Waitomo Caves – Von dunklen Höhlen und Glühwürmchen, die keine sind

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Nach unserem Besuch in Hobbiton am 21.10.13 fuhren wir durch wunderschöne, hügelige und saftig grüne Landschaft nach Waitomo, um dort die berühmten Höhlen und ihre Glühwürmer zu besichtigen. Nach unserer Ankunft hieß es sich für eine der unzähligen Möglichkeiten der Höhlenerkundung zu entscheiden. Und das war gar nicht so einfach. Es gibt unglaublich viele Angebote mit Action und Abenteuer, wie z. B. „Abseiling“ oder „Tubing“ (auf einem Schlauch eines LKW Reifen durch die Wasserkanäle der Höhlen treiben). Allerdings haben diese Abenteuer auch stolze Preise und eigentlich sind Martin und ich ja gar keine Fans von so überteuerten Actionangeboten. Andererseits ist so ein Abseiling bestimmt klasse. Mmmh, schwierig schwierig. Nach sehr langem hin und her haben wir uns schließlich für eine Tour ohne den ganzen Schnick Schnack entschieden. Für 73,-$/Person soll es in zwei verschiedene Höhlen gehen, eine mit Glühwürmchen und Bootsfahrt durch das Höhlensystem und eine Höhle ohne Glühwürmern und dafür mit Tropfsteinen. Das Ganze buchten wir mit Spellbound, die Tour sollte ca. 3 1/4 Stunden gehen.Am 22.10.13 ging es dann um zehn Uhr los und die Tour war richtig gut! Wir hatten einen klasse Guide, der uns viel über die Geologie und die Geschichte der Region erzählte. Wir lernten auch, dass es sich nicht um Glühwürmchen, sondern um Pilzmückenlarven handelt, die mit den leuchtenden Fäden Beute anlocken. In der Glühwürmchen Höhle bewegten wir uns erst zu Fuß vorwärts, bis wir zu einem Schlauchboot gelangten, mit dem wir dann unter einem Sternenzelt aus Glühwürmchen durch die Dunkelheit glitten. Wir hörten nichts außer das Rauschen des unterirdischen Flusses und über uns spannte sich das Dach aus Glühwürmchen. Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt, es machte uns wirklich sprachlos.

Nach diesem Erlebnis gab es eine kleine Kaffeepause und anschließend ging es weiter in die trockene Höhle. Die war auch sehr beeindruckend, gar nicht unbedingt wegen der Tropfsteine sondern wegen ihrer Verbindungen zur Oberfläche, durch die immer wieder Licht ins Dunkle fiel. Leider auch hin und wieder Vieh, wie z. B. ein Bulle, von dem nur noch die Knochen übrig waren. Auch die Überreste eines Ziegenbocks, der sich zum Sterben in die Höhle zurück gezogen hatte, finden hier ihre letzte Ruhe. Hier lässt sich auch das Skelett eines Moas, den straußenähnlichen Vögeln, die leider bereits Ende des 14. Jahrhunderts ausgerottet waren, besichtigen.
Martin und ich waren uns einig, dass wir uns trotz der großen Auswahl für die richtige Tour entschieden hatten.
Von Waitomo aus ging es nun nach Rotorua, in die Thermalregion.

 

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1 Kommentar

  1. Pa

    immer wieder schön zu lesen! Ihr macht das wirklich gut. Gibt das später mal ein richtiges Buch, auch womöglich in Papierform? Titelvorschlag: „Unsere Weltreise für Nachahmer und Gleichgesinnte“.

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