Marrakesch Sehenswürdigkeiten: Ein perfekter Tag in der Roten Stadt
Die besten Marrakesch Tipps & Highlights für einen Tag [+ Restaurant- & Hotel-Tipps]
Wir zeigen dir, welche Sehenswürdigkeiten du an einem Tag in Marrakesch anschauen solltest. Wie immer findest du am Ende des Artikels eine Google-Maps-Karte so wie unsere Erlebnisse als Video.
Du startest anschließend auf eine Rundreise durch Marokko?
Hier findest du die passenden Tipps!
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1. Starte bei den Ruinen des El-Badi-Palast


Nach einem typisch marokkanischen Frühstück mit lokalen Pfannküchlein, frischem Brot, Oliven, Honig und Minztee oder frisch gepresster Orangensaft. Wir haben im Riad Oriental Glory & Spa übernachtet – ein echter Geheimtipp, mitten in der Medina.
Mit dem Taxi fährst du in den Süden der Stadt. Der El-Badi-Palast hat uns echt überrascht: Er ist keine klassische, restaurierte Palastanlage, sondern eine gewaltige Ruine. Hohe Mauern mit offenen Innenhöfen, alte Bäder, Wasserbecken und Gärten. Überreste der Pracht, die hier einmal stand.
Die Dimensionen sind beeindruckend – und die vielen Störche, die ihre Nester auf den Mauerkanten und den umliegenden Funkmasten bauen, gehören fast schon zum Inventar. Du kannst dich hier problemlos eine Stunde treiben lassen, ohne dass es sich zieht.
Keine Lust zu lesen?
Am Ende des Artikel findest du alle Tipps als Video!
2. Schlendere über den Tinsmith Square und Souk des Épices Richtung Norden


Vom El-Badi Palast arbeitest du dich zu Fuß nach Norden vor. Der Weg führt am Tinsmiths Square vorbei – ein kleiner Platz, auf dem heute noch Handwerker Metall hämmern, löten und polieren. Dahinter öffnet sich der Souk des Épices, einer der gemütlicheren Teile des Souk-Labyrinths.
Hier findest du Kräuter, Öle, Gewürze, bunte Pigmente und manchmal Händler, die dir erklären, wofür was gut ist. Sei dir bewusst, dass sie dir gerne etwas verkaufen wollen. Wenn du keine Lust darauf hast, lass dich am besten erst gar nicht auf ein Gespräch ein. Und wenn du etwas kaufen willst – immer den Preis verhandeln!
Es riecht nach Curry, Rosenblättern und Zedernholz. Perfekt für einen kurzen Stopp und ein paar Kleinigkeiten für die Küche zu Hause.
Bahia-Palast und Jardin Majorelle? Nein danke!
Beides sind schöne Orte – aber lass‘ sie lieber aus. Sie sind extrem überlaufen, manchmal schon morgens mit langen Schlangen. Wenn du nur einen Tag hast, spar dir die Zeit. Marrakesch hat genug Sehenswürdigkeiten, die genauso viel Atmosphäre haben, ohne dass du im Gedränge stehst. Für den Jardin Majorelle musst du dir dein Ticket eh schon lange im Voraus online buchen!
Einen Alternativ-Tipp zum Jardin Majorelle
findest du unter Punkt 10
3. Mittagessen in einem Rooftop Restaurant


Mittags brauchst du eine Pause mit Schatten und Aussicht. Das Al Khayma ist dafür eine gute Wahl: frische Tagine, gut gewürzte marokkanische Vorspeisen, hausgemachte Limonaden, dazu eine Terrasse mit Blick über die Stadt. Sehr lecker und angenehm entspannt.
4. Koutoubia Moschee und Jemaa el-Fnaa – Marrakesch Sehenswürdigkeiten
Nach dem Essen geht’s weiter zur Koutoubia-Moschee. Du kannst nicht hinein, aber der Turm ist ein wichtiges Wahrzeichen, und der Platz drumherum gibt dir einen Moment Ruhe.
Danach öffnet sich der Jemaa el-Fnaa Markt – laut und chaotisch. Garküchen, Händler, Straßenkünstler, Musik. Tagsüber ist es hier noch halbwegs übersichtlich, abends wird es voll. Marrakesch fühlt sich hier an wie ein einziger Markt, der nie aufhört.
5. Süße Pause bei der Patisserie „Chez Brahim“



Wenn du zwischendurch Lust auf etwas Süßes hast: Besuche die Patisserie Corne de Gazelle Chez Brahim. Winzig, unscheinbar, aber Fatima macht hier alles von Hand und bedient selber. Sie nimmt sich Zeit für jeden Gast. Das bedeutet: Warten. Aber die Gazellenhörnchen, Mandelkekse und Honigspezialitäten sind unglaublich gut. Ideal auch zum Mitnehmen, falls du jemandem etwas aus Marrakesch mitbringen willst.
6. Semmarine Markt und Le Jardin Secret



Nach der Stärkung geht’s weiter durch den Semmarine Markt, eine der breiteren Souk-Achsen der Stadt, in Richtung Le Jardin Secret. Der Garten ist eine kleine Oase: Wasserkanäle, Palmen, Ruhe – ein Mix aus islamischer Gartenarchitektur und moderner Gestaltung. Ein paar Minuten Stille, mitten im Chaos – genau das brauchst du in Marrakesch zwischendurch.
7. Dar El Bacha Museum – Marrakesch Must do!


Der nächste Stopp: das Dar El Bacha Museum. Eines der schönsten Gebäude Marrakeschs, perfekt restauriert, mit aufwendigen Mosaiken, Holzdecken und kühlen Innenhöfen. Drinnen liegt das berühmte Bacha Coffee – wunderschöne Atmosphäre, aber nur mit Warteliste zu schaffen. Die Wartezeiten entsprechen schonmal einem halben Tagesplan. Hier werden die perfekten Shots für Instagram gemacht – im schönen Kleidchen und perfekt gestylt.
Schlendere lieber durch das Gebäude und lasse die wunderschöne Architektur auf dich wirken.
8. Medersa Ben Youssef zum Sonnenuntergang – Finale in der alten Koranschule



Den Abschluss dieses unvergesslichen Tages im Gewusel Marrakesch bildet die Medersa Ben Youssef. Die ehemalige Koranschule ist ein Klassiker und zurecht beliebt: Symmetrische Innenhöfe, filigrane Stuckarbeiten, Zedernholz, Kacheln – ein Musterbuch islamischer Architektur. Genieße die besondere Stimmung zum Sonnenuntergang und lasse den Tag Revue passieren.
9. Zum Abendessen ins Limoni


Wer uns kennt weiß, an guter Pizza können wir nicht vorbei. Das Limoni ist ein italienisches Restaurant in der Medina – schöne Atmosphäre und hervorragende Pizza. Perfekt, um den Tag abzuschließen.
10. Geheimtipp Marrakesch: ANIMA Garden


Die perfekte und deutlich ruhigere Alternative zum Jardin Majorelle ist der ANIMA Garten des österreichischen Künstlers André Heller. Du bewegst dich hier durch eine Mischung aus Freiluft-Museum, botanischen Garten und Insel der Ruhe.
Wasserkanäle, schattige Winkel und ständig wechselnde Perspektiven halten den Rundgang spannend. Zwischen den Pflanzen findest du Sitzecken und Hängematten, dazu ein kleines Museum und das Café Paul Bowles. Von der Dachterrasse reicht der Blick über die Anlage bis hin zu den Gipfeln des Hohen Atlas. Ein wunderschöner Ort!
Zweimal täglich fährt ein kostenloses Shuttle die etwa 40 Minuten zum Garten. Eine Reservierung erfolgt über die Website.
ANIMA Garten
Unser Fazit zu einem Tag in Marrakesch
Marrakesch in einem Tag ist machbar – solange du weißt, wohin du gehst und was du dir sparst. Diese Route zeigt dir viel Atmosphäre, echtes Leben und genug Highlights, ohne dass du durch die Stadt hetzt. Ein Tag reicht nicht, um alles zu sehen. Für uns hat es aber gereicht, um Marrakesch zu fühlen und für gut zu befinden.
Karte mit Marrakesch Sehenswürdigkeiten für einen Tag
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Weitere InformationenHotels in Marrakesch


Unser Hotel: Riad Oriental Glory & Spa
Eine Oase der Stille mitten in den wirren Gassen der Mdina. Die Gastgeber? Unglaublich freundlich und hilfsbereit. Wir haben uns rundum wohl gefühlt.
Riad Dar El Qadi
Liebevoll gestaltetes Riad mit einem ruhigen Innenhof mit Brunnen, gemütlichen Zimmern im traditionellen Stil und einer Dachterrasse mit Blick über die Medina. Perfekt, um den erlebnisreichen Tag ausklingen zu lassen.
Palais Riad Lamrani
Ein wunderschöner Innenhof mit einem üppigen Garten, ein kleiner Pool und weitläufige Terrassen bieten einen stilvollen Rückzugsort nach einem Tag im Trubel von Marrakesch.
Die wichtigsten Infos für Marrakesch an einem Tag
Kann man Marrakesch an einem Tag besichtigen?
Wir fanden einen Tag in Marrakesch absolut ausreichend. Wenn du unserer Route folgst, kannst du die wichtigsten Eindrücke mitnehmen: Medina, Souks, El-Badi-Palast, Koutoubia, Jemaa el-Fnaa und ein bis zwei ruhigere Spots wie Le Jardin Secret oder die Medersa Ben Youssef. Uns hat das einen guten Eindruck der Stadt vermittelt und wir hatten nicht das Gefühl, etwas zu verpassen.
Welche Sehenswürdigkeiten eignen sich für einen kurzen Aufenthalt in Marrakesch?
Wenn du weniger als einen Tag Zeit hast empfehlen wir dir folgende Sehenswürdigkeiten in Marrakesch: Dar El Bacha Museum, El Medersa Ben Youssef ein Rooftop-Restaurant für die Pause und den Jardin de Secret. Dazwischen schlenderst du automatisch durch die engen Gassen der Souks.
Kann man Marrakesch zu Fuß erkunden?
Absolut! Wir haben uns morgens mit dem Taxi ganz bequem zum weitest entfernten Punkt fahren lassen – bei uns der El Badi Palast – und sind dann von dort über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Marrakeschs zurück gelaufen.
Kann man Marrakesch auf eigene Faust erkunden?
Du kannst die Sehenswürdigkeiten in Marrakesch problemlos auf eigene Faust erkunden. Du wirst dich sicher das ein oder andere Mal in dem Gewirr der Gassen verlieren, aber so entdeckst du sicher Ecken, die du sonst nicht gesehen hättest. Die Stadt ist sehr touristisch und wir haben uns nie unwohl gefühlt.
Allgemeine Informationen für deine Marrakesch Reise
Wann ist die beste Reisezeit für Marrakesch?
Frühjahr (März–Mai) und Herbst (September–November). Angenehme Temperaturen, weniger extreme Hitze, gute Bedingungen für Ausflüge.
Ist Marrakesch sicher für Reisende?
Wir haben uns auch abends in den engen Gassen sicher gefühlt. Die Stadt ist touristisch gut erschlossen. In den Souks solltest du auf deine Wertsachen achten – normale Vorsicht reicht aus.
Wie kleidet man sich in Marrakesch richtig?
Kleide dich respektvoll, aber nicht übermäßig konservativ. Schultern und Knie bedecken ist empfehlenswert. Leichte, luftige Kleidung ist am praktischsten.
Wie viel Geld braucht man pro Tag?
Für Essen, Eintritte und kleine Einkäufe kommst du mit 30 – 50 € gut hin. Mit Rooftops, Museen und Taxis eher 50 – 70 €.
Welche Souvenirs lohnen sich in Marrakesch?
Gewürze, Arganöl, Keramik, Lampen, Lederwaren, traditionelle Süßigkeiten, Textilien. Achtung bei Billigware – Qualität variiert stark.
Braucht man in Marrakesch Bargeld oder reicht Karte?
Bargeld ist Pflicht, vor allem im Souk und in kleineren Cafés. Kartenzahlung funktioniert eher in Restaurants, Museen und Hotels.
Wie komme ich vom Flughafen Marrakesch in die Medina?
Per Taxi (Festpreis), Shuttlebus oder vorab gebuchtem Transfer. Wenn du nach deinem Besuch in Marrakesch auf eine Mietwagenrundreise startest, hole das Auto erst zum Start der Reise am Flughafen ab. Wir sind mit dem Auto nach Marrakesch reingefahren, das war kein Vergnügen.
Warum wird Marrakesch die „rote Stadt“ genannt?
Viele der historischen Gebäude und Stadtmauern sind aus einer Mischung aus Lehmerde und Sandstein gebaut. Daher die rote Farbe. In den Abendstunden oder zum Sonnenaufgang intensiviert sich dieser Eindruck noch.
Marrakesch Sehenswürdigkeiten Video
Marrakesch Reiseführer auf Amazon
- Brunswig, Muriel(Autor)
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