fischarten ausgesetzt wurden, ist die Fischerei hier heute zu einem wichtigen Gewerbe geworden. Doch auch Wasservögel haben sich angesiedelt und der See entwickelte sich zu einem Lebensraum für viele weitere geschützte Arten. Für Touristen bietet sich hier die Gelegenheit, seltene Tierarten, wie den Krauskopfpelikan und den Bindenseeadler zu sehen.

Das Jurtencamp

Am Rande des Aydarsees liegt auch das Jurtencamp, in dem wir die Nacht verbrachten. Es gibt hier ein paar Kamele und wenn du willst, kannst du einen kurzen Ritt unternehmen. Wir verbrachten den Nachmittag lieber am Strand des Aydarsees.

Auf dem Strand stehen sogar Sonnenschirme aus Schilf und wenn es warm genug ist, kannst du dich im seichten Wasser erfrischen. Nicht wundern – der Aydarsee ist ein Salzwassersee, da der usbekische Boden extrem salzhaltig ist.

Im Camp stehen etwa 20 Jurten zur Verfügung, meistens kommt nachmittags ein Reisebus mit einer Gruppe Touristen. Bei uns waren es Franzosen.

Vodka gehört einfach dazu

Das Abendessen gibt es dann auf der Terrasse des Haupthauses, Vodka inklusive! Jeder hat an den Tisch eine kostenlose Flasche Vodka gestellt bekommen, egal ob man zu sechst – oder so wie wir – nur zu zweit am Tisch saß.

Joaaah, Martin und ich wollten uns ja nicht gegen die lokalen Gepflogenheiten sperren, deshalb haben wir ganz Local-Like eine halbe Flasche Vodka zum Abendessen getrunken. Das ging wirklich gut!

Hier zu Hause würde ich nie auf die Idee kommen, Vodka zu trinken. Aber in Usbekistan hat der uns richtig gut geschmeckt. Vor allem weil man den hier zum deftigen Essen trinkt, nicht danach.

Nach dem Abendessen gab es dann noch eine wunderschöne musikalische Darbietung am Lagerfeuer und über uns wölbte sich ein atemberaubender Sternenhimmel.

9. Usbekistan Rundreise – Abstecher ins Nurata Gebirge

Nurata – Usbekistan

Wenn du auf deiner Usbekistan Rundreise mal eine Auszeit von den Städten brauchst, empfehlen wir dir einen Ausflug ins Nurata Gebirge zu machen.

Das Dorf Sentyab

Nurata – Usbekistan

Sentyab ist ein Dorf im Nurata Tal. Dort waren wir im süßen Gästehaus Mutabar’s untergebracht.

Hier gibt es einen wunderschönen Garten unter Walnussbäumen und sogar einen Pool, der mit Frischwasser vom vorbei rauschenden Fluss gefüllt ist. Nach einer anstrengenden Bergtour kannst du hier bei einem Tee super entspannen oder ins Wasser springen.

Die karge Bergwelt rund herum wird hier durch eine grüne Oase, die sich links und rechts des Flusses erstreckt, unterbrochen. Wenn du in den Bergen wandern gehst, siehst du diese Oase wie ein grünes Band in der braun-grauen Landschaft liegen.

Die Gastfamilie war so liebenswert, es ist uns richtig schwer gefallen, Abschied zu nehmen.  Mutabar, die Frau des Hauses, ist mit uns 1 Stunde wandern gegangen und hat uns alles gezeigt. Und mit ihrem Ehemann Schotiboy haben wir abends im Garten noch Vodka getrunken.

Es ist übrigens unmöglich, irgendwelche Einladungen abzulehnen. Wenn du sagst, dass du nichts mehr essen oder trinken kannst, wird so lange auf dich eingeredet, bis du nachgibst. Und das war bei mir immer ziemlich schnell der Fall …

Das Dorf Uhum

Am nächsten Morgen fuhren wir zirka eine Stunde zum nächsten Ort, Uhum. Auch hier erwarten dich Walnusshaine und Gärten, die du in der kargen Landschaft nicht erwartest. Die Walnussernte war gerade im vollen Gange und überall lagen die geernteten Nüsse zum Trocknen aus.

Wir bekamen hier eine kleine Führung durch das Dorf. In der Nähe gibt es ein kleines Schutzgebiet für eine vom Aussterben bedrohte Mufflonart. Mit etwas Glück kannst du die Tiere dort entdecken.

Im Gästehaus Hayot bekamen wir dann ein ziemliches leckeres, traditionelles Mittagessen. Eine Art Eintopf mit Kartoffeln, Kohl, Fleisch und Tomaten. Wie überall gab es auch hier für Martin eine vegetarische Variante.

Die beiden malerischen Dörfer sind ein interessanter Einblick in das ländlich Leben der usbekischen Bevölkerung.

10. Samarkand – Unser Usbekistan Highlight

Samarkand – Usbekistan Rundreise – Usbekistan Sehenswürdigkeiten Samarkand – Usbekistan Samarkand – Usbekistan Rundreise

Wenn du eine Rundreise durch Usbekistan machst, darfst du Samarkand auf keinen Fall verpassen. Hier findest du die Krönung der orientalischen Baukunst – und zwar nicht nur mit dem berühmten Registan Platz. Hier gibt es in unseren Augen die schönsten Usbekistan Sehenswürdigkeiten zu bewundern.

Die Stadt Samarkand wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Doch schon seit 750 vor Christus wurde das bedeutende Afrasiab auf die fruchtbare Ebene erbaut, auf der heute Samarkand liegt. Sowohl die alten Griechen als auch die Araber schätzten die gute Lage an der Seidenstraße, sowie die fruchtbare Erde.

Das heutige Samarkand hat ungefähr 350.000 Einwohner, von denen die meisten tadschikisch sprechen. Die UNESCO betitelte Samarkand mit der Umschreibung „Schnittpunkt der Kulturen“, was die Vielfalt der Stadt beschreibt.

Gur-Emir-Mausoleum

Usbekistan Rundreise Gur Emir Mausoleum

Wenn du dich in Samarkand mit der Geschichte der Stadt und ihren Dynastien auseinandersetzt, solltest du das Gur-Emir-Mausoleum vom Anfang des 15. Jahrhunderts nicht verpassen. Die Begräbnisstätte Timur Lenks und seiner engsten Vertrauten ist nicht nur architektonisch, sondern auch durch seine Geschichte interessant.

Das Gebäude wurde durch den Kriegsherren selbst in Auftrag gegeben, um als Grab für seinen Enkelsohn zu dienen. Neben dem Grabmal umfasste der Gebäudekomplex ursprünglich eine Madrasa und ein Gebäude für die Sufi-Bruderschaft.

Der Architekt Muhammad ibn Mahmud soll das beeindruckende Tor entworfen haben, das in einen Innenhof führt. Mosaike aus bunten und schwarzen Fliesen sind außen und innen angebracht und lassen das Gebäude zu jeder Tageszeit anders erscheinen.

Der Registanplatz – Top Usbekistan Sehenswürdigkeit

Samarkand – Usbekistan Rundreise – Usbekistan Sehenswürdigkeiten

Der Registanplatz war im antiken Samarkand das Zentrum der Stadt und es wird behauptet, er sei der prachtvollste seiner Art in ganz Zentralasien. 3 Medresen sind um den Platz herum erbaut und zeigen, welchen Stellenwert die Wissenschaften der damaligen Zeit hatten.

Die Sher-Dor-Madrasa, die Tilya-Kori und die Ulugh-Beg-Madrasa entstanden in unterschiedlichen Epochen und unterscheiden sich auch durch ihre Bauart. Gerade die zuerst erbaute Ulugh-Beg-Madrasa war eine angesehene Universität, an der zahlreiche Gelehrte studiert haben.

In der Tilya-Kori Madrasa befindet sich eine Moschee, die so reich mit Gold verziert ist, dass es dir fast die Sprache verschlägt.

Hier kannst du wirklich mehrere Stunden verbringen und dich einfach treiben lassen. In der Ulugh-Beg-Madrasa, die von den großen Treppen aus gesehen links gelegene, gibt es etwas versteckt im ersten Stock ein kleines Café. Dort kannst du dich in den Säulengang setzen und dem Treiben im Innenhof zu schauen.

Außerdem findest du hier unzählige Souvenirshops, die du durchstöbern kannst. Du wirst hier wirklich ein paar tolle Sachen wie Keramiken oder schöne Stoffe finden.

Ulug Begs Observatorium

Das Ulug Begs Observatorium, das auch Gurkani Zidsch genannt wird, wurde 1424–1428 zur Himmelsbeobachtung erbaut. Der Erbauer, Ulug Beg, war ein Timuriden Fürst, der heute als bedeutender Astronom gilt.

Das Observatorium liegt etwas außerhalb von Samarkand, es lohnt sich aber. Ulug Beg ließ ein Gebäude errichten, das 30 Meter hoch war und einen Durchmesser von 46 Metern hatte. Die Bestimmung der Himmelskörper wurde mithilfe von Sextanten durchgeführt, da es noch keine Teleskope gab.

Trotzdem kamen die Astronomen zu einem Wert, die lediglich eine Abweichung von nicht einmal einer Minute zum heutigen Wert betrug. Obwohl vom Observatorium heute oberirdisch nur eine Ruine übrig ist, konnte ein Teil erhalten werden und du kannst ein Blick auf die damaligen Messmethoden werfen.

Interessant ist aber auch das Museum, in dem du viel über die bedeutende Wissenschaft der damaligen Epoche lernen.

Bibi-Khanum-Moschee

Die Bibi-Khanum-Moschee ist eine restaurierte Moschee, die erst seit einigen Jahren wieder in all ihrer Pracht zu besichtigen ist. Die ursprüngliche Moschee wurde durch den Herrscher Timur in Auftrag gegeben und wahrscheinlich zwischen 1399 und 1404 erbaut.

Das besondere an der Moschee, sind die achteckigen Minarette, die eher untypisch für den Baustil dieser Zeit sind.

Die große Moschee sollte als neue Freitagsmoschee die Hauptmoschee von Samarkand werden. Woher der Name Bibi-Khanum kommt, ist bis heute nicht ganz geklärt.

Eine Vermutung ist, dass die Moschee nach Timurs Lieblingsfrau benannt wurde, deren Existenz aber nicht belegt werden kann. Frage am besten deinen Guide nach der Legende um Bibi-Khanum.

11. Die Stadt Kokand – Usbekistan Rundreise

Kokand – Usbekistan Kokand – Usbekistan

Die Stadt Kokand ist eine recht junge Stadt, sie wurde in ihrer heutigen Form erst 1740 erbaut. Besonders sehenswert ist hier der Palast des Xudayar Khan, der 1863-1873 erbaut wurde.

Verwendet wurden traditionelle Handwerkstechniken, wie die beeindruckenden Keramiken, die dir überall im Land begegnen. Außerdem befindet sich im Palast ein Museum, in dem du mehr über die Region und ihre Kulturen lernen kannst.

Besuch einer Keramikwerkstatt

Überall in Usbekistan begegnet dir die farbenfrohe Keramik, die hier eine lange Tradition hat. In Rishton in der Nähe von Kokand, kannst du die Werkstatt “Said’s Keramik” besuchen.

Bei einer Führung erfährst du alles über die Herstellung der schönen Gefäße und kannst dich danach direkt mit Souvenirs für zu Hause eindecken.

Wenn du mit dem Gedanken spielst, Keramik zu kaufen, dann mache dies hier im Ferghana Tal. Die Keramiken von hier sind im ganzen Land für ihre wunderschönen Muster bekannt.

Da wir ja nur mit Handgepäck unterwegs waren, reichte der Platz nur für zwei hübsche Teeschalen. Die sind bei uns jetzt täglich im Gebrauch.

Und bei der Benutzung haben wir auch endlich kapiert, warum im orientalischen Raum gerne Schalen verwendet werden: Nach dem Ausgießen kannst du den Tee direkt trinken und verbrennst dir nicht wie bei einer Tasse erstmal den Mund. Der Tee kühlt quasi schon beim Ausgießen auf Trinktemperatur ab. Ziemlich praktisch!

Internationales Handwerker Festival Kokand

Kokand – Usbekistan

Als wir Kokand besichtigten, fand gerade das erste internationale Handwerker Festival in Kokand statt. Die ganze Stadt war auf den Beinen und da der Präsident ebenfalls dort war, waren teilweise ganze Straßen gesperrt.

Das Festival fand rund um den Palast statt, hier waren unzählige Stände mit Handwerk aus allen Ländern der Welt. Es war faszinierend, die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern zu sehen.

Auf dem Weg von Taschkent nach Kokand überquerst du übrigens den beeindruckenden Kamtschik-Pass mit tollen Ausblicken. Leider war es bei uns recht trüb, so dass wir nur ganz kurz für ein Foto anhielten.

12. Ferghana – Fargʻona

Ferghana ist eine sehr junge Stadt, die immer mehr Menschen anzieht: Während der Ort im 18. Jahrhundert nicht mehr als ein Dorf war, leben heute fast 190.000 Menschen in der Stadt.

Mit den umliegenden Wohngebieten kommt die Region sogar auf 500.000 Bewohner. Ferghana lockt insbesondere durch seine wachsende Industrie.

Der “Nationalpark” in Ferghana

Fergana – Usbekistan Fergana – Usbekistan

Ehrlich gesagt fanden wir Ferghana nicht wirklich sehenswert. Wir waren für einen Nachmittag dort, das hat uns dann auch gereicht. Das Highlight war für uns der sogenannte “Nationalpark” – wir malten uns darunter ein Naturschutzgebiet mit wundervollen Wasserfällen und dichten Wäldern aus. Tatsächlich ist es aber ein Vergnügungspark mit Fahrgeschäften aus der Sowjetzeit.

Für uns war es voll das Happening, durch den Park zu laufen und uns diese ganzen, uralten Fahrgeschäfte anzuschauen, die hier noch fleißig in Gebrauch waren. Bei einigen hatten wir Sorge, dass sie in der nächsten Sekunde einfach zusammen brechen würden.

Wir wagten uns dann aber tatsächlich auch noch auf das Riesenrad, dass schwer an das berühmte Riesenrad von Tschernobyl erinnert. Wir hatten auf jeden Fall ziemlich viel Spaß gepaart mit diversen Panikattacken.

Früher gab es in Ferghana noch ein traditionelles Theater, das ist aber leider bis auf weiteres geschlossen.

Besuch einer Seidenweberei

In Margilon, einer Nachbarstadt von Ferghana, kannst du eine traditionelle Seidenweberei besuchen und den Prozess vom ersten Seidenfaden bis zur Verarbeitung nach vollziehen.

Hier erfährst du auch, wie das traditionelle usbekische Muster, dass dir auf der ganzen Usbekistan Rundreise immer wieder begegnen wird, entsteht. Und zum Schluss kommt auch das Shopping nicht zu kurz – hier kannst du echte Seidenware von bester Qualität zu unschlagbaren Preisen kaufen.

Ein beidseitig gewebter Seidenschal kostete bei unserem Besuch gerade mal 20 $ – leider hatten sie nicht meine Wunschfarbe. So habe ich mir für 5 $ einen Baumwollschal in der richtigen FArbe gekauft.

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Allgemeine Informationen über Usbekistan

Im zentralasiatischen Staat Usbekistan leben etwa 33 Millionen Menschen. Der Name Usbekistan wird von den Usbeken abgeleitet, die das drittgrößte Turkvolk bilden.

Die meisten Bewohner des Landes, das 1991 unabhängig wurde und vorher der Sowjetunion angehörte, sind Muslime. Allerdings können diese ihre Religion erst seit drei Jahren wieder frei und ohne Angst ausüben, seit dem der neue Präsident an der Macht ist.

Der vorherige Präsident bzw. Diktator, ließ Muslime verhaften und foltern, unter dem Vorwand des Extremismus. Innerhalb der letzten drei Jahre hat sich viel in Usbekistan geändert, unter anderem dürfen nun auch Journalisten aus dem Ausland in das Land reisen.

Auf unserer Usbekistan Rundreise haben wir in jedem Fall ein Land in Aufbruchsstimmung und positiver Erwartung auf die Zukunft kennen gelernt. 

Die beste Reisezeit für eine Usbekistan Rundreise

Um die beeindruckenden Usbekistan Sehenswürdigkeiten wirklich genießen zu können, solltest du im Herbst oder Frühsommer reisen. Das Land liegt in der gemäßigten Klimazone.

Zwischen den Jahreszeiten kommt es zu großen Temperaturschwankungen: Die Winter können sehr kalt werden, während im Sommer heiße Temperaturen mit bis zu 50 Grad und wenig Niederschlag keine Seltenheit sind.

Anreise nach Usbekistan

Die drei besten Optionen, um nach Usbekistan zu fliegen: Mit Aeroflot über Moskau, mit Turkish Airlines über Istanbul oder als Direktflug mit Uzbekistan Airways. Dabei kannst du sowohl Taschkent als auch Samarkand als Reiseziel wählen. Es gibt auch noch weitere Optionen wie Air Astana oder auch Emirates.

Unser Flug ging mit Turkish Airlines in ungefähr dreieinhalb Stunden von Frankfurt nach Istanbul. Und dann in viereinhalb Stunden weiter nach Taschkent.

Da wir in Istanbul nur anderthalb Stunden Umsteigezeit hatten, sind wir sicherheitshalber nur mit Handgepäck geflogen. Wir hatten keine Lust, dass bei einer Verspätung des Fliegers unser Gepäck in Istanbul stranden würde.

Das ist uns schon auf der Rückreise von Kirgistan über Moskau nach Frankfurt passiert. Wobei uns das auf dem Heimweg nicht wirklich was ausgemacht hat.

Usbekistan mit Handgepäck

Das war unsere erste Reise mit Handgepäck, wir hatten dafür extra die neuen Rolling Transporter Carry-On 38 von Osprey zur Verfügung gestellt bekommen. Martin und ich sind seit dieser Reise überzeugte Handgepäck-Reisende.

Das Wetter in Usbekistan ist sehr konstant und auch im September noch warm, was sparsames Packen deutlich erleichtert. Wir hatten aber für abends und die Berge auch unsere Daunenjacken dabei.

Wenn irgendwie möglich und wenn wir nicht unser gesamte Kameraausrüstung mitnehmen müssen, werden wir jetzt sicher öfter mit Handgepäck reisen!

Umsteigen am Flughafen Istanbul

Zum Glück war der Flieger pünktlich – wir waren am Flughafen Istanbul vom Ankunftsgate zum Abflugsgate aber fast vierzig Minuten unterwegs! Wir mussten quasi einmal quer durch den ganzen, gigantischen Flughafen.

Wenn dein Anschluss auch so knapp ist: Es gibt wohl die Möglichkeit für Passagiere, deren Flug innerhalb der nächsten neunzig Minuten geht, einen Shortcut zu nehmen. Die sind auch ausgeschildert (nur wir haben sie nicht gesehen).

Geld in Usbekistan – Usbekistan Rundreise

Die usbekische Währung sind Som (Sum gesprochen). Im September 2019 entsprach 1 US Dollar etwa 1.000 Som. Du kannst dir also vorstellen, was einen Batzen Scheine wir erhielten, als wir 100 Dollar umtauschten.

Du kannst auch mit Dollar oder Euro bezahlen, wenn du Souvenirs kaufst oder in einem touristischen Ort Essen gehst. Bis vor kurzem war das Bezahlen mit Dollar noch verboten und eine Möglichkeit mit Visa oder Mastercard zu bezahlen oder Geld abzuheben, gab es nicht. Das ist auch heute nur beschränkt möglich.

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Wie erhalte ich usbekisches Geld?

Der beste Weg, um an Geld zu kommen, ist Bargeld von zu Hause mit zubringen und vor Ort umzutauschen. Dabei ist es egal, ob du Dollar oder Euro mitbringst.

Wechselstuben gibt es meist in größeren Hotels oder bei der Bank. In diesen Hotels findest du meist auch Bankautomaten, an denen du Dollar abheben kannst. Wenn der Automat bestückt ist.

Als Tourist hast du keine Möglichkeit, Som direkt am Automaten abzuheben. Entweder wird deine Kreditkarte (noch) nicht akzeptiert oder der Bankautomat ist leer. Die Regierung arbeitet wohl daran, dass es auch für Touristen in Zukunft komfortabler wird an Geld zu kommen.

Preise in Usbekistan

Übrigens ist Usbekistan ein unglaublich günstiges Reiseland. Ein Mittagessen bekommst du für zwei bis fünf Euro, eine Flasche Wasser kostet zwanzig Cent und ein Glas usbekischer Wein um die 2,50€. Für ein gutes Mittelklasse Hotel zahlst du zwischen 20 und 30 Euro.

Essen in Usbekistan

Martin war im Vorfeld sehr skeptisch, ob er als Vegetarier in Usbekistan wirklich durch kommen würde. Aber es hat super geklappt!

In Usbekistan gibt es viele leckere Salate und Gemüse. Darunter ein Tomaten-Gurken Salat mit Kräutern oder einen einfachen Tomaten Salat. Als Vorspeise gibt es eine leckere, gekochte Auberginen-Tomaten Mischung, die an jedem Ort anders schmeckt. Beliebt sind auch Manti, unterschiedlich gefüllte, gedämpfte Teigtaschen.

Das Nationalgericht ist aber Plow: In einem riesigen Topf werden Reis, rote Rüben und Rindfleisch in einem Sud mit Baumwollsamenöl gekocht. Das ganze wird dann auf einer riesigen Platte serviert und traditionell mit den Händen gegessen. Heute wird aber meist mit Besteck gegessen.

An Straßenständen werden häufig Samsa verkauft, sie erinnern sehr an die indischen Samosas, sind aber mit Fleisch gefüllt.

Typisch ist auch das uigurische Laghman, ein Fleischgericht mit dicken Nudeln, oder auch Schaschlik-Spieße in allen Varianten.

Als Nachtisch gibt es übrigens immer Wasser- und Zuckermelone. Und ich sag’s dir, das sind die besten Melonen, die du je gegessen hast!

Wie kleide ich mich in Usbekistan?

Usbekistan ist ein muslimisch geprägtes Land, wobei die Auslegung des Korans hier nicht ganz so streng gesehen wird. Durch die Einflüsse der Sowjetunion wird hier zum Beispiel gerne und viel Alkohol getrunken.

Bei der Kleidung gibt es für Touristen keine Vorschriften. Ich hatte meine Beine aber immer bedeckt, sei es mit einem langen Rock, einem langen Kleid oder einer luftigen Hose. Obenrum habe ich auch T-Shirts mit kurzen Armen getragen, keine Spagetti-Tops und auch keinen weiten Ausschnitt.

Für die Besichtigungen hatte ich immer einen Schal oder eine Jacke zum Bedecken der Schultern dabei.

Martin hatte immer kurze Hosen an, die aber seine Knie bedeckt hielten.

Events in Usbekistan – Usbekistan Rundreise

Ein wichtiger Feiertag in Usbekistan ist Nouruz, das persische Neujahrsfest. Nouruz findet am 20. oder 21. März statt, wenn das Frühjahr beginnt. Die Nouruz ist, ebenso wie der erste Januar, ein Feiertag in Usbekistan.

Am 1. September wird in Usbekistan die Unabhängigkeit gefeiert (wir waren mittendrin dabei!). Darüber hinaus wurden Feiertage, wie der Tag der Verfassung (8. Oktober) eingeführt, um die Eigenständigkeit des Landes zu ehren.

Wie Nouruz gibt es einige Feiertage, die aus dem Zoroastrismus und der islamischen Geschichte stammen. So werden jedes Jahr der Ramdan Khait und der Kurban Khait gefeiert.

Während des Ramadans ändert sich der gesamte Lebensrhythmus der Menschen, denn tagsüber wird weder gegessen noch getrunken. Vor deiner Reise solltest du dich deswegen über den Zeitpunkt deiner Reise im islamischen Mondkalender informieren.

Usbekistan Reiseführer:

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Carolin Steig

Reisebloggerin & Outdoorlover bei WE TRAVEL THE WORLD
Am liebsten draußen in der Natur unterwegs. Entweder zu Fuß oder mit Islandpferd Snörp.
Carolin Steig

2 Kommentare

  1. Toller Beitrag und noch tollere Fotos!!

    Wir überlegen gerade, ob wir Usbekistan im Herbst 2020 angehen wollen. Ganz wichtig ist für uns allerdings, dass wir selbst fahren können. Wenn ich das richtig lese, hattet ihr keinen Mietwagen oder? Weißt du, wie es mit Mietwagen (Allrad) aussieht? Die bekannten Autovermietungen liefern nur bedingt Ergebnisse.

    • Hi Ines,

      danke für deinen Kommentar, wir freuen uns, dass der Artikel Lust auf Usbekistan macht :-) Wie es mit Mietwagen anmieten aussieht wissen wir leider nicht. Ihr könntet aber bei Evaneos mal anfragen, da die auch Selbstfahrer Reisen anbieten. Zwar bei Usbekistan (noch) nicht aber da du dir bei Evaneos alles individuell gestalten kannst, ist das sicher möglich.
      Viele Grüße,

      Caro

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