Montenegro Rundreise: Die zehn schönsten Highlights für einen unvergesslichen Roadtrip

Montenegro Rundreise: Die 10 schönsten Highlights für einen Roadtrip durch das unterschätzte Juwel

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Eine Montenegro Rundreise – das klang für uns erstmal nach rauer Balkan-Romantik, wilden Bergen und türkisblauem Meer. Genau das wollten wir und waren schon sehr gespannt! Wir hätten nicht erwartet, wie sehr uns dieses kleine Land mit seiner Vielfalt, Gastfreundschaft und atemberaubenden Natur überraschen würde.

In diesem Beitrag nehmen wir dich mit auf unsere Montenegro Rundreise – von der Bucht von Kotor bis zum Velika Beach, mit kleinen Camper-Insights, persönlichen Tipps und jeder Menge goldener Herbstmomente – denn wir waren im Oktober unterwegs und hatten dabei traumhaftes Wetter.

Über die Autoren: Mario & Melina

Aus dem Wunsch nach Freiheit und der Liebe zur Natur haben wir 2023 unser Leben umgekrempelt und sind mit unserem kleinen Sohn in unseren selbst ausgebauten Camper gezogen. Seitdem erkunden wir Europa in unserem Zuhause auf Rädern, stets auf der Suche nach unberührten Ecken und der Schönheit der Natur. Wir teilen unsere Erfahrungen und inspirieren andere, ihre eigenen Reiseträume zu verwirklichen. Besucht uns auf amaruq-adventures.com!

Warum eine Rundreise durch Montenegro? Die Highlights im Überblick

Montenegro Rundreise: Durmitor Nationalpark

Montenegro ist wie ein ganzes kleines Universum auf der Fläche eines Bundeslandes. Man fährt morgens durch karge Berglandschaften, trinkt mittags Kaffee in einem historischen Städtchen am Meer und steht abends auf einem Gipfel über den Wolken. Dieses Kontrastprogramm macht die Rundreise durch Montenegro so besonders.

Was uns besonders begeistert hat, ist die Mischung aus Ursprünglichkeit und Gastfreundschaft. Viele Orte wirken noch echt und unverbaut – ganz ohne Massentourismus. Gleichzeitig ist die touristische Infrastruktur (vor allem für Camper!) überraschend gut: Es gibt viele kleine Campingplätze, freundliche Gastgeber und meist unkomplizierte Stellmöglichkeiten – oft mit Aussicht, von der man nur träumen kann.

Und: Montenegro ist vergleichsweise günstig. Essen gehen, Aktivitäten, Sprit – alles liegt preislich deutlich unter dem, was man aus anderen Reiseländern kennt. Ideal also auch für Familien, Backpacker oder Langzeitreisende.

Montenegro ist zudem noch ein echter Geheimtipp und nicht so überlaufen wie Kroatien oder Italien. Perfekt also für einen abwechslungsreichen Roadtrip!

1. Start an der Bucht von Kotor – Ein mediterraner Traum in den Bergen

Rundreise durch Montenegro: Blick auf die Bucht von Kotor

Unser erster Stopp in Montenegro führte uns direkt an einen der bekanntesten Orte des Landes: die Bucht von Kotor. Doch anstatt uns ins Getümmel der Altstadt zu stürzen, entschieden wir uns für das, was wir am liebsten tun: mit dem Camper langsam die Küste entlang rollen und den Moment genießen.

Die Straße schlängelt sich spektakulär am Wasser entlang – mit jeder Kurve eröffnen sich neue Ausblicke auf das tiefblaue Meer, eingerahmt von steilen Bergen. Besonders in der Oktobersonne wirkte alles wie in goldenes Licht getaucht.

Montenegro Rundreise: Schöner Stellplatz am See

Wir fanden schließlich einen kleinen Stellplatz in den Bergen – ruhig gelegen, mit einem fantastischen Blick auf einen See. Hier verbrachten wir unseren ersten Abend in Montenegro: Die Stille, das leise Plätschern des Wassers und der Blick auf die Landschaft waren der perfekte Einstieg in unsere Reise. Kein Sightseeing, kein Stress – einfach nur ankommen und durchatmen.

2. Adrenalinkick: Ziplining über den Piva-See

Rundreise Montenegro: Der smaragdgrüne Piva See

Weiter ging’s Richtung Norden – durch serpentinenreiche Straßen, vorbei an urigen Dörfern, hinein in die wilde Bergwelt. Ziel: der Piva-See, ein tiefblaues Juwel inmitten von Bergen.

Hier haben wir uns einen kleinen Adrenalinkick gegönnt: Ziplining über den See! Zugegeben – einer von uns ist gefahren, der andere hat sich mit Kind am Boden vergnügt (Stichwort: Elternkoordination deluxe). Aber der Nervenkitzel, mit über 100 km/h über das Wasser zu sausen, während unter dir die Piva-Schlucht gähnt, ist unvergesslich.

Montenegro Roadtrip: Ziplining über den Piva See

Auch ohne Action lohnt sich der Stopp. Der See lädt zum Baden, Picknicken und einfach Staunen ein.

Unser Tipp: frühmorgens ist das Licht am schönsten

Und im Oktober ist es angenehm ruhig.

3. Durmitor Nationalpark: Hinauf zum höchsten Gipfel Montenegros

Wandern im Durmitor Nationalpark, Montenegro

Der nächste Höhepunkt – im wahrsten Sinne – war der Durmitor Nationalpark. Majestätische Gipfel, kristallklare Gletscherseen und endlose Weiten: Wer Natur liebt, wird hier glücklich.

Wir haben uns eine Wanderung zum Bobotov Kuk, dem höchsten Berg Montenegros, vorgenommen – zumindest ein Stück weit. Mit Kleinkind im Gepäck war der Gipfel dann doch etwas zu ambitioniert, aber der Weg selbst ist spektakulär und auch für kleinere Kinder machbar, solange man genug Pausen einplant (und Snacks, ganz wichtig: Snacks!).

Die klare Bergluft, das Kuhglocken-Gebimmel und die herbstliche Farbenpracht der Wälder dort oben – unbezahlbar. Campen kann man in der Nähe von Žabljak, einem charmanten Bergdörfchen mit allem, was man braucht.

4. Schwarzer See – Märchenhafte Pause mitten im Wald

Montenegro Rundreise: Pause am schwarzen See

Bevor wir den Durmitor hinter uns ließen, haben wir noch einen ganz besonderen Ort besucht: den Schwarzen See (Crno Jezero) bei Žabljak. Der Name klingt düster, aber vor Ort erwartet dich ein echtes Naturjuwel – glasklares Wasser, umgeben von dichtem Nadelwald und mächtigen Bergen. Fast ein bisschen wie Kanada in Miniatur.

Wir übernachteten mit dem Camper in der Nähe und machten am nächsten Morgen eine gemütliche Wanderung rund um den See. Der Rundweg ist einfach zu gehen, perfekt für Familien – und es gibt unzählige Fotospots. Besonders im goldenen Oktoberlicht spiegelten sich die Farben der Bäume im Wasser – ein absoluter Gänsehautmoment.

5. Durch den Tara-Canyon – Naturkino deluxe

Der beeindruckende Tara Canyon auf unserer Montenegero Rundreise

Vom Durmitor ging es weiter zum Tara-Canyon – der zweittiefste Canyon der Welt nach dem Grand Canyon! Wer hätte gedacht, dass Montenegro solche Superlative zu bieten hat?

Die Fahrt entlang der Tara-Schlucht war ein echtes Erlebnis – schroffe Felsen, türkisfarbenes Wasser und zwischendurch immer wieder kleine Hängebrücken oder Aussichtsplattformen. An einigen Stellen kann man sogar Rafting-Touren buchen – diesmal haben wir allerdings nur zugeschaut und die Naturkulisse genossen.

Wer Lust auf wildes Campen hat: In der Nähe der Tara-Brücke gibt es einfache Plätze direkt am Fluss. Romantik pur – besonders bei goldener Oktobersonne.

6. Biogradska Gora – Magischer Urwald mit Familien-Feeling

Der Biogradska-Gora-Nationalpark war einer der ruhigsten und zugleich eindrucksvollsten Stopps unserer Montenegro Rundreise. Hier liegt einer der letzten Urwälder Europas – moosbedeckte Baumriesen, knorrige Wurzeln und ein märchenhaft grüner See, um den man gemütlich spazieren kann.

Mit Kind ist das ein echtes Highlight, weil es einfach so viel zu entdecken gibt – Käfer, Pilze, Vögel, und der See lädt sogar zum Paddeln ein. Auch hier gibt es kleine Campingmöglichkeiten direkt am Eingang des Parks.

7. Podgorica & die Nijagara-Fälle – Kleine Überraschungen in der Hauptstadt

Rundreise Montenegro: Die Millennium-Brücke in Podgorica

Podgorica, Montenegros oft unterschätzte Hauptstadt, war für uns vor allem ein praktischer Zwischenstopp: Vorräte auffüllen, mal wieder Pizza essen, Wäsche waschen. Aber – es gab auch eine kleine Überraschung: die Nijagara-Fälle von Podgorica!

Nijagara-Fälle in Podgorica, Montenegro

Ja, richtig gelesen. Ein kleiner, aber sehr hübscher Wasserfall am Fluss Cijevna, besonders idyllisch im warmen Licht des Oktobers. Direkt daneben gibt’s sogar ein Restaurant mit Aussichtsterrasse – perfekt für eine kleine Pause. Für Kinder ist der Wasserfall ein echtes Mini-Abenteuer.

8. Lovćen Nationalpark – Über den Wolken

Lovćen Nationalpark in Montenegro

Zurück in die Berge! Der Lovćen Nationalpark liegt oberhalb der Bucht von Kotor und bietet eigentlich einen der spektakulärsten Ausblicke des Landes – eigentlich. Denn bei uns war der Nebel so dicht, dass wir nur die Aussicht auf Wolken hatten. Und weißt du was? Das hatte etwas fast Magisches. Die Stimmung war ruhig, mystisch, fast surreal. Über den Wolken zu stehen, eingehüllt in Stille, war ein unerwartetes Highlight.

Blick auf die Bucht von Kotor – Lovćen Nationalpark, Montenegro

Am nächsten Tag hatten wir dann aber Glück: klare Sicht, Sonne – und einen atemberaubenden Blick auf die gesamte Bucht von Kotor. Zwei Gesichter eines Ortes, beide wunderschön.

9. Sonne, Strand und Altstadtzauber: Budva & Jaz Beach

Jaz Beach in Montenegroe bei Budva

Nach so viel Bergen und Wäldern war es Zeit für ein bisschen Strandurlaub! Unser erster Stopp am Meer: der Jaz Beach bei Budva – einer der bekanntesten Strände des Landes. Groß, sandig, familienfreundlich und mit glasklarem Wasser. Perfekt zum Entspannen.

Die Altstadt von Budva – Montenegro Rundreise

Und nur einen Katzensprung entfernt liegt Budva – mit ihrer hübschen Altstadt, venezianischen Mauern und einer Promenade, die abends zum Flanieren einlädt. Klar, touristisch – aber mit Flair. Besonders in der Nebensaison lässt sich hier wunderbar ein paar Tage die Seele baumeln lassen.

10. Letzter Halt: Velika Plaža – Endlose Weite in Ulcinj

Baden am Velika Plaža bei Ulcinj in Montenegro

Zum Abschluss unserer Rundreise wollten wir nochmal richtig ans Meer – und zwar an den Velika Plaža bei Ulcinj, dem längsten Strand Montenegros. Über 12 Kilometer feinster Sand, eine echte Seltenheit in dieser Region.

Hier war alles etwas entspannter, weniger touristisch als rund um Budva, und sehr familienfreundlich. Wir haben stundenlang Muscheln gesammelt, Sandburgen gebaut und dem Sonnenuntergang entgegen geguckt.

Montenegro Rundreise: Sonnenuntergang Velika Beach

Ein perfekter Abschluss für unsere Montenegro-Reise – weit, ruhig, ein bisschen melancholisch. Montenegro hat uns in seinen Bann gezogen.

Die beste Reisezeit für eine Rundreise durch Montenegro

Die beste Zeit für eine Montenegro Rundreise hängt davon ab, was du erleben möchtest. Wir waren im Oktober unterwegs – und es hätte kaum schöner sein können. Tagsüber hatten wir oft über 20 Grad, das Meer war noch warm genug zum Baden und die Wälder zeigten sich im vollen Herbstgold. Gleichzeitig war es angenehm ruhig – keine Menschenmassen, keine Parkplatznot, keine überfüllten Campingplätze.

Wer also Ruhe und Natur liebt, für den ist der Herbst (September bis Mitte Oktober) absolut empfehlenswert. Auch der Frühling (Mai bis Juni) ist traumhaft – dann blüht alles, die Temperaturen sind mild und die Wanderwege oft schon gut begehbar.

Der Sommer (Juli & August) bietet natürlich Sonnengarantie und perfekte Badebedingungen, ist aber auch die Hauptsaison – entsprechend voller (vor allem an der Küste) und heiß in den Städten. In den Bergen bleibt es aber selbst dann angenehm.

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Tipps für deine Montenegro Rundreise

Damit deine Reise genauso entspannt und erlebnisreich wird wie unsere, hier noch ein paar Tipps aus dem Camper-Alltag:

Fazit: Montenegro – klein, aber sowas von oho!

Unsere Rundreise durch Montenegro war eine der schönsten und abwechslungsreichsten, die wir je gemacht haben. Innerhalb weniger Stunden wechselt man hier von Hochgebirge zu Mittelmeer, von wilden Flüssen zu mediterranen Städtchen. Und im Oktober zeigt sich das Land nochmal von einer besonders goldenen Seite – mit leuchtenden Blättern, angenehm mildem Wetter und weniger Touristen.

Mit Kind? Absolut machbar! Klar, manchmal braucht es etwas mehr Planung, ein bisschen Flexibilität und viele Pausen. Aber Montenegro ist freundlich, sicher und gerade für Camper ein Traum.

Wenn du also noch überlegst, wohin dein nächster Roadtrip gehen soll – Montenegro wartet auf dich. Und wir kommen ganz bestimmt wieder!

Hast du auch schon eine Rundreise durch Montenegro gemacht und hast noch Tipps? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Text & Fotos: Amaruq Adventures

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