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West Highland Way: 20 Tipps zum Wandern und Wild Campen für Wanderneulinge [+ West Highland Way Packliste]

West Highland Way:
20 Tipps zum Wandern und Wild Campen für Wanderneulinge
[+ West Highland Way Packliste]

Gastbeitrag von Piet Fischer

 

Der West Highland Way, oder: Earthporn 3000

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Mitte Mai war ich Schottland. Ich schreibe diesen Artikel unter schwerem Einfluss von Glückshormonen – es war einfach zu geil. Schottland ist unfassbar schön. Und beeindruckend. Und einsam.

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Die Landschaft von rau und wild bis grün und märchenhaft. Schneebedeckte Berge, deren Gipfel in den Wolken stecken. Stundenlang durch stille Täler laufen, ohne eine Menschenseele zu treffen. An Seeufern schlafen – oder in steinalten Hütten, die einfach mal mitten im Wald stehen.

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Kurz, die Highlands rangieren auf meiner persönlichen Awesomeness-Skala nur knapp hinterm Yosemite-Nationalpark (den ich schon mal auf Fotos gesehen habe). Und das alles, während Burgen, steinzeitliche Kultstätten und andere moosbewachsene Gemäuer eine Geschichte ausstrahlen, die man sonst nur von Günter Netzer kennt. Wahnsinn.

Was habe ich getan?

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Ich bin den West Highland Way gelaufen – mit Rucksack, Zelt und Reiseführer. 14 Tage, 154 km von Milngavie, einem Vorort von Glasgow, bis nach Fort William. Und weil das nur 9 Tage gedauert hat (man kann es angeblich auch in fünf bis sieben schaffen), bin ich von dort aus noch den Great Glen Way bis Loch Ness gelaufen – noch mal ca. 75 km.

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In diesem Artikel habe ich für dich gesammelt, was ich während der Reise gelernt habe – über das Land, den Reisezeitraum, Do’s and Dont’s, Equipment, Tipps & Tricks, Budgetfragen und über meine West Highland Way Packliste. Viel Spaß damit!

Der beste Reisezeitraum

Ich empfehle aus vollstem Herzen den Mai. Nicht nur, weil er statistisch gesehen der niederschlagsärmste Monat in Schottland ist, sondern auch, weil die Chancen gut stehen, noch von Midges (die berühmten schottischen Mikro-Mücken) verschont zu bleiben.

Zum Wandern ist es nicht zu warm und nicht zu kalt, Zeltplätze haben geöffnet und die Nachttemperaturen liegen in der Regel über dem Gefrierpunkt. Dafür trifft man ein paar mehr „Mitläufer“ als im Winter – wer auf absolute Einsamkeit steht: ich habe gehört, Skye soll auch sehr schön sein.

Schottisches Wetter

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Ja, das Wetter ist gewaltig. Von strahlender Sonne über Nieselregen bis hin zu Hagelschauern mit Sturmböen ist alles drin – und das alles innerhalb von zehn Minuten. Dafür wird es danach auch genauso schnell wieder hell. Wetterberichte taugen dort oben herzlich wenig.

Wenn sieben Tage Regen angesagt sind, solltest du dich davon auf keinen Fall entmutigen lassen – wahrscheinlich scheint nämlich stattdessen die Sonne. Zugegebenermaßen ist Schottland, vor allem der Westen, relativ nass. Wenn du wetterfest gekleidet bist, tut das dem Genuss aber keinen Abbruch. Außerdem kannst du so viel besser positiv überrascht werden.

Dein Freund, der Rucksack

Dein Rucksack ist ein ziemlich essentielles Teil. Er sollte für maximalen Wanderspaß dringend zu deiner Körpergröße passen. Dabei muss er gar nicht unbedingt teuer sein (meiner liegt mittlerweile bei nur noch 50 Euro). Am besten, du achtest hierauf:

  • Voll bepackt muss das komplette (!) Gewicht auf deiner Hüfte sitzen
  • Zwischen Schultergurte und eure Schultern sollten (oben) jederzeit zwei Finger passen
  • Inklusive Proviant sollte er maximal 10-15% deines eigenen Körpergewichts wiegen

 

Wanderschuhe: Läuft.

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Für den durchschnittlichen schottischen Wanderweg sollten deine Schuhe ein paar Kriterien erfüllen:

  • Die richtige Breite (der Fuß muss von allen Seiten gut gestützt sein, aber drücken darf’s auch nicht). Am besten mal ein paar Modelle von verschiedenen Herstellern ausprobieren – man merkt schnell, was sich gut anfühlt und was nicht.
  • Der ideale Schuh ist eine Nummer größer – damit du auch bergab nicht so weit nach vorne
    rutschst, dass deine Zehen anstoßen.
  • Deine Ferse sollte möglichst an ihrem Bestimmungsort hinten im Schuh bleiben und sich beim Gehen nicht an der Innenwand reiben. Der Fachmann würde sagen „Der Schuh muss mit dem Fuß laufen, nicht der Fuß im Schuh“
  • Wasserdicht sollten sie sein (richtig dicht, nicht nur abweisend – die Wege sind teilweise kleine Bäche)
  • Atmungsaktiv, damit man sich die Pfützen im Schuh nicht selbst schwitzt
  • Hoch schnürbar, wegen der oft krummen und steinigen Wege: Umknickgefahr.
  • Anders als dein Pullover sollten deine Schuhe eingelaufen sein. Walk a Mile in your shoes, bevor die eigentliche Wanderung losgeht – so kannst du die beste Schnürtechnik herausfinden, noch bevor es ernst wird.

 

Sehr zu empfehlen: Walking Poles

Ja, Nordic-Walking-Stöcke sehen behämmert aus. Zumindest in eher südlichen Breitengraden im Park. Aber Schottland ist schon recht nordisch, und ich schwöre beim Gott der Physiotherapie, wenn du einen 15-Kilo-Rucksack auf dem Rücken hast, sind die Dinger Gold wert. Außerdem benutzt dort jeder welche. Für Knie-Problematiker sind sie ein absolutes Must-have. Kleine Liste mit nützlichen Anwendungsgebieten:

  • Über Steine in Flüssen balancieren
  • Wände hochlaufen, um an Pfützen vorbeizukommen
  • Knie (bergab!) und Füße entlasten, Arme/Oberkörper mittrainieren
  • Wildgewordene Schafe auf Distanz halten
  • Tragfähigkeit des Bodens checken
  • Laserschwertkämpfe – bzzzzzz bzzzz

 

Home is, where the Zelt is

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Deine Behausung sollte möglichst leicht und platzsparend sein. Dummerweise sind Zelte, wie alle anderen Dinge, die leicht und platzsparend sind, relativ teuer. 150 Euro für ein „nur“ 2-Kilo Zweipersonenzelt kann man da schon mal hinblättern.

Und während das dann für dich und deinen Rucksack komfortabel ist, wird es zu zweit und mit zwei Rucksäcken schon kuschelig. Man bedenke, dass das Zelt nach dem Abbauen in der Regel nass ist und damit schon mal gerne ein Kilo mehr wiegt.

Alternativ: Ich habe zwei Schotten kennengelernt, die in Hängematten schliefen – mit Zeltdach und Moskitonetz. Wo man seinen Rucksack nachts hintun soll, weiß ich zwar nicht, aber ansonsten stelle ich mir das ziemlich geil vor (liebe Hersteller, ich würde das gerne mal ausprobieren!). Scott und Craig schwören jedenfalls drauf.

Wildcampen in Schottland

Dein Zelt pitchen darfst du mit einigen Ausnahmen überall. Es gibt entlang des Loch Lomond (der erste See, an dem du entlang läufst) eine längere Strecke, auf der es verboten ist – es gibt aber offizielle Campingplätze in diesem Gebiet.

Ansonsten gilt als Faustregel: Nicht über Zäune klettern und nicht in Sichtweite von Häusern zelten (Wenn du die Bewohner fragst, bekommst du aber in der Regel die Erlaubnis, oder zumindest eine Empfehlung, wo du dein Zelt hinstellen kannst). Natürlich darfst du keine Spuren hinterlassen (Leave-no-Trace-Policy), keinen Müll, keine Feuerstellen, die vorher nicht vorhanden waren und so weiter. Kriegt man aber hin. Tschakka!

Wie weit noch? Das Tagespensum.

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Ich empfehle Anfängern ein Tagespensum von 15 Kilometern zum Warmwerden. 20 bis 25 sind später auch gut drin, aber wer die nötigen Muskeln erst noch aufbauen muss, ist in den ersten drei Tagen mit 10 bis 15 Kilometern gut bedient.

Je nach Beschaffenheit des Wegs kannst du mit einer Geschwindigkeit von 3-4 km/h rechnen – das bedeutet, eine Strecke von 15 Kilometern schaffst du bequem in 5 Stunden plus Pausen. Das „Problem“ dabei ist, wenn du morgens um 8 oder 9 losläufst, bist du schon ziemlich früh am Zielort – dort hast du dann noch viel, viel Zeit, die Umgebung zu erkunden, ein Buch zu lesen, oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen.

„Ich bin Pessimist. Weil ich dann immer entweder Recht habe oder positiv überrascht bin.“

Gelegentlich passiert auch Folgendes: Auf der Karte oder im Reiseführer ist ein Zeltplatz eingezeichnet, dessen Entsprechung in der Realität a) ganz woanders ist, b) nie existiert hat oder c) durch ein Wurmloch in ein Paralleluniversum geraten ist und nicht mehr zurück findet.

Dann heißt es weiterlaufen, eine andere Unterkunft suchen oder einfach trotzdem irgendwo sein Zelt aufschlagen. Für die Moral ist es gut, wenn du davon ausgehst, dass solche Bugs grundsätzlich immer passieren – meistens hast du dann Glück.

Blasen (SFW)

Die besten Mittel gegen Blasen sind a) passende und eingelaufene Schuhe, b) trockene Füße, Stichwort Socken, und ganz wichtig c) keine Eile. Wer marschiert, kann schlecht mit Bedacht einen Fuß vor den anderen setzen. Du trittst auf Steine und andere schiefe Ebenen und sorgst so dafür, dass deine Füße in den Schuhen mehr als nötig herumrutschen.

Ich empfehle stattdessen entspannte Gangarten wie bummeln, schlendern, gechillt laufen oder sich Schritt für Schritt vorwärts bewegen. Die eine oder andere Blase wird sich trotzdem nicht vermeiden lassen. Solange sie nicht aufgehen (und nicht allzu weh tun), kann man meiner Erfahrung nach sehr gut von Blasenpflastern absehen.

Denn: so beugt man nicht nur der Entstehung neuer Blasen vor, sondern bremst zugleich auch potenzielle Pilzkulturen aus. Die meisten Blasen spürt man nach ein paar Tagen gar nicht mehr.

Schlafen, nicht frieren

Im Mai liegen die Nachttemperaturen, besonders in höher gelegenen Gegenden, gerne mal um den Gefrierpunkt. Dein Schlafsack sollte also warm sein. Das Wichtigste ist aber eine gute Isolierung vom kalten Boden. Du erfrierst sicher nicht, aber du schläfst nicht vernünftig, wenn du dich ständig drehen und wenden musst wie eine Wurst auf dem Eisgrill.

Ich hatte nur eine sehr dünne Isomatte und musste eine (genauso dünne) Decke und später sogar noch meinen Regenponcho drunterlegen. Trotz Zwiebelprinzip mit meiner halben Garderobe war es ziemlich kalt. Was lernen wir daraus? Im Spanischen Mai kann man an der Isomatte sparen – im schottischen eher nicht.

Ohren zu und durch: Gehörschutz für die Nacht

Vögel sind ein schöner, aber effektiver Wecker. Gern auch mal schon morgens um vier. Es gibt aber auch andere Tiere, die nachts Geräusche machen. Wenn du einen leichten Schlaf hast (oder nicht wissen willst, was Hirsche über deine Zeltschnüre zu sagen haben, nachdem sie darüber gestolpert sind) solltest du Stöpsel in den Ohren haben.

Gelegentlich schläfst du auch neben oder in der Nähe von schnarchenden Mitmenschen. Um zu verhindern, dass du sie im Halbschlaf erwürgst oder am nächsten morgen hasst, sind Ohrstöpsel sehr zu empfehlen.

Immer an der Quelle: Trinkwasser in Schottland

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In der Theorie solltest du in Schottland aus jedem Bach trinken können. In der Praxis ist das selten
nötig, denn zumindest entlang des West Highland Way gibt es immer wieder Gelegenheiten, deine Flaschen mit Leitungswasser zu füllen. Vor Hotels, auf Campingplätzen, vor öffentlichen Gebäuden und gelegentlich auch vor Privathäusern gibt es Wasserhähne, aus denen du dich bedienen kannst.

Du brauchst also eigentlich nie mehr als 1,5 bis 2 Liter mit dir rumtragen. Solltest du doch mal in die Verlegenheit geraten, aus einem fließenden Gewässer trinken zu wollen, kannst du es im Zweifel abkochen, mit Wasserentkeimer behandeln bzw. durch ein Nano-Filtersystem pressen. Hatte ich alles nicht und lebe noch.

Essen auf Wanderschaft

Sagen wir’s so: Für das Geld, das du in Schottland für Essen lässt, könntest du dich hier schon recht bewusst ernähren. Das liegt zum einen am Britischen Pfund und zum anderen an den relativ spärlichen Gelegenheiten, etwas einzukaufen. Da ist dann schon mal ein Campingshop oder ein Tante-Emma-Laden dabei – große Supermärkte findest du am West Highland Way eher selten. Was du dagegen tun kannst:

  • Viele nehmen sich Essen für die komplette Reise mit, so dass sie zwischendurch nicht einkaufen müssen. Ich habe Babybrei gesehen, der mit Wasser angerührt wird, gefriergetrocknete Gerichte, die mit heißem Wasser übergossen werden und lang haltbare Dinge wie Trockenwurst oder Astronautennahrung.
  • Ich selbst habe alles dort gekauft und mich von Kalt/Rohkost ernährt. Paprika, Möhren, Äpfel, Bananen, Kekse, Brot/Brötchen, gelegentlich Wurst oder Käse, Studentenfutter, Müsliriegel. Kocher hatte ich keinen dabei. Nachteil: Du hast nichts warmes zu Essen – Vorteil: die heiße Tasse Kaffee, die du morgens von den netten Leuten aus dem Wohnmobil nebenan angeboten bekommst, gehört zu deinen persönlichen Glücksmomenten.
  • Wenn du nicht auf etwas Heißes verzichten willst, solltest du einen Gaskocher oder Spiritusbrenner nebst entsprechendem Kochgeschirr einpacken. Hier gilt leider mal wieder die Regel: je leichter und platzsparender, desto teurer. Ausleihen wird da zu einer attraktiven Option. Für Menschen ohne Kocher bleiben immer noch die (übrigens ziemlich unvegetarischen) Highlights der schottischen Küche:
  • Haggis. Schottische Nationalvorspeise hin oder her, das sind doch Schafsinnereien, zubereitet in Schafsinnereien, oder? Ja und nein. Was soll ich sagen – das Zeug ist echt lecker. Und es hat mit Schaf gefühlt so viel zu tun wie Bärchenwurst mit Bären. Man sieht nichts davon, man spürt nichts davon, man hört es nicht blöken … wer Fleisch isst, muss auch Haggis probieren.
  • Black Pudding. Vorsicht, „False Friend“: Was sich anhört wie leckerer Zartbitter-Schokoladenpudding ist in Wirklichkeit panierte Blutwurst, die in der Pfanne gebraten wird und sich dabei innerlich in ihren Urzustand (Blut!) zurückverwandelt. Wer drauf steht, ok. Ansonsten wären da ja noch die Tabletten gegen Brechreiz, die sich in deiner Reise-Apotheke befinden.
  • Fish & Chips. Diesen – wenn auch eher englischen – Klassiker solltest du auch in Schottland mal gegessen haben. Ähnelt dem großen Backfisch von der Kirmes mit geilen, frischen, heißen Fritten. Keine Ausreden – Vegetarier, esst wenigstens die Pommes
  • Britisches Frühstück mit Würstchen, Bacon, Baked Beans, scrambled / fried Eggs & Labbertoast. Im Hostel in Glasgow genauso herzhaft wie überall sonst. Kann man mal machen!

 

Low-Budget-Urlaub vs. Realität

Geld mitnehmen schadet nicht. Der Wechselkurs vor Ort ist ungünstiger als hier. Am besten ist es, Britische Pfund direkt vor Ort abzuheben, mit Kreditkarte oder mit (fürs Ausland freigeschalteter) EC-Karte. Geheimnummern nicht vergessen.

Kostenlos Bargeld abheben in Schottland kannst du beispielsweise mit der DKB VISA Kreditkarte.

Ich habe im Vorfeld ca. 250 Euro in 170 Pounds umgetauscht – und dachte, damit komme ich aus. Weit gefehlt! Einkaufen, Campingplätze und ab und zu mal ein Kaffee, Pub-Bier, Whisky oder Haggis läppern sich. Am Ende lag ich all inclusive für vierzehn Tage und Nächte (8 x Campsites, 5 x Wildcampen und 1 x Hostel) bei etwa 500 Euro plus Hin- und Rückflug (bei mir ca. 200 Euro).

Es gäbe da natürlich noch Sparpotenzial, aber für einen 2-wöchigen Erlebnisurlaub von dieser Genialität finde ich das schon ganz ok. Woanders bezahlt man das nur fürs Hotel.

Unterkünfte und Preise

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  • Wildcampen: 0 Pounds (ist fast überall erlaubt, manchmal gibt es ausgewiesene Plätze)
  • Schutzhütten („Bothys“) mit Tür und Kamin: 0 Pounds
  • Zeltplätze liegen zwischen 5 und 10 Pounds pro Person und Nacht (7 bis 14 Euro)
  • Hostels und Bunkhouses: Von 15 bis 25 Pounds (20 bis 40 Euro)
  • B&B gibt’s an jeder Ecke, aber kosten ab 30 Pounds aufwärts (45 Euro)
  • Hotels liegen preislich teilweise deutlich darüber.

 

Tipp: Kostenlos Bargeld abheben in Schottland
Mit der kostenlosen DKB VISA Kreditkarte kannst du nicht nur in Schottland, sondern weltweit kostenlos Bargeld abheben.

 

Statt Adapter: Der Steckdosen-Trick.

Don’t try this at home heißt ja nicht don’t try this im Urlaub. Aber damit nachher keiner sagt, er hätte von nichts gewusst, sage ich: Mit Steckdosen spielt man nicht. Das ist gefährlich.

Ich habe aber Geschichten gehört von Leuten, die mit dem entblößten Ende eines Wattestäbchens oder mit einem anderen dünnen, und wichtig: nichtleitenden Utensil im oberen, mittleren Loch der gemeinen Britischen Steckdose einen kleinen Plastik-Pinn runtergedrückt haben. Woraufhin sich die beiden übrigen Steckdosenlöcher öffneten, in die sie dann z.B. ihr Handy-Ladegerät (unter minimaler Gewaltanwendung) hineinstecken konnten.

Wie gesagt, habe ich nur so gehört. Ich als vernünftiger Mensch empfehle natürlich, einen Adapter mit sich rumzutragen.

Meine ultimative West Highland Way Packliste

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1. Essentials

2. Der Kleiderschrank

  • Wanderschuhe, wasserdicht (richtig dicht, nicht nur abweisend) und atmungsaktiv
  • Spezielle Wandersocken, die die Feuchtigkeit abtransportieren und nicht verrutschen
  • Regencape in den der Rucksack mit rein passt (es gibt welche mit extra Fach), das über
    die Hände geht (mit Wanderstöcken) und das unten zuknöpfbar ist
  • Regenhose / Gamaschen als Ergänzung für alles, was vom Poncho nicht abgedeckt wird
  • Regenjacke (in Kombination mit Regenhose und Überzug für den Rucksack) tut es auch, solange sie atmungsaktiv ist. Sonst ist es in der Jacke schnell nasser als außen.
  • Hose, leicht und leicht trocknend (mit vielen Reißverschlusstaschen und abtrennbaren Beinen finde ich sehr praktisch)
  • T-Shirts, die Feuchtigkeit gleich nach außen ableiten, so dass man trockene Haut behält und bei Wind nicht auskühlt. Baumwolle tut’s aber eigentlich auch.
  • Fleecepulli
  • Softshelljacke
  • Wer leicht friert, eventuell noch einen leichten Windbreaker
  • Mütze für die Wärme, gegen die Sonne und für Bad Hair Days, also immer.
  • Allgemein reicht von allem eine Ausführung. Von Sachen, die man direkt am Körper trägt, also Unterwäsche/T-Shirt, Socken dürfen es auch zwei sein.
  • Wer ganz sicher gehen will, nachher nicht im Rückflug zu sitzen und seinen Sitznachbarn anzumüffeln, sollte ein extra T-Shirt nur für diesen Zweck einpacken.

3. Die perfekte Wander-Apotheke

  • Ibus (Sehnenscheidenentzündungen im Schienbein sind kein Spaß; sie lassen sich vermeiden aber für den Fall der Fälle wirkt Ibuprofen schmerzlindernd und entzündungshemmend.
  • Kohle-Tabletten. Statt Durchfall.
  • COMPEED Blasenpflaster medium und COMPEED Blasenpflaster small
  • Erste-Hilfe-Set inkl. Rettungsdecke und Signalpfeife
  • Magnesiumtabletten gegen Krämpfe und Muskelkater – lege ich euch allerwärmstens ans Herz. Der Unterschied in Sachen Fitness und Schmerzen ist bemerkenswert.
  • Lutschtabletten gegen Übelkeit – findet man oft auf Packlisten, benutzt man eigentlich nie. Ich persönlich tendiere aber auch nicht zu Brechreiz. Entscheide selbst.

4. Die Kulturtasche

5. Besser nicht verlieren:

  • Handy + Ladegerät
  • kostenlose DKB VISA Kreditkarte → die beste Kreditkarte zum Reisen, da weltweit kostenlose Bargeldabhebung
  • Krankenversicherungskarte (ggf. Auslandkrankenversicherung, geht auch ohne)
  • Geld
  • Flugtickets

6. Nice to have, aber irgendwie auch Ballast:

  • Kocher & Kochgeschirr, Besteck
  • Als Kopfkissen habe ich immer meine Wäschetüte benutzt
  • Leichte Schuhe (Luxus nach einem langen Lauftag, es geht aber auch ohne)
  • Buch zum Schreiben/Lesen
  • Reisestecker/-adapter
  • Chlortabletten zur Wasserentkeimung/Filtermaterial
  • Kamera + Ladegerät/Ersatzakku (Wem die Tiefenschärfe des Handys nicht reicht)
  • Reisewaschmittel (optional – Shampoo eignet sich auch ganz gut)
  • Schottische Mücken lachen über deutsches Mückenzeug. Am besten eignen sich einheimische Mittel oder NOBITE Insektenspray und ein Mücken-Kopfnetz mit feinen Maschen (gibt es dort überall) – oder eben ein mückenloser Reisezeitraum.

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Tipp: Kostenlos Bargeld abheben in Schottland
Mit der kostenlosen DKB VISA Kreditkarte kannst du nicht nur in Schottland, sondern weltweit kostenlos Bargeld abheben.

West Highland Way Reiseführer & Karten:

➜ Reiseführer: Schottland: West Highland Way (Der Weg ist das Ziel)
➜ Reiseführer: West Highland Way: Glasgow to Fort William (British Walking Guide)
➜ Karte: West Highland Way XT40 (Route Map)
➜ Karte: West Highland Way: Map/Guide (Footprint)

 

Hast du noch Tipps zum West Highland Way oder Wandern und Wild Campen in Schottland? Dann rein damit in die Kommentare!

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Piet Fischer

Piet Fischer

Freier Texter bei meiner armen Seele
Kommunikationsdesigner aus Krefeld am Niederrhein. Passionierter Fahrradnomade und Rucksacktourist. Freut sich über Feedback!
Piet Fischer

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