Wandern in Slowenien: Via Dinarica Erfahrungsbericht & Tipps

Wandern in Slowenien – die wunderbare Via Dinarica im Grünen Karst

Wandern in Slowenien – die wunderbare Via Dinarica im Grünen Karst

Wandern in Slowenien – Via Dinarica – Grüner Karst

Dieser Artikel enthält entstand mit freundlicher Unterstützung des slowenischen Fremdenverkehrsamts und auf Einladung des Grünen Karst. Er enthält Werbelinks mit unseren Empfehlungen. Mit der Buchung/dem Kauf über einen der Links erhalten wir eine Provision, mit der du unsere Arbeit unterstützt. Dich kostet es natürlich nichts extra! Danke für deine Unterstützung!

Wandern in Slowenien, das heißt blauverschleierte Berge, orange-rote Sonnenuntergänge, klare Sicht bis zum Mittelmeer, herbstlich bunte Nebelwälder, perfekt erhaltene Burgen direkt aus dem Märchen, Blumenwiesen, gigantische Tropfsteinhöhlen, bizarre Naturmonumente, ein mysteriöser Sickersee … muss ich noch mehr sagen?

Der Grüne Karst in Slowenien ist ein Paradies für Wanderer, Naturfreunde und Fans mittelalterlicher Geschichte (und Geschichten). Und die Via Dinarica, ein markierter Fernwanderweg, führt mitten durch!

Sonnenuntergang hinter dem Mount Nanos, Slowenien

„Lass mal wandern im Grünen Karst“
„Wandern im … was?“

Liebe Geologen, bitte einmal weghören: „Karst“ nennt man eine Landschaft, die zum großen Teil aus Kalkstein besteht. Und weil Kalkstein relativ wasserlöslich ist (Chemiker hören besser auch weg), findet man hier häufig interessante Felsformationen und unterirdische Höhlensysteme, die über die Jahrmillionen aus dem Stein gewaschen wurden.

Der „Grüne Karst“ ist eine solche Region. Er befindet sich im Südwesten Sloweniens, und er macht seinem Namen alle Ehre. In gewisser Weise ist er sogar die Mutter aller Karste – denn der Begriff stammt aus dem Slawischen (Slowenisch: kras, Kroatisch: krš) und bedeutet so viel wie „steiniger und unfruchtbarer Boden“. Wer sich jetzt fragt, wie etwas „steinig und unfruchtbar“ und zugleich „grün“ sein kann, dem sei gesagt: Es geht!

Wandern in Slowenien: Die Via Dinarica im Grünen Karst

Wie ich sicher schon mal erwähnte, bin ich zu faul zum Navigieren und deshalb ein Fan markierter Fernwanderwege. Die Via Dinarica ist so einer – sie zieht sich parallel zur Mittelmeerküste über 1.340 km durch die Dinarischen Alpen: Auf ihr kannst du von Slowenien über Kroatien, Bosnien / Herzegowina und Montenegro bis nach Albanien wandern*.

[*Edit: In den Kommentaren unten wird leidenschaftlich diskutiert, ob man den Weg im Ganzen als “markiert” bezeichnen kann, ob man ihn (noch) sicher wandern kann etc. – das bezieht sich auf die Via Dinarica in ihrer vollen Länge. Dieser Artikel behandelt ausdrücklich nur den slowenischen Teil des Wegs, der meiner Einschätzung nach keine Probleme aufwerfen sollte (auch wenn ich ihn, wie gesagt, nur abschnittsweise getestet habe). Trotzdem ist natürlich wie immer jeder aufgerufen, sich ein eigenes Bild zu machen, nicht alles zu glauben, was im Internet steht, sich aktuelle Informationen beim Auswärtigen Amt zu holen, entsprechende Navigationshilfen wie Karten, Kompass oder GPS mitzunehmen, Zweit- und Drittquellen zu befragen … wie man das eben so macht, bevor man loswandert ;) Slowenien ist Teil der EU und des Schengen-Raums, man bezahlt mit Euro, man ist dort auf Touristen eingerichtet, meiner Meinung nach gibt’s hier keinen Grund zur Sorge. Wer ganz sicher gehen will, fragt noch mal die Leute vom Grünen Karst.]

Die ersten 160 Kilometer verlaufen durch Slowenien und bestehen fast ausschließlich aus bequem wanderbaren Schotterwegen. Der Weg beginnt am Mount Nanos bei Postojna und führt in zwei lockeren Schlenkern bis zur Grenzsstadt Prezid.

Dein Basecamp: Postojna und die Postojnska Jama

Postojnska Jama heißt so viel wie “Höhle von Postojna”. Sie ist über Slowenische Grenzen hinaus bekannt und dementsprechend gut besucht. An manchen Tagen werden hier bis zu 10.000 Besucher durchgeschleust – dementsprechend touristisch ist das Ganze aufgemacht.

Um die Tropfsteinhöhle herum befinden sich zig Souvenirläden, in denen du den Grottenolm, das Maskottchen der Höhle, als Plüschtier kaufen kannst – und am Eingang wird, DSGVO hin oder her, von dir ein Foto geknipst, das du am Ende der Tour für schlappe 5 Euro kaufen kannst. Oben siehst du, wie der Eingang kurz nach Feierabend aussieht.

 

Aber: Es wäre natürlich keine Touristenattraktion, wenn es nicht drinnen wunderschön und absolut beeindruckend wäre. Das Höhlensystem ist gigantisch. Von den 24 Kilometern an Gängen und Verästelungen bekommst du nur einen kleinen Teil zu Gesicht. Und der Weg hinein allein ist schon so weit, dass du mit einem kleinen Zug fährst.

Überall wachsen Stalagmiten, Stalaktiten, Vorhänge und Skulpturen. Klein, groß, gelb rot, weiß – und das Ganze wird atmosphärisch beleuchtet. In der Höhle sind es unabhängig von der Jahreszeit um die 8° Celsius. Die Höhle von Postojna liegt zwar nicht direkt an der Via Dinarica. Aber als “Basecamp” eignet sich der Ort sehr gut – hier gibt es sowohl eine Jugendherberge als auch diverse Hotels. Auch ein Campingplatz findet sich ganz in der Nähe.

Via Dinarica Station 1: Mount Nanos

Die Via Dinarica beginnt am Fuß eines Bergzugs, den die Slowenen einfach nur “Nanos” nennen (Oben die Ansicht von Postojna aus, unten der Blick vom Fuß auf den Gipfel). Er bildet eine natürliche Grenze zwischen dem wärmeren Mittelmeerklima und dem Klima im Landesinneren, weshalb es oben mitunter sehr windig sein kann.

Jacke festhalten hilft!

Gleich zu Beginn des Aufstiegs kannst du dich mit frischem, slowenischen Quellwasser versorgen, das dort aus einem Hahn sprudelt. Von dort aus geht es rauf auf 1.262 Meter.

Bei gutem Wetter kannst du von oben bis zum Mittelmeer sehen. Bei okayem Wetter hast du “nur” einen wahnsinnig schönen Ausblick.

Hinter dem Gipfel in einer windgeschützten Mulde steht eine Hütte namens Vojkova Koča. Dort serviert eine fröhliche Frau einfache Mahlzeiten, leckeren Bergtee (unbedingt probieren) und einen lokalen Schnaps, dem medizinische Fähigkeiten zugesprochen werden (huiiii!). Ist Desinfektion eine medizinische Fähigkeit? Ich glaube ja.

Entlang der Ostseite steigst du langsam ab in Richtung der Felsenburg Predjama. Hier ein Blick zurück:

Dabei geht es durch Wälder und Felder, durch Strane, das Dorf mit der ältesten Eibe Sloweniens, vorbei an farbenfrohen Blumengärten, Kirschtomaten, die einfach so an der Straße wachsen, Bäumen mit mehr Äpfeln als Blättern und Wiesen mit Oktoberkrokussen (Krokusse gibt’s hier zweimal im Jahr und die Leute finden das normal).

 

Via Dinarica Station 2:
Die Höhlenburg Predjama

Von den vielen märchenhaften Orten, die dir auf der Via Dinarica begegnen, ist die Höhlenburg Predjama wahrscheinlich der mit der interessantesten Geschichte. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert erbaut und nach und nach erweitert. Hinter ihr liegt ein Höhlensystem mit Frischwasserversorgung – was die Burg (abgesehen von ihrer Lage in unzugänglichen Fels) praktisch uneinnehmbar machte.

Davon profitierte im 15. Jahrhundert ein Raubritter namens Erasmus, der seinen Belagerern zu Feiertagen frech etwas zu Essen ins Tal schickte, um ihnen zu zeigen, dass er keineswegs am Hungertuch nagt.

Der Unterschied zu Helms Klamm aus Herr der Ringe bestand darin, dass die Höhle einen geheimen Hinterausgang hatte, über den Erasmus sich und seine Leute mit Schnitzel versorgen konnte.

Aber wie das immer so ist – durch einen Verrat in den eigenen Reihen erfuhren die Belagerer, wann Erasmus “auf 17” war, und schossen ihm ein paar Steine (unten rechts) auf den Lokus (geradeaus). Kein sehr glorreiches Ende, aber immerhin so eine Art Humor des Schicksals. Die Burg musst du unbedingt von innen sehen!

Via Dinarica Station 3:
Rakov Škocjan, das Tal der natürlichen Brücken

Ich habe es nicht gesehen, aber ich will es der Vollständigkeit halber erwähnen: Bevor der Wanderweg am größten Sickersee Europas vorbeiführt, schlängelt er sich durch ein Tal, das von einem Bach in den Felsen gewaschen wurde.

Die Brücken waren Ursprünglich der Ein- und Ausgang einer Höhle, die aber eingestürzt ist – das Tal muss so malerisch sein, dass hier Teile des Karl May Klassikers “Winnetou” gedreht wurden.

Und da Karl May ja bekanntlich auch über vieles “berichtet” hat, ohne je da gewesen zu sein, kann ich wahrheitsgemäß sagen: An diesem Abschnitt der Via Dinarica führt kein Weg vorbei!

Via Dinarica Station 4:
Der Sickersee von Cerknica

Der Zirknitzer See (Cerkniško jezero) ist der größte Sickersee Europas. Er füllt sich nach ergiebigen Regengüssen oder Schneeschmelzen innerhalb weniger Tage mit Wasser – und läuft dann im Verlauf einiger Wochen durch zahlreiche Löcher wieder ab. Früher tat er das mitsamt seinen Fischen, die zum Teil mit in den Abflüssen verschwanden, zum Teil aber auch auf dem Trockenen liegen blieben.

Heute gibt es ein kleines, aufgestautes Rückhaltebecken (s.o.), in dem die Fische überleben können – obwohl sie offenbar auch aus dem unterirdischen Höhlensystem wieder herausfinden. Über das Naturphänomen Zirknitzer See hat schon Immanuel Kant 1756 berichtet: Der See fließe nicht eher ab als um Jacobi (Juli) und fülle sich wieder gegen November.

Wenn du im Oktober da bist, kannst du also Glück oder Pech haben – wobei man im Normalfall ohnehin nur einen von beiden Zuständen live erlebt. Für alles andere gibt es ein kleines Museum mit einem liebevoll gebauten, maßstabsgetreuen und voll funktionalen Modell!

Via Dinarica Station 5:
Slivnica, der Hexenberg

Mystisch wird’s [Edit: so sagt man] auf dem 1114 Meter hohen Slivnica. Hier gibt es eine Höhle unterhalb des Gipfels (Coprniška jama), aus der in den Wintermonaten feuchtwarme Luft aufsteigt, die sich dann in Nebel verwandelt.

Der Name der Höhle bedeutet passenderweise Hexenhöhle – weil man früher annahm, dass dort die Hexen ihre Tränke zubereiteten. Natürlich waren sie dann schuld an schlechten Ernten, Krankheiten und sonstigem Ungemach, für das man einen Verantwortlichen brauchte.

Via Dinarica Station 6:
Križna Jama, die Bärenhöhle

Križna Jama ist ein Erlebnis. Vor dem Eingang steht eine Hütte, an der du mit Gummistiefeln ausgestattet wirst. Dann geht es durch den vergitterten Eingang eine breite Treppe runter, an deren Fuß du einen Akku zum Umhängen mit einer beweglichen Taschenlampe daran bekommst. Und dann kannst du auf schmalen Wegen die Höhle erkunden.

Es ist pechschwarz in dieser Höhle, und damit leider etwas zu dunkel, um ohne Stativ Fotos zu machen – aber ich denke man bekommt einen Eindruck davon, wie groß das Ganze ist. In dieser Höhle steht an manchen Stellen Wasser, so dass du den hinteren Teil nur mit dem Schlauchboot erreichst. Natürlich wird jede Gruppe von einem Führer begleitet, der weiß, wie man die Riffs umschifft – und die Regentropfen, die von oben kommen.

Man hat in dieser Höhle Bärenknochen gefunden – von Höhlenbären. Die Biester hatten mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 3,5 Metern die Ausmaße eines Kleinwagens und waren damit deutlich größer als heutige Braunbären (oberer Schädel). Sie orientierten sich in der Höhle nur über ihr Gehör. Auch wenn sie wahrscheinlich hauptsächlich Vegetarier waren, wäre ich ihnen nicht gern im Dunkeln über den Weg gelaufen – leider (zum Glück) sind sie ausgestorben.

Via Dinarica Station 7:
Das Youth Hostel “Ars Viva” in Podcerkev

Eine Übernachtung wert ist die Jugendherberge Ars Viva. Der Name bedeutet übersetzt soviel wie “Die Kunst zu leben” und ist gleich doppelt sinnig, was mit der Geschichte des Besitzers zu tun hat: Benjamin Žnidaršič ist seit einem Unfall als junger Mann an den Rollstuhl gebunden.

Danach hat er eine Stiftung gegründet, mit zig Helfern seinen Bauernhof zu einer super barrierefreien und rollstuhlfreundlichen Jugendherberge umgebaut und malt obendrein ziemlich schöne Bilder – mit dem Mund.

Auf dem Gehöft finden regelmäßig musikalische Veranstaltungen statt, die Leute von weit her anlocken, man kann Mundmalkurse machen und noch tausend andere Sachen. Es ist der Wahnsinn, was die Leute sich alles einfallen lassen. Must see!

Via Dinarica Station 8:
Grad Snežnik, Schloss Schneeberg

Dieses Wasserschloss aus dem 13. Jahrhundert in der Nähe von Kozarišče ist aus vielen Gründen interessant – einer davon ist, dass es im 2. Weltkrieg nicht geplündert wurde und die Einrichtung damit noch original so ist, wie die letzte Besitzerfamilie sie seit 1853 genutzt hat. Ein anderer Grund ist, dass das Schloss des öfteren schon bis zur Oberkante der Brücke unter Wasser stand – man stelle sich das vor:

Via Dinarica Station 9:
Snežnik, der Krainer Schneeberg

Die letzte Station, bevor es runter nach Prezid, Kroatien geht (wo der slowenische Teil der Via Dinarica endet) ist Snežnik, oder der Krainer Schneeberg (nicht zu verwechseln mit diversen anderen “Schneebergen” in diesem Sprachraum). Im Oktober wandert man zunächst durch einen bunten Wald, der selbst im Nebel ein wunderschönes Indian-Summer-Feeling verbreitet.

Der Krainer Schneeberg ist mit 1.795 Metern der höchste slowenische Gipfel außerhalb der Alpen. Auf dem Weg nach oben endet mit dem Wald auch der befahrbare Schotterweg und wird zu einem Pfad, den man nur noch zu Fuß begehen kann. An seinem Fuß liegt ein Stapel Brennholz. Die schöne Tradition ist es hier, dass jeder Wanderer, der zur Hütte am Gipfel hinaufsteigt, einen Holzscheit mit hochnimmt.

Die Vegetation wird hier niedriger und nadeliger …

… was daran liegt, dass hier im Winter eine Menge Schnee liegt, wie es sich für einen Schneeberg gehört. Offenbar liegt auch gelegentlich so viel, dass selbst die Wegweiser sich anerkennend verneigen.

Ich empfehle übrigens immer wieder gern: Wanderstöcke. Ich hatte meine am Vortag nicht dabei und es ging bergab. Selbst ohne viel Gepäck ging das so auf die Knie, dass ich am nächsten Tag den Snežnik kaum runtergekommen bin. Wer sich für meine Ausrüstung interessiert, kann gern mal in meinem Artikel zum schottischen West Highland Way schmökern.

Oben auf dem Snežnik angekommen, kannst du dich ins Gipfelbuch eintragen, in der Hütte etwas essen, einen Bergtee trinken und einen weiteren Schnaps mit “medizinischen Fähigkeiten” zu dir nehmen. Wenn du willst, kannst du auch eine Postkarte schreiben …

… und natürlich die Aussicht genießen. Bei klarer Sicht, so ist es überliefert, sieht man auch was.

Allgemeines über Slowenien

Mit gerade mal 2 Millionen Einwohnern entspricht Slowenien in Größe, Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte etwa dem dritt-dünnst-besiedelten deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Währung ist sogar die gleiche (haha). Landschaftlich, architektonisch und kulturell weist das Land allerdings eher Parallelen zu Bayern auf – weiße Häuser mit roten Dächern, eine kleine, spitze Kirche in jedem Dorf und selbst die Volksmusik klingt bayrisch.

Wen wundert‘s – das Land stand viele Jahrhunderte unter Bayrischer und Österreichischer Herrschaft. Viele Orte sind daher, wie dir sicher aufgefallen ist, noch unter ihren alten Deutschen Namen bekannt – wie zum Beispiel Adelsberg, der Zirknitzer See oder eben der Krainer Schneeberg.

Wie du hinkommst

Der Startpunkt der Via Dinarica, Mount Nanos, liegt etwa 50 Kilometer von Flughafen Trieste (Italien) entfernt. Etwas weiter weg ist der Flughafen der slowenischen Hauptstadt Ljubljana mit ungefähr 80 Kilometern. Mein Tipp: Je nach Lauftempo und Verweilmotivation 2-3 Wochen Urlaub nehmen und dem Weg einfach weiter nach Kroatien hinein folgen. [Edit: Man beachte die Diskussion in den Kommentaren]

Etwa 80 Kilometer nach der kroatischen Grenze landet man in der Nähe (etwa 20 km entfernt) des Flughafens Rijeka (RJK). So hat man insgesamt etwa 240 Kilometer zu Fuß zurückgelegt und hat es nicht allzu weit zum Heimflug.

Beste Reisezeit zum Wandern in Slowenien

Bist du ein Frühlingsmensch? Oder stehst du eher auf Herbst? Anfang Oktober ist definitiv eine gute Zeit, um in Slowenien zu wandern. Nicht zu kalt und nicht zu warm, nicht zu nass und nicht zu trocken. Genauso gut wäre wahrscheinlich Mai – die Klimatabelle jedenfalls kündet auch hier von wenigen Regentagen und angenehmen Temperaturen. Und vielleicht wäre der Grüne Karst hier auch tatsächlich richtig grün anstatt herbstlich bunt?

Via Dinarica Reiseführer:

Slowenien Reiseführer:

Du suchst noch weitere Wanderungen und Inspirationen? Wie wär’s mit dem 4-tägigen Prättigauer Höhenweg oder einer Wanderung in der Greina Ebene?

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Piet Fischer

Freelance Text & Konzept bei verschiedenen Agenturen
Kommunikationsdesigner aus Krefeld am Niederrhein. Passionierter Fahrradnomade und Rucksacktourist. Freut sich über Feedback!
Piet Fischer

6 Kommentare

  1. Toller Artikel, auf dem ich hier zufällig gelandet bin. Macht wirklich Lust auf mehr, zumal Slowenien immer höher auf meiner Wunschliste rutscht. Bisher hatte ich nur den Soča-Trail und den E7 im Kopf.
    Eine Frage: hattest du dein Gepäck dabei und hast du auch andere Fernwanderer getroffen?
    Gruß
    Audrey

    • Hi Audrey! Wir haben zwar nur Tagestouren entlang des Trails gemacht, aber den einen oder anderen Wanderer mit 40+ Liter Rucksack gab es dort schon zu treffen. Ob das auch tatsächlich Fernwanderer waren, kann ich nicht sagen, aber ich vermute mal schon :) LG Piet

  2. Hallo liebe Wanderfreunde!

    Seit zwei Tagen bin ich wieder zurück von meiner Via-Dinarica-Tour.

    Um es gleich vorwegzunehmen: diesen Weg gibt es NICHT (!!!) in Realität.

    Die Wege sind entweder nicht existent (von Beschilderungen will ich gar nicht sprechen) oder so zugewachsen, daß ein normales Wandern nicht möglich ist. Also bitte, bitte nicht diesen Weg wandern wollen – es gibt ihn einfach nicht.

    Ich bin ein sehr erfahrener und sehr ausdauernder Wanderer und hatte selbst mit einem GPS-Gerät (Garmin etrex 30x) meine Schwierigkeiten. Nicht selten kam ich mir verloren vor. Ja, auch mit GPS-Gerät!

    Die von einigen Internetseiten zur Verfügung gestellte GPS-Route ist in Wirklichkeit NICHT!!! existent. Ich habe die gpx-Datei auf mein Garmin etrex 30x geladen und mußte schon am ersten Tag feststellen, daß dies nur eine auf dem PC erstellte Route ist. Da ist in den letzten Jahren keiner mehr gewandert. Es mag sein, daß es (einige) diese Wege einmal gab, aber heute (im August 2019) eben nicht mehr. Dies habe ich auch alles auf Videomaterial als Beweis aufgenommen. Wer was anderes sagt, meint nicht diesen Trail. Man kann sich nicht vorstellen, wie enttäuscht und vor allem wütend auf die Macher dieser Tour war/bin.

    Man stelle sich vor, daß Wanderer aus Australien, Neuseeland, Japan, den USA … dort hinkommen, und schon am ersten Tag feststellen, daß es diesen Weg gar nicht gibt. Ich will mir deren Enttäuschung, von anderen Emotionen gar nicht zu sprechen, nicht vorstellen. Dies MUSS anders dargestellt werden. Wie könnte man hier vorgehen?

    Die Wanderwege sind nicht existent. Hier wird für etwas geworben, was es nicht gibt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Vladimir Mandić

    • Hi Vladimir, das ist eine interessante Info. Wo genau bist du gewandert? Ich bin den slowenischen Teil wie gesagt nur Abschnittsweise gewandert, hatte aber nicht den Eindruck, dass der Weg dort nicht vorhanden oder schlechter markiert wäre als ein WHW oder Jakobsweg … aber wo ich nicht war (ein großer Teil), kann ich das natürlich nicht beurteilen. Ich bin allerdings inzwischen einen Teil der kroatischen Via Dinarica gelaufen und kann bestätigen, dass das nicht immer ganz einfach ist. Es gibt teilweise mehrere Varianten des Wegs, man verfranst sich ab und an und muss dann aufs GPS gucken. Manchmal sieht man die Markierungen im Wald nicht etc. eingetragene Hütten sind teilweise abenteuerlich … aber im Großen und Ganzen ist es doch ein existierender Weg (nicht einfach, aber machbar) Gibt es dazu weitere Erfahrungen (wer was weiß, gerne kommentieren, damit alle das lesen können). Danke + LG Piet

    • 2. September 2019
    • Antworten

    Die Autorin dieses Artikels schreibt folgendes:

    “Wie ich sicher schon mal erwähnte, bin ich zu faul zum Navigieren und deshalb ein Fan markierter Fernwanderwege. Die Via Dinarica ist so einer … von Slowenien über Kroatien, Bosnien / Herzegowina und Montenegro bis nach Albanien wandern.

    … Und die Via Dinarica, ein markierter Fernwanderweg, führt mitten durch!”

    Das ist FALSCH!!!

    Die “Via Dinarica” ist alles andere, als ein markierter Fernwanderweg. Genaugenommen, gibt es diesen “Fernwanderweg” gar nicht. Und zwar keiner der drei. Siehe weiter unten.

    Daß die Autorin lügt, will ich ihr nicht unterstellen, sondern Unwissenheit. Hier wurden entweder einfach Daten von anderen Internetseiten übernommen oder auf sogenannte “Locals” gehört, wo keiner von diesen auch nur eine einzige Minute in diesem Gebiet wandern war, zumindest nicht die letzten 10 Jahre.

    Ich war im Juli/August 2019 dort, bin insgesamt 1400 km gewandert, und das ist meine Erfahrung zur “Via Dinarica”:

    VORSICHT!!!

    Sämtliche Wanderwege der “Via Dinarica” (White, Blue und Green Trail) sind KEINE zusammenhängenden Fernwanderwege, wie z. B. der AT (Appalachian Trail) oder der PCT (Pacific Crest Trail) in den USA.

    Entsprechende Schutzhütten, Wasserquellen etc. sind entweder sehr spärlich oder gar nicht über den ganzen Trail hinweg vorhanden. Große Teile (in allen Ländern der „Via Dinarica“) der Wanderwege sind unerschlossen und NICHT! begehbar.

    Viele Wege stammen noch aus der Zeit aus dem ehemaligen Jugoslawien. Die Wanderwege sind heute (August 2019) entweder komplett verschwunden oder so zugewachsen, daß ein normales Wandern nicht möglich ist. Nur Teilabschnitte sind begehbar.

    Bosnien und Herzegowina ist dabei, diesen Trail, zumindest im eigenen Land, auszubauen. Das Ziel ist es, langfristig, einen Fernwanderweg zu erschaffen, der Wanderer anziehen soll, Abseits des Massentourismus zu wandern.

    Somit ist die „Via Dinarica“ derzeit (August 2019) nur ein Begriff auf dem Papier, aber KEIN Wanderweg in der Realität.

    Weiterhin sollte hier Erwähnung finden, daß ich auf meiner Tour im Juli/August 2019 in Kroatien, als auch in Bosnien und Herzegowina mehrere Male bedroht (!) wurde, weil ich für einen Immigranten gehalten wurde.

    Das Problem sollte SEHR ernst genommen werden.

    Ursprünglich wollte ich bis Athen (Griechenland) wandern, sah aber meine Sicherheit als gefährdet an, und mußte aus diesem Grund meine Wanderung abbrechen.

    Die Menschen in diesen Ländern (Balkan) erkennen scheinbar keine Wanderer. Ich wurde ständig für einen Immigranten gehalten und so auch behandelt, obwohl ich die Landessprache perfekt beherrsche. Ich sah wie ein typischer Wanderer aus, wurde aber nie als solcher erkannt. Ich konnte es selbst nicht glauben.

    Mein Tip: BITTE, BITTE NICHT die nächsten Jahre in diesen Ländern wandern, es ist sehr unsicher, ja, geradezu gefährlich.

    Ich werde auch das Auswärtige Amt benachrichtigen, um eine entsprechende Warnung für diese Länder aussprechen zu lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Vladimir Mandić

    • Hi Vladimir, danke für dein Engagement. Mein Artikel bezieht sich nur auf Slowenien, ich habe das jetzt noch mal in einer zusätzlichen Anmerkung deutlich gemacht.

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